Iran: 20.000 Arbeiter protestieren

Nach Angaben verschiedener Nachrichtenseiten haben sich heute, den 20. November 2007, im ganzen Iran über 20.000 Arbeiterinnen und Arbeiter versammelt, um gegen die Verschleppung der Auszahlung ihrer Löhnung und gegen die Änderung des Arbeitsgesetzes zu protestieren. So soll die Neufassung von Artikel 41 ermöglichen, den Mindestlohn der Arbeiter von der Gewinnlage des Unternehmens abhängig zu machen. Prämien und die iranische Entsprechung des Weihnachtsgeld (Ejdi, wird zum iranischen Neujahr ausbezahlt) sollen gekürzt werden und die Altersgrenze für die Entsendung von Arbeitern zu Ausbildungskursen soll beseitigt werden. Da während eines Ausbildungskurses nur ein kümmerliches Entgelt bezahlt wird, bedeutet das, dass Firmen auf diesem Weg altgediente Arbeiterinnen und Arbeiter loswerden können, indem sie diese zu einer „Ausbildung“ schicken, wo sie so wenig Geld erhalten, dass sie und ihre Familie nicht überleben können. Mit anderen Worten, es handelt sich um eine versteckte Entlassung.

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