Zuckerarbeiter im Haft Tapeh (Südiran – Shush)


Seit zwei Jahren haben Zuckerarbeiter im Iran ohne Erfolg gekämpft. Die Versprechungen der islamischen Regierung waren nur Schall und Rauch.

Seit drei Tagen streiken nun die Zuckerarbeiter im Staat Shush vor dem Gouverneursgebäude . Am heutigen Montag waren 2500 Arbeiter vor Ort.

Laut einem Interview von Radio Farda mit dem freien Journalisten Abedini hat heute am dritten Tag des Streiks die Regierung ihre Sondereinheiten aus verschiedenen umliegenden Staaten nach Shush geschickt. Die Sicherheitskräfte waren ebenfalls beteiligt, sie haben u.a. fotografiert und gefilmt. Die Parolen der streikenden Arbeiter beschränkten sich laut Journalist auf Forderungen des ausstehenden Lohnes.

Radio Farda sprach zudem mit einem der Streikenden, der meinte, dass seit drei Tagen ihre Vertreter telefonisch bedroht worden seien und sich deswegen heute versteckt halten müssten. In den letzten Tagen hätten die Sicherheitskräfte und Sondereinheiten die Versammlung auflösen wollen, ohne dass sie dies auch durchsetzen konnten. Es würde gesagt, dass morgen weitere Sicherheitskräfte und Polizei herbeigeschafft werden und auch der Gouverneur habe den Arbeitern gedroht, dass wenn sie morgen weitermachten sie antiislamisch seien und die islamische Gesellschaft in Unruhe versetzen wollten, weswegen sie festgenommen würden. Der Arbeiter hat gefragt, ob die Arbeiter denn Sklaven seien, dass sie ohne Lohn arbeiten müssten? Er verlangt von allen internationalen Menschenrechtsorganisationen und Arbeitervereinigungen eine Unterstützung.

Ein anderer Arbeiter sagte in einem Interview mit Radio Barabari: „Unser Problem sollte von jemandem wie Ahmadinejad gelöst werden aber er ist ist oft auf Reisen in der ganzen Welt, er hat anderen Länder geholfen, aber uns vergessen. Er hilft Bolivien und Venezuela, in Afghanistan, Palästina und Pakistan baut er Häuser aber die Arbeiter im Iran leben sehr schlecht. Wir schämen uns vor unseren Kindern und Familien. Heute konnte ich meinen Kindern kein Frühstück geben. Wir haben nichts zu verlieren. Egal was passiert, wir müssen unser Recht bekommen.“ Er sagte weiter: „Der Sohn eines Ayatollahs hat Zucker aus dem Ausland importiert und in solchen Mengen gelagert, dass es für den ganzen Iran fünf Jahre lang ausreichen würde. Dieser Zucker wird für 300 Tuman pro Kilo verkauft. Die inländische Konkurrenz muss ihren Zucker für 600 Tuman pro Kilo verkaufen. Wer hat da noch Interesse unseren Zucker zu kaufen?“ Der Arbeiter behauptet weiter, dass die Sondereinheiten sich nicht aus iranischen Polizisten rekrutieren, sondern arabisch sprechen, mit libanesischem oder palästinensischem Dialekt.

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