Freie Universitäten im Iran

Kurz nach der Revolution haben Rafsanjani, der heutige Leiter des Expertenrats, und seine Freunde freie Universitäten im ganzen Iran gegründet. Es handelt sich um Privatuniversitäten und es werden Studiengebühren erhoben. Jedes Jahr bekommen ca. 3 Mio. Jungen und Mädchen ihr Abitur. Für ein Studium an der Universität muss eine Aufnahmeprüfung bestanden werden. Die staatlichen Universitäten können ca. 200.000 Studenten aufnehmen. Die Übrigen können auf die freien Universitäten gehen, vorausgesetzt sie haben genug Geld.

Sowohl bei armen als auch bei reichen Eltern besteht ein hohes Interesse, dass ihre Kinder irgendwie beschäftigt werden. Weil keine Arbeitsplätze vorhanden sind, schicken sie ihre Kinder auf die freien Universitäten. Arbeiter oder Bauern versuchen sogar doppelte Schichten zu arbeiten um ihre Kinder zu finanzieren. Nach dem Studium können die Absolventen der freien Unis keinen richtigen Job finden, weil selbst die Regierung den Abschluss für wertlos hält.

In diesen Universitäten sind normalerweise sehr wenige Fachleute im Lehrbetrieb tätig, es existieren kaum Labors oder sonstige fortgeschrittene Ausstattungen. Trotzdem kann man überall im Iran, in grossen und kleinen Städten solche „Universitäten“ finden. Manchmal wird ein Haus mit ein paar Zimmern bereits „Universität“ genannt.

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