Archiv für November 2007

Studenten im Iran: Hungerstreik und Proteste

Laut einer Meldung des Webloggs „Awaje Daneschgah“ war am 26. November die Universität für Naturwissenschaft und Technik von Babol Schauplatz von Studentenprotesten. Die Studenten beschwerten sich über die schlechte Qualität des Kantinenessens.
An der Universität von Gilan halten die Studenten seit Samstag (24. November) einen Hungerstreik ab, obwohl die Sicherheitskräfte überall Kameras installiert haben und damit drohen, die Teilnehmer an diesem Hungerstreik an die „Sittenpolizei“ zu übergeben. Dort erwarte sie eine „strenge Strafe“.

Kommentar:
Das Besondere hieran ist gewiss nicht, dass den Studenten das Essen nicht schmeckt, sondern die Tatsache, dass die iranische Regierung schon vor einigen Monaten den Universitäten grünes Licht gegeben hat, protestierende Studenten ohne große Umstände vom Studium auszuschließen und sie den Sicherheitsorganen zu übergeben. Derzeit sind zahlreiche Studentinnen und Studenten im Gefängnis. Vor diesem Hintergrund zeigen solche Proteste, dass es der Regierung bislang nicht gelungen ist, den Menschen den Mund zu stopfen. Sie trauen sich weiterhin, ihre Rechte zu verteidigen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Wohin fliessen die 60 Milliarden Dollar Öleinnahmen pro Jahr im Iran?

In diesen Dörfern gibt es keine richtigen Häuser, Bäder, Toiletten, keine richtigen Straßen und weder Schulen noch Krankenstationen. Es gibt keine Elektrizitätsversorgung. Wasser muss in Kanistern herbeitransportiert werden. Sowohl Erwachsene als auch die Kinder müssen hart arbeiten. Sie haben ungenügende Kleidung und besitzen nur das Nötigste.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Seemanöver der Bassidschi

Heute, am 26.11.2007, haben die Milizen der Bassidschi ein Seemanöver in Bandar-Abbas, einer weiteren Hafenstadt am persischen Golf, durchgeführt. Die Teilnehmer dieses Manövers präsentierten sich als Märtyrer, die sich für den Islam opfern wollen.

Der Leiter der Bassidschi behauptet, wenn die USA den Iran angriffen, würden diese Milizen sich mit ihren Booten wie Kamikaze-Piloten auf ihre Feinde stürzen und sich und ihre Boote zusammen mit den feindlichen Schiffe in die Luft sprengen. Auf diese Art solle die US-Flotte vernichtet werden.

Diese Bilder wurden auf verschiedenen iranischen Websites mit spöttischen Kommentaren bedacht und belächelt.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Absturz einer Phantom F-4 am Persischen Golf


Heute, um 12.45 Uhr, ist eine Phantom F-4, ein Militärflugzeug amerikanischer Bauart, von der Art, wie sie noch unter dem Schah gekauft wurden, bei einem Luftmanöver über dem Persischen Golf in der Nähe der iranischen Hafenstadt Kenarak abgestürzt.

In den 1960er und 1970er Jahren hatte der damals mit den USA verbündete Iran 225 Flugzeuge vom Typ F4 gekauft. Dieses Flugzeug kam u.a. beim iranisch-irakischen Krieg zum Einsatz. Heute existieren noch etwa 47 Maschinen dieses Typs im Iran, da immer mehr von ihnen durch Verschleiß ausgefallen sind bzw. keine Ersatzteile mehr besorgt werden konnten.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Ein Interview mit Ali Schirasi

Wie beurteilen Sie die derzeitige innenpolitische Lage im Iran, auch im Hinblick auf die Parlamentswahlen im März? Wie mächtig sind die konservativen Kräfte, wie mächtig sind die Reformer?

Es überrascht mich immer wieder, dass in westlichen Ländern die Vorstellung anzutreffen ist, das Parlament oder die Justiz habe im Iran eine politische Bedeutung. Die Macht liegt im Iran in den Händen der Geistlichkeit, die über verschiedene Institutionen – Pasdaran, Geheimdienste, Wächterrat, Expertenrat, Religiöser Führer, Revolutionstribunale, Stiftungen wie Bonyad-e Mostazafin (Bonjade Mostasafin) und Astan-e Qods-e Razavi (Astane Qodse Rasawi) etc. – die wirtschaftliche und politische Macht im Lande ausüben. Die Erfahrung der vergangenen 28 Jahre, in denen Iran als „Islamische Republik“ firmierte, zeigt, dass die Zusammensetzung des Parlaments – egal ob „Reformer“, „Technokraten“ oder „Radikale“ – keinen nennenswerten Einfluss auf die politische Entwicklung hatte, während es wirtschaftlich ständig bergab ging, selbst jetzt, in einer Zeit stark gestiegener Erdölpreise. Trotz dieser Vorbehalte will ich versuchen, die eingangs zitierte Frage zu beantworten.

Gegenwärtig ist das Parlament in der Hand der „Fundamentalisten“ (Ossulgerajan). Dieser Begriff soll aber nicht den Eindruck erwecken, als handle es sich um eine einheitliche Gruppe mit einheitlichen Interessen. Die bedingungslosen Anhänger von Ahmadineschad sind schon längst in der Minderzahl, während seine Kritiker versuchen, die Unzufriedenen unter seinen ehemaligen Unterstützern zu sammeln, um so bei der nächsten Wahl die Mehrheit zu erringen.

Die Kritiker halten sich nach wie vor bedeckt, aber ihr Ziel scheint es, Larischani zum künftigen Parlamentspräsidenten zu machen. Solange Ajatollah Chamenei jedoch noch seine Hand schützend über Ahmadineschad hält, traut sich diese Gruppe nicht, im Parlament offen gegen seine Politik zu stimmen.

Was die „Reformisten“ und „Pragmatiker“ angeht, die im Parlament kaum vertreten sind, versuchen sie derzeit, eine Koalition zu schmieden. Die wichtigsten Gruppen sind die Hesb-e Moscharekat, die Modschahedin-e Enqelab-e Eslami, die Hesb-e Etemad-e Melli und Rafsandschanis Anhänger. Diese Gruppen versuchen, sich die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zunutze zu machen und sich in den Augen der demonstrierenden Studenten, der streikenden Lehrer und Arbeiter als glaubwürdige Kritiker der Regierung darzustellen.

Es gibt also durchaus einen Kampf um die Sitze im Parlament, aber nicht, weil Reformisten eine andere Politik betreiben möchten als die Fundamentalisten, sondern weil sie auch Zugang zu den Futtertrögen, zu den Öldollars suchen. Das Parlament hat keine Funktion im Sinne der Gewaltentrennung, wohl aber als Ort, an dem Privilegien verteilt werden, nicht nur für die Parlamentarier selbst, sondern auch für ihre Familien und Freunde.

Weder die „Reformisten“ noch die „Fundamentalisten“ wollen Religion und Politik trennen und die Verfassung in diesem Punkt ändern. Beide sind am Fortbestand der Islamischen Republik interessiert. Eine demokratische Gesellschaft schwebt ihnen nicht vor, auch wenn sie dies mitunter vortäuschen, um Wählerstimmen zu gewinnen.

Ahmadineschad schaut natürlich nicht untätig zu, dass ihn andere von den Futtertrögen verdrängen. So hat er mit Unterstützung des Religiösen Führers im ganzen Land die Bassidschis den Pasdaran untergeordnet und dafür gesorgt, dass sie landesweit alle Institutionen unterwandern und beherrschen, die in irgendeiner Form mit der Abhaltung der Wahlen zu tun haben.


Was erwarten Sie von den Wahlen im März, glauben Sie an eine freie Wahl? Wie wird sich der Wächterrat verhalten, glauben Sie, er wird viele Parteien ausschließen?

Angesichts der landesweit getroffenen Vorbereitungen auf lokaler Ebene, Bassidschis und Pasdaran in allen Institutionen einzusetzen, die an der Durchführung der Wahlen beteiligt sind, kann von einer freien Stimmabgabe keine Rede sein, genauso wenig von einer unabhängigen Auszählung der Stimmen.

Man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass die Pasdaran (Revolutionswächter) der bewaffnete Arm der Geistlichkeit sind und schon ihre Anwesenheit einschüchternd auf die Wähler wirkt. Denn vor Ort – im Dorf oder im Stadtteil – kennt man die Gesichter und weiß, zu was diese Uniformierten fähig sind.

Und soweit Wahl etwas mit Auswahl zu tun hat, sind auch einige Worte zum Wächterrat zu sagen:

Der Wächterrat besteht aus zwölf Personen, von denen sechs direkt durch Ajatollah Chamenei, den Religiösen Führer, ernannt werden, weitere sechs Personen werden vom Parlament vorgeschlagen, und wenn Ajatollah Chamenei den Vorschlag akzeptiert, werden sie ebenfalls Mitglied des Wächterrats. Damit ist dafür gesorgt, dass das Gremium im Sinne des Religiösen Führers entscheidet. Bei den letzten Wahlen hat es die meisten Kandidaten im Vorfeld als „unislamisch“ ausgeschlossen, auch bei früheren Wahlen war dies der Fall. So sorgt der Wächterrat dafür, dass überhaupt nur Bewerber ins Rennen kommen, die das derzeitige System unterstützen.

Wegen der Fälschungsvorwürfe bei den letzten Wahlen hatte der Wächterrat damals verlautbaren lassen, man werde ein fälschungssicheres elektronisches Abstimmungssystem einführen. Jetzt aber lehnte der Wächterrat es ab, ein solches System für die nächsten Wahlen einzuführen, angeblich, weil dazu das Geld und die Spezialisten fehlten. Er hatte wohl Befürchtungen, das Ergebnis nicht nach seinen Wünschen steuern zu können.


Wie sehen Sie die Situation von Mahmud Ahmadinedschad? Hat er noch die volle Unterstützung von Ajatollah Chamenei?

Ahmadineschad genießt nach wie vor die Unterstützung Ajatollah Chamenei. Dies zeigt auch jetzt in der Vorbereitungsphase mit der Integration der Bassidschis in den Apparat der Revolutionswächter (Pasdaran). Auch wichtige Geistliche im Hintergrund wie Ajatollah Mesbahe Jasdi stehen weiterhin voll hinter Ahmadineschad. Ajatollah Chamenei ist der Auffassung, dass die Islamische Republik in der Innen- wie in der Außenpolitik offensiv vorgehen muss, wenn sie sich erst einmal in die Position der Selbstverteidigung drängen lässt, steht ihre Niederlage bevor. Ahmadineschad ist der Ausführungsgehilfe dieser Politik.

Dass Ahmadineschad bis heute das Vertrauen des Religiösen Führers genießt, sieht man daran, dass Ajatollah Chamenei bei der Besetzung des Chefs der Pasdaran eine Person gewählt hat, die von Ahmadineschad vorgeschlagen wurde, nämlich General Dschafari. Auch die Absetzung von Laridschani als Unterhändler in Fragen der Atomaufrüstung durch Ahmadineschads Freund Dschalili ist ein Zeichen des Vertrauens, dass der Präsident nach wie vor beim Religiösen Führer genießt.

Die Repressionen, das heißt die Hinrichtungen und das Durchgreifen der Revolutionswächter, haben in den vergangenen Monaten zugenommen, wie bewerten Sie das?

Die Zunahme der Repression hat zwei Gründe. Zum einen ist es eine Reaktion auf die verschlechterte Wirtschaftslage im Land, die zu immer mehr Protesten führt, zum andern eine Antwort auf den verstärkten internationalen Druck auf die Regierung.

Die Erfahrung der Revolution von 1979, als Millionen Menschen auf die Straße gingen und das Schah-Regime stürzten, veranlasst die jetzigen Machthaber, die Menschen zu unterdrücken, bevor ihre Zahl in die Hunderttausende geht.

Die Befürchtung, der Druck von außen könne eine „samtene Revolution“ im Iran auslösen, verstärkt die Unsicherheit der Machthaber. Aus diesem Grund werden die Daumenschrauben wieder fest angezogen, jetzt werden die Bürgerinnen und Bürger wieder massiv wegen ihrer Kleidung, ihrer Frisur oder auch nur wegen gemeinsamer Spaziergänge aufgehalten, verhört, gefoltert und ermordet.

Sehen Sie die Möglichkeit eines Aufstands der demokratischen Bewegung im Iran?

Eins ist sicher: Sollte es zu einem militärischen Angriff auf den Iran kommen, wird das das Ende jeder demokratischen Bewegung im Iran bedeuten. Es gibt durchaus Ansätze organisierten Widerstands gegen das Regime, der sich in verschiedenen Formen äußert, aber wenn dieser Wachsen soll, sind zwei Voraussetzungen wichtig. Der internationale Druck auf die iranische Regierung muss anhalten, die Protestierenden müssen spüren, dass sie auf die Unterstützung der Weltöffentlichkeit rechnen können. Wenn Arbeiter streiken, verhaftet, verurteilt und von den Medien vergessen werden, ist das ein Signal, dass man sich auf die Unterstützung der Demokratien nicht verlassen kann. Wenn aber auch nach den Verhaftungen die Proteste anhalten, so dass die Regierung sich genötigt sieht, Hinrichtungen zu verschieben, wenn die Angehörigen von Inhaftierten sich trauen, ausländischen Medien Interviews zu geben und die Regierung merkt, dass weltweit bekannt wird, was sich hinter den Gefängnismauern abspielt, dann gibt das Mut. Und das kann der Anfang sein…

Sehen Sie die Möglichkeit, dass das Regime in absehbarer Zeit seine harte Linie, sowohl innen- wie außenpolitisch, verlassen wird?

Die Erfahrung zeigt, dass die iranische Geistlichkeit gegenüber dem Ausland nachgibt, wenn sie keine andere Möglichkeit sieht. Das tat auch Ajatollah Chomeini noch zu seinen Lebzeiten, als er merkte, dass er gegen Saddam Hussein nicht siegen könne und den Waffenstillstand akzeptieren musste. Aber nie und nimmer wird die Regierung gegenüber der eigenen Bevölkerung nachgeben, weil sie weiß, dass das das Ende ihrer Herrschaft ist. Die jetzigen Machthaber sind letztlich bereit, auch die Atomanreicherung fallen zu lassen, wenn ihnen der Westen dafür zusichert, sich nicht einzumischen, wenn sie ihr Volk weiter unterdrücken.

Die außenpolitische Verhandlungsposition der iranischen Regierung wird dadurch gestärkt, dass sie im Erdölexport nicht mehr auf den Markt angewiesen, den Europa, USA und Japan darstellen. Mit dem Eintritt der Volksrepublik China in die Weltwirtschaft und dem Versuch Putins, die Rolle Russlands im Nahen Osten wieder aufzuwerten, gibt es Exportalternativen, die die Regierung weniger empfindlich gegen Druckversuche machen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Der Charakter der Regierung Irans

  1. Die Regierung ist eine islamische Regierung
  2. Die Regierung ist eine diktatorische Regierung
  3. Die Regierung ist eine reiche Regierung
  4. Die Regierung ist eine multipolare Regierung
    • Jeder Machtpol hat einen eigenen bewaffneten Arm.
    • Jeder Machtpol verfügt über eigene politische Organe.
    • Jeder Machtpol besitzt eigene Medienkanäle.
  5. Jedes Machtzentrum versucht, im Parlament, in der Regierung, in der Justiz und in allen Bereichen des öffentlichen Lebens im Iran vertreten zu sein.
  6. Die Machtzentren stehen miteinander im Streit, in der Innenpolitik wie in der Außenpolitik. Das geht so weit, dass sie sich gegenseitig verhaften, foltern und sogar umbringen.
  7. Sowohl die so genannten Reformisten wie die Ultrakonservativen sind sich einig, wenn es um die Unterdrückung der Opposition und der Bevölkerung geht.

Ali-Schirasi

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: 20.000 Arbeiter protestieren

Nach Angaben verschiedener Nachrichtenseiten haben sich heute, den 20. November 2007, im ganzen Iran über 20.000 Arbeiterinnen und Arbeiter versammelt, um gegen die Verschleppung der Auszahlung ihrer Löhnung und gegen die Änderung des Arbeitsgesetzes zu protestieren. So soll die Neufassung von Artikel 41 ermöglichen, den Mindestlohn der Arbeiter von der Gewinnlage des Unternehmens abhängig zu machen. Prämien und die iranische Entsprechung des Weihnachtsgeld (Ejdi, wird zum iranischen Neujahr ausbezahlt) sollen gekürzt werden und die Altersgrenze für die Entsendung von Arbeitern zu Ausbildungskursen soll beseitigt werden. Da während eines Ausbildungskurses nur ein kümmerliches Entgelt bezahlt wird, bedeutet das, dass Firmen auf diesem Weg altgediente Arbeiterinnen und Arbeiter loswerden können, indem sie diese zu einer „Ausbildung“ schicken, wo sie so wenig Geld erhalten, dass sie und ihre Familie nicht überleben können. Mit anderen Worten, es handelt sich um eine versteckte Entlassung.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Ahmadineschad kommt auf den Hund

Nach Angaben der Webseite www.peiknet.com vom 27. Oktober 2007 (5. Aban 1386) wurden für die Sicherheit des iranischen Präsidenten Ahmadineschad vier Spürhunde aus Deutschland erworben, die vor jedem öffentlichen Auftritt des Präsidenten den betreffenden Ort auf Sprengstoff absuchen. Das Besondere hieran ist, dass Hunde im Islam als unrein gelten und Ahmadineschad persönlich angeordnet hatte, dass alle Hunde im Iran beseitigt werden müssen. Seit seinem Amtsantritt wurden daher viele HundebesitzerInnen festgenommen, die gerade ihren Hund ausführten. Ihr Hund wurde umgebracht, sie selber erhielten eine Verwarnung oder eine Strafe.
Aber für den Präsidenten gelten wohl Ausnahmen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Kein Selbstmord sondern Totschlag

In der Stadt Hamedan behaupten Studentinnen und Studenten, dass der Selbstmord von Zahra (wir haben berichtet) keineswegs ein Selbstmord sondern ein Totschlag durch Folterung war.

Laut Bericht einer Journalistin namens Narges Judaki (Sarmaye-Zeitung), haben mehr als 30 Menschenrechtsaktivistinnen am Freitag vormittag die Eltern von Dr. Zahra Baniyaghub besucht.

Die 27-jährige Ärztin Dr. Zahra Baniyaghub war am 12. Oktober mit ihrem Verlobten in einem Park in Hamedan festgenommen worden. Nach 48 Stunden, während deren ihre Eltern von Teheran nach Hamedan reisten um von der Polizei Informationen über den Aufenthaltsort ihrer Tochter zu erhalten teilten ihnen die Beamten mit, dass Zahra Selbstmord begangen habe.

Der Vater von Zahra glaubt überhaupt nicht an einen Selbstmord und aus diesem Grund einen Brief an den Staatspräsidenten und den Leiter der Judikative geschrieben. Bislang erhielt er keine Antwort.

Der Bruder von Zahra, Rahim, sagt, dass auf dem Dokument der Behörde stehe, dass sie sich um 9 Uhr morgens umgebracht habe. Um 8:30 Uhr habe er aber noch mit ihr telefoniert und bei diesem Gespräch habe sie ganz normal geklungen. Der Bruder kann nicht glauben, dass sie sich innerhalb einer halben Stunde zu einem Selbstmord entschieden haben soll.

Ihre Mutter sagt, dass ihre Tochter hochbegabt war und bei der Aufnahmeprüfung der Universität an 21. Stelle von mehr als 1 Mio BewerberInnen stand. Nach Beendigung ihres Studiums wollte sie als Fachärztin Urologin werden.

Die Schwiegertochter der Familie sagte beim Teeausschenken für die anwesenden Menschenrechtsaktivistinnen, dass sie sich große Sorgen um ihren Mann Rahim mache und dass er den ganzen Tag nur weine. Auch die Mutter sei gesundheitlich stark angeschlagen. Sie denkt, dass die Familie selbst in 30 Jahren nicht vergessen haben werden, was geschehen ist.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Safranernte im Ostiran



















Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Granatapfelernte II (Iran)


Mitten im Iran befindet sich diese Landschaft mit Granatapfelplantagen.


Die Granatäpfel werden in verschiedenen Phasen verarbeitet. Hier werden die Kerne von der Schale getrennt. Die Schalen werden gekocht und daraus sehr unterschiedliche Farben für die Teppichproduktion hergestellt – die Reste dienen als Tierfutter.


Die von der Schale befreiten Kerne werden gestampft. Der Saft wird gekocht und als Soße in verschiedenen persischen Speisen verwendet. Wiederum werden die Reste an Tiere verfüttert.


Ein kleines Fest im Dorf nach der Granatapfelernte.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email