Archiv für September 2007

Hinrichtung von angeblichen Übeltätern im Iran





Seit einigen Monaten werden regelmäßig mitten in der Nacht, um 2 oder 3 Uhr morgens, Kleinkriminelle oder Personen, von denen nur behauptet wird, dass sie mit Drogen, Schmuggel oder Gewaltdelikten zu tun hätten, angegriffen, geschlagen und anschliessend festgenommen. In einem Schnellgericht werden sie abgeurteilt und in der Öffentlichkeit hingerichtet.

Anstatt gegen Wirtschaftskrise, Armut, Arbeitslosigkeit oder Inflation anzukämpfen, möchte die Islamische Republik mit diesen Methoden die iranische Gesellschaft islamisieren. Gleichzeitig werden zahllose Milliarden für Militär und die Finanzierung der Hisbollah in der ganzen Welt ausgegeben. Seit einigen Monaten werden regelmäßig mitten in der Nacht, um 2 oder 3 Uhr morgens, Kleinkriminelle oder Personen, von denen nur behauptet wird, dass sie mit Drogen, Schmuggel oder Gewaltdelikten zu tun hätten, angegriffen, geschlagen und anschliessend festgenommen. In einem Schnellgericht werden sie abgeurteilt und in der Öffentlichkeit hingerichtet.

Anstatt gegen Wirtschaftskrise, Armut, Arbeitslosigkeit oder Inflation anzukämpfen, möchte die Islamische Republik mit diesen Methoden die iranische Gesellschaft islamisieren. Gleichzeitig werden zahllose Milliarden für Militär und die Finanzierung der Hisbollah in der ganzen Welt ausgegeben.

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„Interviews“ im Iran


Eine übliche Art im Iran, die Bevölkerung zu Wort kommen zu lassen, sind staatliche Fernseh-Interviews, bei denen die Interviewten ihre Antworten von vorgehaltenen Blättern ablesen sollen. Das Bild zeigt so ein Interview.

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USA und Großbritannien an der iranisch-irakischen Grenze (Shalamche)

Laut Berichten der Zeitung Jomhuri-ye Eslami, die dem Religionsführer Chamene‘i nahe steht, haben 12 britische Panzer am letzten Freitag, den 14.09.2007, um 11:10 Uhr 20 Minuten lang in der Region Shalamche an der iranisch-irakischen Grenze ein Manöver abgehalten.
In der Nähe wurden zusätzlich US-Militärs mit Spürhunden für Waffen und Sprengstoff stationiert.

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Schlägerei im Flughafen Mehrabad Teheran (Iran)

Laut der Nachrichtenagentur Raja News gibt es seit einigen Tagen immer wieder verbale und körperliche Auseinandersetzungen zwischen Passagieren und Schalterpersonal an den Schaltern für den Verkauf von Tickets für Inlandflüge im Iran.

Die wartenden Passagiere, mussten immer wieder lange Schlangen in Kauf nehmen und gleichzeitig beobachten, wie einige Passagiere mit Beziehungen bevorzugt behandelt wurden und ohne anzustehen, direkt ihre Tickets ausgehändigt bekamen. Andere bevorzugte Passagiere konnten aufgrund von Empfehlungsschreiben hoher Persönlichkeiten aus der Regierung ein Flugzeug besteigen.

Eine weitere Gruppe von unzufriedenen Passagieren entstand dadurch, dass sie zwar Tickets erstehen jedoch keine Flugzeuge besteigen konnten. Die dritte Gruppe war verärgert über grosse Verspätungen bei einzelnen Flügen.

Zwischen diesen Gruppen und dem Schalterpersonal entwickelte sich ein Streit, der sowohl verbal als auch physisch ausgetragen wurde. Dabei kam es zu schweren Sachbeschädigungen an Scheiben und Gebäudeteilen des Flughafens. Beteiligt daran waren auch Kriegsveteranen, die 70% schwerbehindert sind und die es gewohnt sind, stets mit Respekt behandelt zu werden.

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Ein Fußballspiel im Iran kostete über 250 Busse

Nach der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA haben gestern abend 2 Fußballmannschaften gegeneinander gespielt: Perspolis und Rahahan. Das Spiel ging unentschieden aus. Mehr als 90.000 Zuschauer haben das Spiel in einem grossen Stadion ausserhalb von Teheran gesehen.

Nach Spielende haben die Zuschauer mindestens 250 Busse stark beschädigt (Scheiben eingeschmissen, Sitze zerrissen, Dächer beschädigt, etc.). Die Glassplitter und Einrichtungsgegenstände der Busse wurden über die Strassen verstreut und behinderten den Verkehr.

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Minenexplosion in Sardasht (Iranisch Kurdistan)

Laut Nachrichtenagentur Baztab ist am Samstag ein Militärfahrzeug der Revolutionswächter auf eine Mine gefahren. Von den Insassen wurde eine Person getötet, 13 weitere wurden verletzt. Nach Baztab wurde die Mine von der bewaffneten kurdischen Gruppe Pejak gelegt.

Diese Gruppe soll auch am Freitag eine Mine auf eine Strasse in der Nähe von Orumiyeh gelegt haben, jedoch wurde niemand verletzt.

Der Informationszentrale von Pejak zufolge, gerieten gestern, um 5 Uhr Morgens, in der Umgebung von Sardasht Revolutionswächter in einen Hinterhalt der Pejak. Bei der anschliessenden Schiesserei wurde angeblich ein Militärfahrzeug komplett vernichtet und es wurden 8 Revolutionswächter getötet sowie drei weitere verletzt. Die Übrigen konnten fliehen.

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Kampfabstimmung im Expertenrat

Der 83-köpfige Expertenrat (Madschles-e Chobregan) ist eins der wichtigsten Gremien der Islamischen Republik Iran, da er den religiösen Führer wählt und die großen politischen Leitlinien der Islamischen Republik festlegt. Aus diesem Grund herrschte schon seit Ayatollah Chomeini das Bestreben, die Entscheidungen in diesem Rat einstimmig zu fällen und sich von der Tagespolitik fernzuhalten. Diese „Idylle“ ist jetzt dahin. Seit dem Tod von Ayatollah Meshkini vor drei Monaten ist der Posten des Vorsitzenden des Expertenrats vakant. Normalerweise wäre Meshkinis Stellvertreter, Ayatollah Rafsanjani (Rafsandschani) nachgerückt, der Vorgänger von Präsident Khatami. Rafsanjani war offiziell mit über einer Million Stimmen in den Expertenrat gewählt worden. Aber aufgrund seiner politischen Vorgeschichte stemmten sich viele Geistliche gegen dessen Amtsübernahme, zumal Rafsanjani von Hause aus kein religiöser Rechtsgelehrter ist, sondern eben ein Politiker und Geschäftsmann, der sich die religiösen Würden eines Ayatollah erst nachträglich angeeignet hat. Deswegen wurden verschiedene Ayatollahs angefragt, ob sie bereit wären, das Amt des Vorsitzenden des Expertenrats zu übernehmen. Mancher winkte ab, Ayatollah Jannati (Dschannati) dagegen, zugleich auch der Vorsitzende des Wächterrats (Shoura-ye Negahban), hatte großes Interesse daran.
Am Dienstag, den 3. September 2007, kam es dann erstmals zu einer Kampfabstimmung im Expertenrat: Von 83 Mitgliedern stimmten 41 für Rafsanjani, 34 für Jannati, die übrigen waren abwesend, einer enthielt sich der Stimme. Somit ist Ayatollah Rafsanjani der neue Vorsitzende des Expertenrats. Damit wurde der Spaltpilz auch in eine zentrale Institution der Islamischen Republik getragen.

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Wichtige Änderung an der Spitze der Revolutionswächter im Iran



Bild: Mohammad Ali Jafari, neuer Oberkommandierender der Revolutionswächter, erhält am 3.8.2007 die Generalsabzeichen von Religionsführer Ali Chamenei

In den letzten Tagen kamen auch in verschiedenen Tageszeitungen erwähnte Gerüchte auf, nach denen führende Politiker in den USA Anstrengungen unternehmen, die Revolutionswächter in die Liste der Terrororganisationen aufzunehmen. Die jetzigen Änderungen auf der Führungsebene der Revolutionswächter erfolgen zur gleichen Zeit.

In der Gerüchteküche im Iran kursieren hierzu verschiedene Mutmaßungen.

1. General Rahim Safavi, der bisherige Oberkommandierende der Revolutionswächter, soll sich auf Empfehlung des religiösen Führers auf seine zukünftige Aufgabe als Staatspräsident vorbereiten, da Ahmadinejad keine Chance mehr eingeräumt wird. Das soll der Grund für den Rücktritt von Rahim Safavi sein.

2. Die Beziehung zwischen den Revolutionswächtern (namentlich ihren Führern) und dem Apparat der Exekutive war bisher sehr eng. Ahmadinejad und sein ‚Ziehvater‘ Ayatollah Mesbah-e Yazdi besetzten wichtige Posten in der Staatsverwaltung mit einflussreichen Personen aus der Führung der Revolutionswächter. Diese enge Verzahnung hat hat den religiösen Führer sowie andere Geistliche zunehmend in Sorge versetzt und sie dazu veranlasst, mit Mohammad Ali Jafari eine ihnen näher stehende Figur an die Spitze der Revolutionswächter zu setzen. Damit soll auch ein weiteres „Ausbluten“ der Pasdaranführung durch Abgänge auf lukrative Staatsposten verhindert werden.

3. Der neue Oberkommandierende Mohammad Ali Jafari verfügt über viel Erfahrung mit irregulärer Kriegsführung und hat zahlreiche theoretische Texte darüber publiziert, wie man unter Einsatz dieser Methode Feinde in anderen Ländern bekämpfen kann. Praktiziert hat er diese Methode bereits in Irak, Libanon, Palästina, Afghanistan. Ali Jafari wird aufgrund eben dieser Erfahrungen in dieser Schlüsselposition eingesetzt, zumal die iranische Führung mit militärischen Auseinandersetzungen mit den USA rechnet.

Ergänzend sei angemerkt, dass Ali Jafari bereits seine Fähigkeiten bei der Unterdrückung der unzufriedenen Bevölkerung im iranischen Aserbaidschan und Kurdistan bewiesen hat. Er gehörte einer speziellen Untersuchungskommission an, die erkundete, wie man die gesellschaftlichen Bewegungen am besten bekämpft – durch deren Unterwanderung, durch den Aufbau von Gegenbewegungen und durch den Einsatz militärischer und polizeilicher Mittel.

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70 Mio. Liter Benzin im Iran verschwunden

Gemäß der regierungsnahen Website Baztab sind im letzten Monat von den an alle Gouverneure verteilten Benzinrationen über 70 Mio Liter verschwunden. Keiner der Gouverneure ist in der Lage, etwas über den Verbleib dieser riesigen Menge zu sagen.

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