Überschwemmungskatastrofe in Chuzestan, Iran

Die Überschwemmungen im Iran haben 25 Provinzen betroffen. Insgesamt sind 61 große und kleine Strassen unpassierbar. 4400 Dörfer im ganzen Land haben mit dem Hochwasser zu kämpfen. Als Beispiel mag hier ein Dorf namens Asharebozorg dienen, das 45 km von Ahwaz, Provinz Chuzestan, entfernt liegt. Die Katastrofe hat es besonders hart getroffen. Fast alle Häuser sind ruiniert, weil sie völlig oder auch nur zum Teil unter Wasser stehen. Es fehlt hier an Lebensmitteln und Trinkwasser und von staatlicher Hilfe ist weit und breit nichts zu sehen. Die Menschen helfen sich selbst.

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Iran: Rentner fordern Abzug der irakischen Paramilitärs aus dem Iran

Nach den durch die Hochwasser im Iran verursachten Überschwemmungen sind irakische paramilitärische Einheiten namens Haschad osch-scha°bi, die von den iranischen Pasdaran gegründet wurden und finanziert werden, in die iranische Provinz Chusestan geholt worden, angeblich, um ein Ausgreifen des Hochwassers auf den Irak zu verhindern.
Der Rat der Rentner des Irans drückte sein Befremden darüber aus, dass man Paramilitärs ins Land holt statt die Hilfe des Internationalen Roten Kreuzes zu erbitten, um mit den Folgen des Hochwassers fertig zu werden. Der Rat der Rentner des Irans bezeichnete die Heranziehung dieser Hilfstruppen als Feldzug zur Unterdrückung der iranischen Bevölkerung (gemeint ist hier die arabische Minderheit in Chusestan), die nach den Hochwasserschäden gegen die ausbleibende staatliche Hilfe protestiert.
Der Rat der Rentner des Irans weist darauf hin, dass nach Artikel 146 der iranischen Verfassung die Stationierung jeglicher ausländischer Militärs, und sei es auch zu friedlichen Zwecken, verboten ist. Deshalb fordert er den umgehenden Abzug der paramilitärischen Einheiten des irakischen Haschad osch-Scha°bi und der afghanischen Fatemiyun von iranischem Boden.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92710
vom 26. Farwardin 1398 (15. April 2019)
shouraye bazneshastegane keshwar: xahane xoruje fouriye niruhaye shebhe nezamiye xareji az keshwar hastim

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Iran: Vom Hochwasser ins Gefängnis


Die bewaffneten Organe haben in den letzten Tagen und Wochen, als der Iran vom Nordosten bis in den Südwesten von schweren Regenfällen und katastrophalen Hochwasserständen heimgesucht wurde, Präsenz gezeigt. Im Norden, in der Provinz Golestan, haben sie die von Unternehmen der Pasdaran erbaute Bahnlinie an drei Stellen gesprengt – weil sie an Brücken gespart hatten, und damit die unterhalb gelegenen Ortschaften unter Wasser gesetzt. In der Provinz Chusestan haben sie von der Bevölkerung erbaute Hochwasserdämme mit Gewalt gegen die Bevölkerung gesprengt, und jetzt sind sie zu Verhaftungen geschritten. Am Sonntag nahm der Geheimdienst von Ahwas mindestens 25 Hochwasserhelfer fest. Hierzu stürmten die sogenannten Sicherheitskräfte den Sitz des Volkskomitees, das spontan zur Hochwasserbekämpfung gegründet wurde, in Malaschije in Ahwas. Die Inhaftierten waren Angehörige der arabischen Minderheit. Der Aufenthaltsort der Verhafteten ist nicht bekannt. Am Vortag waren mindestens fünf Bürger von Ahwas aus Kuye Alawi verhaftet worden, weil sie gegen die fehlende staatliche Unterstützung für die Hochwassergeschädigten protestiert hatten.
Zusätzlich hielten die Revolutionswächter, Bassidschis und die Polizei in den letzten Tag in dieser Region bewaffnete Manöver ab, offensichtlich, um die Bevölkerung einzuschüchtern.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92680
vom 25. Farwardin 1398 (14. April 2019)
25 emdadrasane ahwaz bazdasht shodand

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Iran: Ein Jahr Gefängnis für eine der „Frauen der Revolutionsstraße“


Wida Mowahed
Vor einem Jahr hatten im Iran an mehreren Orten Frauen gegen die Kopftuchpflicht protestiert, indem sie in der Revolutionsstraße in Teheran auf erhöhte Objekte stiegen und ihr Kopftuch wie eine Flagge hissten. Darauf kam es zu einer Reihe von Verhaftungen und Prozessen. Die erste Frau, die diese Bewegung ins Leben rief, war Wida Mowahed. Sie wurde Ende Februar 2019 von einem Richtergremium (Kammer 1091), das dem Ministerium für Religiöse Aufklärung (Wezarate Ershad) untergordnet ist, zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Ihr wurde „Aufwiegelung der Bevölkerung zu korruptem Verhalten und Prostitution mittels Enthüllung des Schleiers“ zur Last gelegt. Vor Gericht hatte Wida Mowahed die Form ihres Protests aufgrund der Konsequenzen für sie und ihr zweijähriges Kind als unpassend bezeichnet und sich verpflichtet, ihn nicht zu wiederholen. Ihre Anträge auf bedingte Freilassung oder auf Berücksichtigung bei der diesjährigen Amnestie wurde vom Gefängnis zurückgehalten, so dass der Vollstreckungsrichter sie nie erhalten hat.

https://youtu.be/QYpbpdPy5AM
vom 25. Farwardin 1398 (14. April 2019)
mahkumiyate doxtare xiyabane enqelab be yek sal habs

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Iran: Verhaftet wegen Blumen zum Tag der Frau


Yasemin Aryani und ihre Mutter Monire Arabschahi

Zum 8. März dieses Jahres, dem internationalen Tag der Frau, hatten Yasemin Aryani und ihre Mutter Monire Arabschahi in der Metro von Teheran an die weiblichen Passagiere Blumen verteilt. Auf Videos, die im Internet kursieren, sieht man sie, wie sie mit um den Hals gelegtem Kopftuch und einem Korb Blumen verteilen.
Die 23-jährige Yasemin Aryani ist Schauspielerin am Theater und auch Aktivisten der Kampagne des „Weißen Mittwochs“. Im Rahmen dieser Kampagne erscheinen Frauen jeden Mittwoch in weißer Kleidung in der Öffentlichkeit, um so für die Frauenrechte zu demonstrieren.
Yasemin Aryani wurde am Montag vor einer Woche (8.4.2019) auf Veranlassung des Ministeriums für Religiöse Aufklärung (Wezarate Ershad) von ihrer Arbeit als Schauspielerin entlassen, zwei Tage später, am 10. April 2019, wurde sie zusammen mit ihrer Mutter in ihrer Wohnung verhaftet und abgeführt. Als Yasemins Vater gegen die Verhaftung protestierte, drohten die Beamten damit, seinen Hund zu erschießen.
Die Beamtinnen und Beamten nahmen sämtliche Bücher, Manuskripte und das Laptop von Yasemin Aryani mit.

https://youtu.be/QYpbpdPy5AM

https://news.gooya.com/2019/04/post-25173.php
vom 13. April 2019
joz‘iyate taze az dastgiriye zanani ke dar metro gol midadand

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Kampf gegen das Wasser im Iran

Eindrücke vom Kampf der Iraner gegen das Hochwasser in der Provinz Chusestan


Aktuelles Hochwasser des Flusses Karkheh, Provinz Chusestan, Iran

Nordöstlich der iranischen Stadt Ahwaz befinden sich zwei weitere Städte, die vom aktuellen Hochwasser in der Region Chusestan bedroht waren: Hamidiye und Susangerd. In ihrer unmittelbaren Nähe verläuft ein Fluss namens Karkheh, dessen Wasser kurz davor war, über die Ufer zu treten. Die beiden Städte, mehrere nahe gelegene Dörfer, Bauernhöfe und Felder wären überschwemmt worden.

Da die Menschen Erfahrung haben mit der mangelnden staatlichen Nothilfe durch Militär, Pasdaran oder Bassidschi, nahmen sie von sich aus den Kampf gegen die Fluten auf und organisierten sich selbst. Jeder und jede, dem oder der es möglich war, jung und alt, von nah und fern meldete sich freiwillig und ließ sich einteilen in die notwendigen Rettungsarbeiten. Tausende Menschen aus beiden Städten beteiligten sich so an der Überwachung der Wasserstände, am Schaufeln von Erde, am Transport von Sandsäcken und vielem mehr. Ohne auf Säcke von staatlicher Seite zu warten, brachten sie mit, was sie selbst an Säcken hatten. Sie arbeiteten Tag und Nacht, rund um die Uhr.

Da gibt es die Geschichte vom Friseur, der seine Scheren einpackte und seinen Friseursalon abschloss, um in den folgenden Tagen Sandsäcke auf seinem Rücken zu schleppen und hin und wieder auch einem anderen Helfer die Haare zu schneiden oder die Geschichte von dem jungen Mann, der Cafehausbesitzer in Teheran ist und hunderte Kilometer gefahren ist, um hier in Chusestan zu helfen, die Wassermassen zu bekämpfen.

Der Kampf sollte erfolgreich sein, bislang haben die Dämme gehalten und die Städte wurden nicht überschwemmt.

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Iran: Trump setzt Pasdaran auf Liste terroristischer Organisationen


Selten ist eine Entscheidung eines US-Präsidenten im Iran auf soviel Begeisterung gestoßen wie der heutige Beschluss von US-Präsident Trump, die Sepahe Pasdaran, die Revolutionswächter der Islamischen Republik Iran, auf die Liste terroristischer Organisationen zu setzen. Die Pasdaran sind nicht nur der Drahtzieher der iranischen Militärpolitik in Syrien, Libanon, Palästina und Irak, sie sind zugleich auch diejenigen, die die gesamte Wirtschaft des Irans kontrollieren und ersticken. Vom Erdölhandel über die Banken über den Dollarkurs, überall sind sie dabei. Indem sie jetzt auf die Liste der Terrororganisationen gesetzt werden, wird ihnen wirtschaftlich das Wasser abgezogen. Natürlich wird das auch die Bevölkerung treffen, aber die streikenden Arbeiter, denen die korrupten Pasdar-Unternehmer den Lohn- und die Krankenversicherung unterschlagen, oder die Opfer des Hochwassers, die mit ansehen müssen, wie die Pasdaran ihre mühselig errichteten Hochwasserdämme in die Luft sprengen, werden dies eher als Akt der Solidarität empfinden denn als Schädigung ihrer Interessen.

https://news.gooya.com/2019/04/post-25022.php
vom 8. April 2019
fouri: tramp rasman sepah-ra dar fehreste sazmanhaye teruristi qarar dad

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Iran: Hochwasser von Golestan bis Chusestan


Hochwasser, Erdbeben, Stürme – die Macht und Gewalt der Natur zeigt sich in vielen Formen. Seit es Menschen gibt, haben sie versucht, sich gemeinschaftlich gegen diese Gewalten zu schützen und zu wehren. Das beginnt beim vorausschauenden Planen und endet mit den Einsätzen von Rettungskräften. Nicht die Katastrophen sind politisches Thema, sondern der Umgang von Gesellschaften mit ihnen. Wie werden sie damit fertig, wo gibt es Erfolge und Misserfolge, und warum?
Seit über zwei Wochen heißt es im Iran Land unter. Die starken Regenfälle begannen im Nordosten in Gorgan/Golestan, und erreichen nach Kermanschah und Luristan jetzt die Provinz Chusistan im Südwesten.

Das Ruhmesblatt der Pasdaran
Die Pasdaran sind im Iran nicht nur Königsmacher, die darüber entscheiden, welcher Ajatollah mit seiner Clique letztlich die Macht im Land ausübt und wer stattdessen im Hausarrest verkümmert wie Ajatollah Montaseri oder im Schwimmbad ertränkt wird wie Ajatollah Rafsandschani, sie sind nicht nur die, die mit ihren Waffen den Irak und Syrien in ein Blutbad stürzen und die Bevölkerung des eigenen Landes in Schach halten, sie sind es auch, die das ganze Wirtschaftsleben im Iran lenken und ersticken. Ob Erdöl oder Straßenbau, ob Stahlfabriken oder Import von Nahrungsmitteln, ob Handel oder Schmuggel, ob Atombombe oder Geldwäsche, überall sind sie dabei.

Ein hochgelobtes Projekt war der Bau einer Bahnlinie von Kasachstan durch Turkmenistan in den Iran, dessen Durchführung von den Präsidenten der drei Staaten im Jahre 1386 (2007) unterzeichnet wurde. Der Bau von über 100 Kilometer Bahnstrecke im Iran erfolgte zwischen 1390-1393 (ca. 2011-2014). Ausgeführt wurden die Arbeiten von den Pasdaran. General Abdollah Abdollahi, damaliger Oberbefehlshaber des Pasdar-Stützpunkts Chatam-ol-Anbiya, hatte die Schnelligkeit der Bauarbeiten als Rekord bezeichnet. Das mag es gewesen sein. Jedenfalls hielten die damaligen Planer und Durchführer es nicht für notwendig, sich Gedanken darüber zu machen, wohin denn das Wasser soll, dessen Weg durch den Bau der Bahnlinie abgeschnitten wurde. Brücken hatte man sich gespart…
Am 24. März 2019 (4. Farwardin 1398), als nach den heftigen Regenfällen die Stadt Aq-Qala unter Wasser stand, waren die rettenden Pasdaran wieder zur Stelle. Sie sprengten die Bahnlinie von Gorgan nach Intsche-Borun (an der turkmenischen Grenze) an drei Stellen, damit das Wasser aus der Stadt und dem umliegenden Gebiet abfließen konnte. Als „Sprengung der Hoffnung“ bezeichnete Mohsen Resa‘i, der Generalsekretär der „Versammlung zur Wahrung der Interessen des Systems“ (Majma°e Taschchise Maslehate Nesam) dieses Vorgehen.
Nebenbei sorgten diese drei Sprengungen dafür, dass nun auch das Land unterhalb der Bahnlinie unter Wasser stand…


Wir haben unsere Häuser ins Flussbett gebaut
Erfrischend ehrlich ist die Kritik von Qaradsche Tayyar, des Abgeordneten von Gonbade Kawus, im iranischen Parlament, der Korruption und Kurzsichtigkeit dafür verantwortlich machte, dass beim Städtebau nicht darauf geachtet wurde, dass hochwassergefährdetes Land nicht bebaut werden sollte: „Wir haben die Wälder geplündert, wir haben uns das Flussbett unter den Nagel gerissen, wir haben die Berge angenagt, (..) wir haben auf dem Weg des Flusses Straßen und Häuser gebaut oder zumindest die Augen zugedrückt, wenn wir gesehen haben, dass dort gebaut wurde. Die Stadtverwaltungen haben Land verkauft, dass tabu war. Dieses Geld war das Blutgeld, das Blutgeld der Frauen und Kinder, die später, nämlich jetzt, vom Hochwasser mitgerissen wurden.


Pasdaran – Verwüstung ist ihr Handwerk
Die Einwohner von drei Ortschaften in der Nähe von Ahwas (Provinz Chusestan) setzten sich zur Wehr, als Spezialeinheiten der Pasdaran ihren selbst errichteten Hochwasserdamm sprengen wollten und zu diesem Zweck daran gingen, die Dörfer zwangsweise zu evakuieren. Die Pasdaran setzten Tränengas ein, rund 1500 Pasdaran und Bassidschis gingen gegen die Lokalbevölkerung vor, so dass es Dutzende von Verletzten gegeben haben soll und ein Anwohner namens Abdu Dschalisi ums Leben kam. Dann sprengten die Pasdaran den Schutzdamm mit TNT, was zur Überflutung der Dörfer und Felder führte. Innenminister und Sicherheitskräfte bezeichneten den Widerstand als vom Ausland genährte Unruhestiftung.


Wo bleibt die Hilfe für die Opfer
Während die Pasdaran gerne zur Hand sind, wenn es darum geht, die Bevölkerung zwangsweise aus ihrer Heimat zu evakuieren, ist es mit der Bereitstellung von Notunterkünften nicht weit her. Der Parlamentsabgeordnete von Chorram-Abad, Mohammad-Resa Malekschahi, kritisierte in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur ILNA, dass die Kapazität der Flussbetten in der Region Chorram-Abad nicht dem entsprach, was beim Hochwasser tatsächlich ankam. Auch die Infrastruktur sei nicht durchdacht gewesen. Telefon, Gasleitung, Erdölpipelines lagen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Flussbett und wurden durch das Hochwasser zerstört, die Straßen verliefen parallel dazu und standen bald unter Wasser. Durch die Zerstörung der Straßen und Telefonleitungen war auch der Kontakt zu den betroffenen Ortschaften unterbrochen.
Die staatliche Hilfe für die Opfer, die mit dem Hochwasser das Dach über dem Kopf verloren haben, bezeichnete er als so gering, dass sie ihren Namen nicht verdient habe.

Die Brücke von Pole Dochtar (Lurestan)
Dass Hochwasser Brücken wegreißen, ist für sich nichts ungewöhnliches. Aber es heißt, dass einige Brücken, die das Wasser mitgenommen hat, von den Pasdaran errichtet wurden und dass deren Bauunternehmen zwar fleißig die entsprechenden staatlichen Aufträge einkassiert hätten, dann aber minderwertige Arbeit abgeliefert hätten. Beurteilen können wir das nicht – wir sind keine Bau-Ingenieure.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=179493
vom 11. Farwardin 1398 (31. März 2019)
sanad-e eftexare sepah dar seyle golestan che bud?

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79139/
vom 7.4.2019
nemayandeye gonbade kawus dar baraye seyl: hame ma mottaham hastim

https://news.gooya.com/2019/04/post-24883.php
vom 4. April 2019
yeki az masdumane dargiriye sepah ba seyl-zadegane dashte azadegan jan baxt

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92533
vom 17. Farwardin 1398 (6. April 2019)
7 ruz az seyl migozarad wa mardome xorram-abad jayi baraye xab nadarand

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Iran: Guano made in Isfahan


Zur Safawidenzeit (16.-18. Jahrhundert) wurden in der Region Isfahan rund 3000 Taubentürme gebaut. 251 davon stehen noch in Chomeini-Schahr und im Gebiet Walaschan. Die Türme waren im Sommer kühl und boten im Winter Schutz vor der Kälte, weshalb sich dort Tauben ansiedelten. Ihr Kot war begehrter Dünger für die Landwirtschaft, da darin die Nährstoffe für den Boden und die Pflanzen in konzentrierter Form enthalten sind, ähnlich wie Guano, der allerdings nicht direkt der Kot von Vögeln ist, sondern aus der Reaktion von Kalkstein mit dem Kot entsteht.




https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=178504
vom 25. Esfand 1397 (16. März 2019)
°aks / borjhaye kabutarxane

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U-Bahn-Aktion für inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh

Das folgende Video zeigt eine Unterstützungsaktion für Nasrin Sotudeh, die vor Kurzem zu 38 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt worden ist.


Video

Man sieht, wie Frauenrechts-Aktivistinnen in einer U-Bahn das Wort ergreifen und den anwesenden Frauen über die ungerechte Verurteilung von Nasrin Sotudeh berichten. Dabei halten sie ein Foto der Menschenrechtsanwältin hoch. Sie fragen die Anwesenden, was Nasrin gemacht hat, dass sie eine so schwere Strafe erhalten musste. Sie habe sich nur für die Frauenrechte eingesetzt und keine Aktivitäten gegen den Staat unternommen. Die Aktivistinnen überreichen im Anschluss jeweils eine weiße Nelke als Geschenk. Die Aktivistinen gehen bei der Aktion ein hohes Risiko ein, ebenfalls festgenommen zu werden. Sie präsentieren sich zudem mutig ohne Kopftuch.

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Iran – Justizchef Ra‘issi: der falsche Ajatollah


Der sogenannte „Ajatollah“ Ra‘issi, in der Mitte mit schwarzem Turban (Zeitungsfoto der Ausgabe von imtiazdaily.ir am 12. März 2019)

Wie berichtet, wurde am 7. März 2019 Ebrahim Ra‘issi vom Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i zum neuen Oberhaupt der iranischen Justiz ernannt. Zeitgleich mit der Ernennung erscheinen in einigen iranischen Medien Artikel, in denen Ebrahim Ra‘issi als Ajatollah bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine gezielte Fälschung, da Ra‘issi lediglich den theologischen Rang eines Hodschat-ol-Eslam besitzt. Ihm fehlen die erforderlichen Studien und Publikationen sowie die formelle Anerkennung durch andere Ajatollahs. Aber so, wie mancher Politiker auf einmal einen Doktor besitzt, wenn er in höhere Ränge aufsteigt, läuft das im Iran mit dem Titel des Ajatollah. Der Religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i ist selbst ein Beispiel dafür. Als nach dem Tod von Ajatollah Chomeini ein Nachfolger in das Amt des Religiösen Führers gewählt werden sollte, entschied sich Ajatollah Rafsandschani für ihn, weil er annahm, dass der damalige Hodschat-ol-Eslam Chamene‘i ohne eigene Hausmacht gut manipulierbar sein würde. Allerdings besaß Rafsandschani noch das politische Feingefühl, Chamene‘i im Vorfeld formal zum Ajatollah erklären zu lassen. Chamene‘i ist da etwas plumper. Er setzt auf die Medien, nach dem Motto: Wenn ich eine Lüge tausendmal wiederhole, bleibt sie schon sitzen. Ajatollah Rafsandschani hat sich übrigens in der Person Chamene‘is verkalkuliert. Er starb am 8. Januar 2017 in Teheran, angeblich an den Folgen eines Herzinfarkts, wie die deutsche Wikipedia getreu der amtlichen iranischen Propaganda verkündet. Dabei pfeifen es im Iran die Spatzen von den Dächern: Als Rafsandschani wie jeden Tag in dem für ihn reservierten Schwimmbad seine Runden drehte, ging plötzlich das Licht aus und ein Tod durch Ertrinken war angesagt. Das ist inzwischen schon so bekannt, dass dieses Jahr bei öffentlichen Demonstrationen von Fundamentalisten im Iran den Gegnern damit gedroht wurde, sie beim Schwimmen zu ertränken.
Zahlreiche iranische Intellektuelle haben gegen die Ernennung Ra‘issis zum Justizoberhaupt protestiert und dies als Ohrfeige für die öffentliche Meinung bezeichnet. Damit haben sie zweifellos Recht. Aber seit wann haben sich die iranischen Machthaber um die öffentliche Meinung geschert? 1992, als sie in Berlin mehrere iranischen Kurden ermorden ließen? 1999, als sie den Sturm von Studentenwohnheimen anordneten und die Studenten aus dem Fenster werfen ließen? 2009, als sie die Millionenproteste gegen die Wahlfälschung ein Jahr lang niederknüppeln ließen?
Ajatollah Chamene‘i ist 1939 geboren, Ebrahim Ra‘issi 1960. Irgendwann schlägt die Stunde für Chamene‘i, und deshalb hat er in Ra‘issi die Wahl für jemanden getroffen, der weiter mit aller Gewalt dafür sorgen wird, das System zu erhalten. Das hat Ra‘issi in seiner ganzen Karriere bewiesen.
Es geht um die Macht. Nicht um Titel, nicht um Dankbarkeit, nicht um Demokratie und nicht um Gerechtigkeit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ali_Akbar_H%C4%81schemi_Rafsandsch%C4%81ni

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Iran: Underground im Kaufhaus


Video 1

Die Islamische Republik Iran hat etwas gegen Sängerinnen und gegen das öffentliche Tanzen von Frauen, gegen das gemeinsame Auftreten von Männern und Frauen (die nicht verheiratet sind) in der Öffentlichkeit, aber es gibt kein spezielles Gesetz, das Auftritte wie diesen in einem Einkaufszentrum in Teheran verbietet. Natürlich finden sich stets Begriffe wie „Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung“, um solche Aktionen zu bestrafen, aber diese Frauen haben die Aktion zur „Begrüßung des (bevorstehenden) iranischen Neujahrsfests“ geschickt so inszeniert, dass sie nicht direkt gegen die Scharia verstoßen und trotzdem genau das tun, was die Herrschenden nicht wollen. Eine gelungene subversive Aktion.

https://news.gooya.com/2019/03/post-24188.php
vom 11. März 2019
buye nouruz awardim baratun
zweiter Film: daf nawaziye zibaye doxtarane tehrani dar markaze xarid be pishwaze nouruz

Die Frau in dem folgenden Video tanzen ebenfalls in der Öffentlichkeit und sogar auf der Straße. Sie wollen ihre Freude angesichts des bevorstehenden Noruz-Festes ausdrücken, mit dem jedes Jahr im Iran der Frühling eingeleitet wird. Der Frühlingsanfang fällt dieses Jahr auf den 20. März.


Video 2

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Iran: Bauarbeiter fordern ausstehende 6 Monatslöhne

Die Bauarbeiter der Leiharbeitsfirma, die für das Staudammprojekt Sadde Bala Chanlu arbeiten, haben sich heute vor der Provinzverwaltung von Qaswin versammelt, um ihre ausstehenden Löhne für die letzten sechs Monate zu verlangen. Vor zweieinhalb Jahren noch hat der Provinzgouverneur Freydun Hamti dieses Projekt als zweitwichtigsten Staudamm der Provinz Qaswin bezeichnet. Er soll 80 Meter hoch werden und die Region mit Trinkwasser versorgen sowie der Bewässerung für landwirtschaftliche Flächen dienen. Damals waren 120 Arbeiter bei diesem Projekt beschäftigt. Wie man sieht, ist für die Machthabenden nicht einmal die Bezahlung der Arbeiter in diesem angeblich so wichtigen Projekt von Bedeutung. Da es sich um ein staatliches Projekt handelt, darf man annehmen, dass die Auftragsvergabe nicht nach den Regeln der freien Marktwirtschaft erfolgte und dass die staatlichen Gelder für dieses Projekt überall ankommen, nur nicht bei den Arbeitern…

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=178167
vom 20. Esfand 1397 (11. März 2019)
kargarane sherkate peymankari sadde bala xanlu moqabele ostandariye qazwin tajammo° kardand

http://boinemrooz.ir/boin-news/boinzahra-news/3323/
vom 26. Chordad 1395 (15. Juni 2016)
sadde bala xanlu az pruzhehaye awwaliyatdar dar safare ra‘ise jomhur be ostane qazwin

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Iran: Menschenrechtsanwältin zu 33 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt


Nasrin Sotude
Die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotude, die bereits eine Haftstrafe von 5 Jahren Gefängnis verbüßt, wurde von der 28. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran unter dem Vorsitz von Richter Maqisse zu weiteren 33 Jahren Gefängnis und zusätzlich 148 Peitschenhieben verurteilt. Das Urteil wurde Nasrin Sotude im Gefängnis verkündet. Die Verhandlung gegen die inhaftierte Rechtsanwältin hatte am 9. Dey 1397 (29. Dezember 2018) in Abwesenheit der Angeklagten vor dem Revolutionstribunal stattgefunden. Die Vorwürfe waren die folgenden: „Zusammenschließung und Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“, „Propagandistische Tätigkeit gegen das System“, „Einflussreiche Mitgliedschaft in den illegalen, gegen die Sicherheit gerichteten Gruppierungen „Verein der Menschenrechtsverteidiger – Legam“ (Legam setzt sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein) und „Nationaler Friedensrat“", „Aufwiegelung der Bevölkerung zur Korruption und moralischen Ausschweifung und Schaffung der Basis dafür“, „Auftreten ohne den von der Scharia vorgeschriebenen Schleier am Ort der Vernehmung“ (dazu gehört Mut!), „Verletzung der öffentlichen Ordnung und Ruhe“, „Verbreitung von Lügen zur Aufwiegelung der öffentlichen Meinung“.
Allein schon die Vorwürfe machen deutlich, dass es sich um einen politischen Prozess handelt.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92052
vom 20. Esfand 1397 (11. März 2019)
33 sale habse taze wa 148 zarbeye shalaq baraye nasrin sotude

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Weltfrauentag im Iran


In verschiedenen iranischen Städten wie Raschd, Sanandadsch und Teheran fanden zum Anlass des Weltfrauentags (8. März) Veranstaltungen statt, zum Teil schon am Vortag. Möglicherweise wurde der Vortag gewählt, weil der 8. März dieses Jahr auf einen Freitag fiel – im Iran entspricht das unserem Sonntag.
Eine interessante Aktion fand in der U-Bahn von Teheran statt. Dort stieg eine Gruppe von Frauen in die U-Bahn ein, einzelne sprachen über die Bedeutung des 8. März für die Rechte der Frau, einige Begleiterinnen klatschten dann Beifall, worauf auch andere Frauen in der U-Bahn Beifall klatschten, dann wurden an die anwesenden Frauen Blumen verteilt. Solche Aktionen sind im Iran riskant, sie können mit der Verhaftung enden.
Eher im traditionellen Rahmen bewegte sich eine Vortragsveranstaltung am 7. März in Teheran, an denen Vertreterinnen der Arbeiterbewegung, der Rentner, der Lehrer, der Schriftsteller, Dichter und anderer Künstler sowie Aktivistinnen für die Kinderrechte teilnahmen.
Folgende Frauen referierten über die angegebenen Themen:
Akram Nassiriyan – Frauen und soziale Medien
Nahid Schaqaqi – Die Wurzeln der Gewalt gegen Frauen
Negar Mas‘udi – Ehrenmorde
Asrin Darkale – Frauen als Hauptkraft der Proteste
Parwin Nachostin – Die Schwierigkeiten von Müttern, Ausweispapier für ihre Kinder zu erhalten (Anmerkung: Das betrifft oft iranische Frauen mit afghanischen Ehemännern)
Mariyam Mohammadi – 40 Jahre Frauenbewegung
Mahbube Farahsadi – Frauen in der Lehrer- und Rentnerbewegung
Der Vortragsabend wurde der inhaftierten Aktivistin Sepide Qalyan gewidmet, die wegen der Unterstützung der Arbeiterproteste von Haft-Tape im Gefängnis ist.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=91990
vom 16. Esfand 1397 (7. März 2019)
taqdime maraseme 8 mars emsal dar tehran be sepide qalyan

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