Archiv für Oktober 2007

Protest gegen teueres aber niederwertiges Mensaessen an der Gilan Universität (Nordiran)

Die Studenten der Gilan Universität haben im letzten Semester oft gegen die geringe Qualität und hohen Preise des Mensaessens protestiert. Es ändert sich jedoch nicht. Zu Beginn des neuen Semesters wurde diese Aktion organisiert.

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Granatapfelernte I (Iran)

Die Iraner nutzen jede Gelegenheit, um ihre Traditionen zu präsentieren. Zu diesen Gelegenheiten gehört auch das Fest zur Granatapfelernte, das in dem kleinen Dorf Anbou in der Nähe der Stadt Roudbar, 150 km nördlich von Teheran, gefeiert wird. Wir sehen hier, dass die Frauen bunte Kleidung tragen, die als unislamisch gilt.

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Damāvand-Spitze bei Nacht

Damāvand-Spitze im Iran

Die Damāvand-Spitze ist Gegenstand zahlreicher Gedichte und Märchen. Das Massiv ist gleichzeitig eine Metapher für Kraft und dient als Beispiel für Standhaftigkeit. Am Fuß des Berges befindet sich eine Stadt gleichen Namens. Im Sommer gehen viele Teheraner zur Erholung und zum Wandern in diese Stadt und ihre Umgebung, um der drückenden Hitze und der Luftverschmutzung der Hauptstadt zu entkommen.

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„Sterne im Ewin-Gefängnis“ (Teheran)

Offenes Mikrofon am Polytechnikum Teheran

Junge sozialistische Studenten

Demo auf dem Campus des Polytechnikums Teheran

Mitte letzter Woche fand am Polytechnikum von Teheran eine Versammlung statt, bei der jeder seine Meinung frei an einem offenen Mikrofon äußern konnte. Obwohl Studentinnen und Studenten von anderen Hochschulen in Teheran teilnehmen wollten, wurde dies nur den StudentInnen des Polytechnikums erlaubt.

Der Leiter des Polytechnikums hatte zwar alles unternommen, um diese freie Tribüne zu unterbinden, die Studentinnen und Studenten konnten sich jedoch durchsetzen.

Am ‚Offenen Mikrofon‘ konnten VertreterInnen vieler Studentengruppen ihre Meinung äußern, darunter auch zweier linker Gruppen, die zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder an die Öffentlichkeit traten: die Sozialistischen Studenten des Polytechnikums und die Linken Studenten der Universität Teheran. Am Mikrofon wurde insbesondere auch die Forderung nach Freilassung der inhaftierten StudentInnen laut. Ehemalige politische Gefangene, sprich StudentInnen, die erst seit wenigen Wochen wieder frei waren, berichteten von ihren Erfahrungen mit den Verhörbeamten und der Folter. Sie waren 2006 verhaftet worden, nachdem Präsident Ahmadinejad das Polytechnikum besucht hatte und die StudentInnen als Reaktion auf seine Unfähigkeit, kritische Fragen zu beantworten, Poster mit seinem Foto zerrissen. Noch immer sind deshalb fünf Studenten im Gefängnis, die teilweise zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Seitdem ‚genießt‘ das Polytechnikum die besondere Aufmerksamkeit der Geheimdienste.

Ein Vertreter der Sicherheitsorgane (Komite-ye Enzebat) mit dem Namen Faharan verhörte in den vergangenen Tagen alle Bewohnerinnen des Studentinnenwohnheims und stellte ihnen Fragen nach ihren Freunden und Bekannten, um wieviel Uhr diese das Wohnheim betreten oder verlassen haben, etc. In der Folge erhielten acht Studentinnen schriftliche Vorladungen des Komite-ye Enzebat. Ihnen drohen sowohl disziplinarische Strafen (zeitweiliger oder vollständiger Ausschluss vom Studium) als auch strafrechtliche Verfolgung (Überstellung ans Gericht).

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Selbstmord im Untersuchungsgefängnis

Gestern nachmittag, den 14. Oktober, beging Zahra E. A., eine 27-jährige Studentin der medizinischen Fakultät in Hamedan (ca. 300 km südlich von Teheran), im Untersuchungsgefängnis Selbstmord, indem sie sich aufhängte.

Zahra war am Freitag, den 12. Oktober, mit einem jungen Mann in einem Park spazieren gegangen. Sie wurde von der Sittenpolizei festgenommen, weil es nach der Scharia strafbar ist, wenn eine Frau mit einem fremden Mann angetroffen wird.

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Zwei politische Hinrichtungen im Iran

Der Verein zu Verteidigung von Politischen Gefangenen und Menschenrechten berichtet über die Hinrichtung zweier Kurden namens Kyumars Mohamadi und Nader Mohamadi aus der Stadt Sanandaj. Ihnen waren „bewaffnete Handlungen gegen Sicherheitskräfte und Geheimdienste “ zur Last gelegt worden.

Ihre Eltern sagten, dass keiner von ihnen vor dem Islamischen Revolutionsgericht einen Anwalt hatte. Und obwohl beide über einen langen Zeitraum stark gefoltert worden seien, hätten sie die Beschuldigungen zurückgewiesen.

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Vier kurze Videos von Ahmadinejads Besuch an der Universität Teheran

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

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Zwei politische Hinrichtungen im Iran

Der Verein zu Verteidigung von Politischen Gefangenen und Menschenrechten berichtet über die Hinrichtung zweier Kurden namens Kyumars Mohamadi und Nader Mohamadi aus der Stadt Sanandaj. Ihnen waren „bewaffnete Handlungen gegen Sicherheitskräfte und Geheimdienste “ zur Last gelegt worden.

Ihre Eltern sagten, dass keiner von ihnen vor dem Islamischen Revolutionsgericht einen Anwalt hatte. Und obwohl beide über einen langen Zeitraum stark gefoltert worden seien, hätten sie die Beschuldigungen zurückgewiesen.

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Ahmadinejad in der Universität Teheran

Von der Regierung organisierte Studenten der Hisbollah bzw. Basiji (Milizen).

Demonstrierende Studenten

Sicherheitskräfte

Ahmadinejad sollte bereits in der letzten Septemberwoche die traditionelle Eröffnungsrede zum Semesterbeginn an der Universität Teheran halten. Als sich Studenten mit einem offenen Brief ankündigten, um ihm 10 kritische Fragen zu stellen, wurde der Termin abgesagt. In einem zweiten offenen Brief schrieben die Studenten daraufhin, dass sie wüssten, warum der Termin abgesagt wurde: weil der Staatspräsident seine Rede in einem kleinen Saal, ausschließlich vor seinen Anhängern halten wolle: eingeladenen Studenten und Professoren.

Wie vorausgesehen, kam es dann auch. Der Vortrag fand am 8. Oktober in einem kleinen Saal statt. Als Zuhörer waren nur eingeladene Personen zugelassen.

Rings um die Universität waren zahlreiche Sicherheitskräfte stationiert. Sie kontrollierten die Studenten, die von mehreren Universitäten herbeikamen, bereits an den Eingängen und liessen nur Studenten der Universität Teheran auf den Campus. Allerdings kamen zahlreiche Studenten der Imam-Sadegh-Universität und der Revolutionswächter-Universität auf das Universitätsgelände und in das Gebäude, in dem der Vortrag gehalten wurde.

Die protestierenden Studenten versammelten sich anfangs vor der literaturwissenschaftlichen Fakultät. Es wurden Reden über die gefangenen StudentInnen gehalten und deren Freilassung gefordert. Anschließend zogen die Studenten geschlossen zum Vortragssaal von Ahmadinejad. Hier stiessen sie auf Hisbollah und Basiji sowie islamistische Studenten, die Parolen gegen die USA und Israel riefen. Es kam zu einer Schlägerei.

Daraufhin bewegten sich die Studenten zum Rand des Universitätsgeländes, um Kontakt zu solidarischen Studenten und interessierten Passanten ausserhalb aufzunehmen. Die Sicherheitskräfte verhinderten dies, indem sie die Menge ausserhalb verjagten.

Als die Nachricht durchsickerte, dass Ahmadinejad zum Haupttor hinausfahren wolle, strömten alle dorthin. Doch Ahmadinejad konnte durch einen Nebenausgang verschwinden.

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Nomaden im Iran – einige Bilder

Weder unter der Schah-Regierung noch unter der Islamischen Republik Iran gab und gibt es Schulen oder Finanzhilfen für Nomaden. Direkt neben der Zivilisation leben Nomaden wie vor tausenden von Jahren.

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Ein nackter Mann im iranischen Innenministerium

Ein Iraner aus Somesara (Nordiran), dessen Frau erkrankt war, musste seine Frau mit dem Auto ins Krankenhaus nach Teheran fahren. Als er zurückfahren wollte, bermerkte er, dass er nicht mehr genug Benzin hatte. Er ging zum Innenministerium, konnte aber dort sein Problem nicht lösen. Daraufhin wollte er zum Innenminister persönlich, um ihm sein Problem darzustellen. Dies wurde ihm jedoch nicht erlaubt. Laut schreiend riss er sich seine Kleider vor dem Gebäude vom Leib. Er wurde schnell von der Polizei festgenommen.

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Freie Universitäten im Iran

Kurz nach der Revolution haben Rafsanjani, der heutige Leiter des Expertenrats, und seine Freunde freie Universitäten im ganzen Iran gegründet. Es handelt sich um Privatuniversitäten und es werden Studiengebühren erhoben. Jedes Jahr bekommen ca. 3 Mio. Jungen und Mädchen ihr Abitur. Für ein Studium an der Universität muss eine Aufnahmeprüfung bestanden werden. Die staatlichen Universitäten können ca. 200.000 Studenten aufnehmen. Die Übrigen können auf die freien Universitäten gehen, vorausgesetzt sie haben genug Geld.

Sowohl bei armen als auch bei reichen Eltern besteht ein hohes Interesse, dass ihre Kinder irgendwie beschäftigt werden. Weil keine Arbeitsplätze vorhanden sind, schicken sie ihre Kinder auf die freien Universitäten. Arbeiter oder Bauern versuchen sogar doppelte Schichten zu arbeiten um ihre Kinder zu finanzieren. Nach dem Studium können die Absolventen der freien Unis keinen richtigen Job finden, weil selbst die Regierung den Abschluss für wertlos hält.

In diesen Universitäten sind normalerweise sehr wenige Fachleute im Lehrbetrieb tätig, es existieren kaum Labors oder sonstige fortgeschrittene Ausstattungen. Trotzdem kann man überall im Iran, in grossen und kleinen Städten solche „Universitäten“ finden. Manchmal wird ein Haus mit ein paar Zimmern bereits „Universität“ genannt.

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Minenfelder an der iranisch-irakischen Grenze

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Datteln im Südiran – einige Bilder

Der iranische Dattelexport stand vor der Islamischen Revolution entweder an erster oder zweiter Stelle im Nahen Osten. Danach ging der Export stark zurück.

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Zuckerarbeiter im Haft Tapeh (Südiran – Shush)


Seit zwei Jahren haben Zuckerarbeiter im Iran ohne Erfolg gekämpft. Die Versprechungen der islamischen Regierung waren nur Schall und Rauch.

Seit drei Tagen streiken nun die Zuckerarbeiter im Staat Shush vor dem Gouverneursgebäude . Am heutigen Montag waren 2500 Arbeiter vor Ort.

Laut einem Interview von Radio Farda mit dem freien Journalisten Abedini hat heute am dritten Tag des Streiks die Regierung ihre Sondereinheiten aus verschiedenen umliegenden Staaten nach Shush geschickt. Die Sicherheitskräfte waren ebenfalls beteiligt, sie haben u.a. fotografiert und gefilmt. Die Parolen der streikenden Arbeiter beschränkten sich laut Journalist auf Forderungen des ausstehenden Lohnes.

Radio Farda sprach zudem mit einem der Streikenden, der meinte, dass seit drei Tagen ihre Vertreter telefonisch bedroht worden seien und sich deswegen heute versteckt halten müssten. In den letzten Tagen hätten die Sicherheitskräfte und Sondereinheiten die Versammlung auflösen wollen, ohne dass sie dies auch durchsetzen konnten. Es würde gesagt, dass morgen weitere Sicherheitskräfte und Polizei herbeigeschafft werden und auch der Gouverneur habe den Arbeitern gedroht, dass wenn sie morgen weitermachten sie antiislamisch seien und die islamische Gesellschaft in Unruhe versetzen wollten, weswegen sie festgenommen würden. Der Arbeiter hat gefragt, ob die Arbeiter denn Sklaven seien, dass sie ohne Lohn arbeiten müssten? Er verlangt von allen internationalen Menschenrechtsorganisationen und Arbeitervereinigungen eine Unterstützung.

Ein anderer Arbeiter sagte in einem Interview mit Radio Barabari: „Unser Problem sollte von jemandem wie Ahmadinejad gelöst werden aber er ist ist oft auf Reisen in der ganzen Welt, er hat anderen Länder geholfen, aber uns vergessen. Er hilft Bolivien und Venezuela, in Afghanistan, Palästina und Pakistan baut er Häuser aber die Arbeiter im Iran leben sehr schlecht. Wir schämen uns vor unseren Kindern und Familien. Heute konnte ich meinen Kindern kein Frühstück geben. Wir haben nichts zu verlieren. Egal was passiert, wir müssen unser Recht bekommen.“ Er sagte weiter: „Der Sohn eines Ayatollahs hat Zucker aus dem Ausland importiert und in solchen Mengen gelagert, dass es für den ganzen Iran fünf Jahre lang ausreichen würde. Dieser Zucker wird für 300 Tuman pro Kilo verkauft. Die inländische Konkurrenz muss ihren Zucker für 600 Tuman pro Kilo verkaufen. Wer hat da noch Interesse unseren Zucker zu kaufen?“ Der Arbeiter behauptet weiter, dass die Sondereinheiten sich nicht aus iranischen Polizisten rekrutieren, sondern arabisch sprechen, mit libanesischem oder palästinensischem Dialekt.

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