Archiv für Januar 2008

Ahmadineschads Kurdenpolitik

Am 14. 10. 1386 (4. Januar 2008) wurden Ahmad Javaheri und dessen Bruder Farzad Qobadi zu nächtlicher Stunde im Dorf Shahini (Kreis Kamyaran, Region Kermanschah – Kurdistan) von den „Sicherheitskräften“ verhaftet. Ahmad Javaheri war in lokalen Bürgerinitiativen tätig, sein Bruder Farzad war ein Mitglied von Pezhak (dem iranischen Ableger der PKK), der bei seinen Angehörigen untergekommen war. Am nächsten Morgen wurde Fatemeh Javaheri, Medizin-Studentin an der Uni Kermanschah, zusammen mit ihrem zweijährigen Kind verhaftet. Später wurden Rabe‘e Qobadi, eine Schwester von Farzad Qobadi, und eine Reihe weiterer Angehöriger von Farzad verhaftet. Am 5. Januar 2008 starb Farzad Qobadi, der bei seiner Verhaftung kerngesund war, unter der Folter.
Seine entstellte Leiche wurde darauf von den Verhörbeamten dazu benutzt, die anderen Gefangenen einzuschüchtern: „Euch wird es so wie ihm ergehen, wenn ihr nicht redet.“
Der fürchterliche Anblick führte dazu, dass Rabe‘e Qobadi psychisch erkrankte. Auch das zweijährige Kind von Fatemeh Javaheri hat schwere psychische Schäden während der Haft seiner Mutter davongetragen.
Bis heute ist ein 12-jähriger Junge verschollen, der im Rahmen einer der zahlreichen Hausdurchsuchungen vermutlich vor Angst weggelaufen ist.
Das Dorf Shahini steht unter Besatzung der „Sicherheitskräfte“.

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Iran: Fasnacht siegt über Fanatiker

In diesem Bild, das am 22. Januar 2008 auf der iranischen Webseite www.Peiknet.com veröffentlicht wurde, sieht man Jugendliche aus Abadan, die in Ahwas (der Hauptstadt der südiranischen Region Chusestan) leben. Sie stellen Schemr und Yasid dar, die Bösewichte der schiitischen Märtyrersaga, die für den Tod von Imam Hossein verantwortlich sind. In den ersten zehn Tagen des Monats Moharram finden in ganz Iran Trauerumzüge zum Tod von Imam Hossein statt, die ursprünglich von tiefer Religiosität geprägt waren. Aber der Erfolg von 28 Jahren islamistischer Indoktrinierung und Unterdrückung ist, dass die Jugendlichen die Nase voll davon haben. Die Fasnacht hat gesiegt, so wie sie sich auch in katholischen Landen gegen die Kirche durchgesetzt hat. Und zum Überdruss tragen die beiden Cowboyhüte des „Erzfeindes“ Amerika.

„Trauernde“ Jugendliche mit Cowboyhut in Ahwas (Chusistan)
Wie andere Quellen berichteten, kam es im Norden Teherans im Bezirk Mirdamad, wo die Reichen wohnen und wo Auseinandersetzungen über die Kleiderordnung zwischen den Jugendlichen und den Revolutionären, das heißt den Hütern der Prüderie, an der Tagesordnung sind, zu einer unerwarteten Neuaufführung der schiitischen Trauerumzüge. Diesmal gingen Männer und Frauen brav in Schwarz gekleidet und im Schnitt streng den Regeln der Fanatiker gehorchend, auf die Straße. Allerdings waren es teure Klamotten, und viele gingen auch nicht, sondern fuhren in teuren Autos vor. Und auf diesen Autos waren Lautsprecher montiert, die die Gesänge der „Trauernden“ begleiteten: im Rapp-Rhythmus. Und so zogen die Jugendlichen von Imam Hossein und Co. singend rappend durch die Straßen. Dass das nicht glimpflich ausgehen würde, war abzusehen, und als Polizei und Hisbollahis den Umzug stürmten, hatten sie auch schon entsprechende Verse bereit:
Brüder, Imam Hossein, hört auf unsere Hilferufe.
Sie führen uns ab in die Gefangenschaft
wie seinerzeit die Frauen des Imam!
Es fehlte nur noch ein Ho Narro oder Helau am Schluss!

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Wie die iranische Regierung die Menschen im Iran und in der ganzen Welt in Angst versetzen will

Wie bereits berichtet, hat die iranische Regierung dieses Jahr über 4 Mrd. Dollar für die schiitische Zeremonie am 10. Moharram ausgegeben. Diese blutige Zeremonie wurde in jeder Stadt und in jedem Dorf veranstaltet. Die Regierung hat eine eigene Berichterstattung mit eigenen Journalisten organisiert, die ausführlich in Wort und Bild über die Ereignisse berichteten. Die ausländischen Berichterstatter, die sonst auf Schritt und Tritt begleitet und überwacht werden, konnten sich an diesem Tag vollkommen frei bewegen. Unten zeigen wir ein paar Bilder vom 10. Moharram im Iran.


Auf diesem Bild ist zu sehen, wie ein Kind von seinen Eltern auf die traditionelle Art behandelt wurde: auf dem Kopf wird eine Stelle kahl rasiert und mit Rasierklingen verletzt. Mit der flachen Klinge eines kurzen Dolches schlägt man sich nun rhytmisch auf diese Stelle, was zu einem stetigen Blutstrom führt.


Auf die gleiche Art schlagen sich die gläubigen Männer über viele Stunden und bewegen sich in einer Reihe von Männern, die sich ebenfalls mit Dolchen schlagen. Wer jedes Jahr an diesem Tag an dem blutigen Ritual teilnimmt, kann nach dem Sterben auf einen guten Platzes im Paradies hoffen.

In dieser Variante der Selbstgeißelung schlagen sich junge Männer mit Ketten auf den Rücken zum Rhytmus eines traurigen Liedes. Die Strasse ist bereits blutüberströmt.

Der religiöse Führer hat dieses Jahr ganz direkt empfohlen, dass das iranische Volk dieses schiitische Ritual genau befolgt. Die Regierung hat alles Nötige organisiert. Im Inland wie im Ausland werden die Szenen immer wieder in den staatlichen Medien gezeigt. Die islamischen Machthaber möchten dem eigenen Volk und den westlichen Machthabern demonstrieren, wie die Islamisten sich für ihre Ziele opfern können. Die Berichterstattung darüber ist zudem ein Instrument, die Menschen in Angst zu versetzen.

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Wann sind die Moscheen im Iran leer, wann sind sie voll?

Regelmässig werden in jeder Ecke des Iran vom Staat neue Moscheen finanziert und gebaut. Die Moschee werden jedoch von normalen Iranern kaum zum Beten genutzt – es sei denn es handelt sich um organisierte oder dazu gezwungene Menschen.

Es kann jedoch vorkommen, dass zu bestimmten Zeiten Menschen ohne Zwang oder Organisierung freiwillig und in großer Zahl in die Moschee kommen. Das ist dann der Fall, wenn dort ein kostenloses Essen angeboten wird.

Auf dem folgenden Bild kann man viele Reihen von Menschen in einer Moschee erkennen, die dort auf das Abendessen warten.

Das zweite Bild zeigt die gleiche Moschee zur Gebetszeit. Man sieht einen einzelnen Menschen beim Beten. Ansonsten ist der große Raum leer. Beim Beten ist der Raum leer, beim Essen ist er gefüllt.

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Ermordung des iranischen Studenten Ebrahim Lotfolahi


Anfang Januar wurde der iranisch-kurdische Jura-Student Ebrahim Lotfolahi aus der kurdischen Stadt Sanandaj (Südwestiran) in der Universität festgenommen, im Gefängnis gefoltert und getötet. Der Familie, die die Leiche nicht sehen durfte, wurde gesagt, der Student habe Selbstmord begangen.

Der Bruder und die Eltern haben Briefe an zuständige Personen im Parlament und in der Judikative geschrieben, in denen sie fordern, dass genau aufgeklärt wird, wer Ebrahim festgenommen und wer ihn gefoltert hat. Sie verlangen ausserdem eine Öffnung des Grabes und die Obduktion der Leiche, um festzustellen, auf welche Art er zu Tode gekommen ist.

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Vom Passionsspiel zum Karneval: Der Monat Moharram

Vor wenigen Tagen hat der islamische Monat Moharram begonnen, der für die Schiiten besonders wichtig ist. Am 10. Moharram kam der dritte Imam der Schiiten, Imam Hossein, in der Wüste bei Kerbala ums Leben, als er von den Soldaten des damaligen Herrschers Yazid verfolgt wurde. Deshalb gilt Kerbala (im heutigen Irak) als wichtiges Zentrum der Schiiten.
Die iranische Regierung, die sich als islamisches Modell versteht, begeht die Trauerfeiern des Monats Moharram mit immer prächtigeren Festen. Ab dem 1. Tag des Monats Moharram gehen die Schüler der geistlichen Schulen und sämtliche Mollas des Landes in die Städte und Dörfer, um dort anschaulich vom Tod des Märtyrers Imam Hossein zu predigen. Gewöhnlich muss die Bevölkerung für dieses Mollas aufkommen, aber auch der Staat stellt den Predigern reichlich Geld zur Verfügung, damit sie unter der Bevölkerung im Sinne der Geistlichkeit wirken, sprich den religiösen Aberglauben verstärken, damit die Menschen weiter lenkbar bleiben.
Dieses Jahr sollen landesweit 4 Milliarden Dollar für diesen Zweck zur Verfügung stehen. Damit sollen besonders die Aschura-Feiern am 10. Moharram prächtig gestaltet werden, und wie man an beiliegenden Bildern aus Isfahan sieht, kann sich die Aufmachung mit jedem Karnevalsumzug messen.
Quelle:
http://web.peykeiran.com/vs2005/iran_news_body.aspx?ID=46630

Im Bild werden Imam Hossein und seine Anhänger dargestellt.

Die Herren in Grün stellen die „Bösen“ dar, nämlich Schemr und sein Heer, die Gegner Imam Hosseins

Die Damen in Schwarz sind Frau und Schwester von Imam Hossein, die als Gefangene nach Damaskus abgeführt werden, wo Yazid, Hosseins Gegner, herrschte

Das Heer der Muslime, Imam Hosseins Anhänger

Auf dem Pferd Sakine, die 3-jährige Tochter Imam Hosseins, die von den finsteren Gestalten in Braun in die Gefangeneschaft abgeführt wird.

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Hinrichtung im Gefängnis von Khuy/ Iran

15. Januar 2008 / 25. Dey 1386

Die iranische Nachrichtenagentur Iran Press News veröffentlichte ein Foto des hingerichteten
Kurden Hasan Hikmet Demir, eines Mitglieds der Kurdenpartei Pezhak. Er soll türkischer Staatsangehöriger gewesen sein. Bei seiner Festnahme hatte er Erfrierungen an Händen und Füßen, wurde aber nicht zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht, sondern direkt zum Verhör gebracht. In der Haft wurde ihm ein Bein amputiert. Er wurde dann mit der Tragbahre ins Gefängnis von Khuy gebracht und im Hof des Gefängnisses in der Gegenwart von Pasdaran (Revolutionswächtern) mit einem Strick gehenkt.

Khuy ist eine kurdische Stadt in der Nähe der iranisch-türkischen Grenze.

Zusammenfassung aus dem Persischen, Georg Warning, 15.1.2008
Quelle:
www.peiknet.com (Hauptseite) und
http://www.peiknet.com/1386/03DEY/22/PAGE/35KHOI.htm


Foto vor der Hinrichtung im Gefängnis von Khuy

Detailliertere Informationen hierzu wurden von amnesty international
veröffentlicht:

Urgent Action

UA-Nr: UA-104/2007-1
AI-Index: MDE 13/003/2008
Datum: 08.01.2008

DROHENDE FOLTER / GESUNDHEITSZUSTAND / TODESSTRAFE

Weitere Informationen zu UA 104/07 (MDE 13/051/2007, 3. Mai 2007)

Iran: Hasan Hikmet Demir (alias Agit), türkischer Staatsbürger

Hasan Hikmet Demir (alias Agit), Mitglied einer kurdischen Oppositionspartei, wurde nach vorliegenden Informationen am 20. Dezember 2007 im Gefängnis von Khoy durch den Strang hingerichtet.

Angaben zufolge war er 2006 aus dem Gefängnis von Orumieh im Nordwesten des Iran geflohen, aber im April 2007 in der Region Khoy 96 Kilometer nördlich von Orumieh wieder gefasst worden. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme herrschten extrem niedrige Temperaturen; er erlitt dadurch Erfrierungen an den Beinen. Obwohl Hasan Hikmet Demir sich zunächst geweigert haben soll, ein Bein amputieren zu lassen, wurde ihm offenbar ein Bein oberhalb des Knies abgenommen. Es ist nicht bekannt, ob er seine Zustimmung zu dieser Operation gegeben hatte. amnesty international am 8. Januar 2008 zugegangene Informationen deuten darauf hin, dass er nicht die erforderliche medizinische Versorgung erhalten hat und in den Monaten vor seiner Hinrichtung im Gefängnis von Khoy gefoltert wurde.

Quelle:
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/210b31aa146ed695c125682b003a7b54/8cc834c050c9c76fc12573cd005b83f5?OpenDocument

Urgent Action

UA-Nr: UA-104/2007
AI-Index: MDE 13/051/2007
Datum: 03.05.2007

DROHENDE FOLTER / GESUNDHEITSZUSTAND

Iran:

Hasan Hikmet Demir (alias Hassan Hekmat Damir alias Agit), türkischer Staatsbürger

Hasan Hikmet Demir (alias Agit), Mitglied einer kurdischen Oppositionspartei, war Angaben zufolge im April dieses Jahres nach über einem Jahr Haft aus dem Gefängnis geflohen und wurde anschließend wieder gefasst. Er soll sich nun in einer Hafteinrichtung des Geheimdienstministeriums (Etela’at) in Orumieh, in der nordwestlichen iranischen Provinz West-Aserbaidschan, in Einzelhaft befinden und in Gefahr sein, misshandelt oder gefoltert zu werden.

Als er in einer verschneiten Gebirgsregion nahe der Grenze zur Türkei aufgegriffen wurde, hatte er Erfrierungen an den Füßen. Die ihn behandelnden Ärzte sollen dazu geraten haben, beide Füße zu amputieren, was er jedoch ablehnte. amnesty international befürchtet, dass Hasan Hikmet Demir möglicherweise in der Haft nicht angemessen medizinisch versorgt wird.

Nach seiner Ergreifung wurde Hasan Hikmet Demir zunächst in das Gefängnis von Orumieh zurückgebracht, wo er zuvor inhaftiert gewesen war, später jedoch in eine Hafteinrichtung des Geheimdienstministeriums im selben Ort verlegt. Dort soll er verhört und massivem psychischen Druck sowie körperlichen Misshandlungen ausgesetzt worden sein.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Die Volksgruppe der Kurden ist eine von vielen Minderheiten im Iran, mit einem Anteil von etwa sieben bis zehn Prozent der Bevölkerung. Die Kurden leben in der Provinz Kurdistan und den übrigen an den Irak und die Türkei angrenzenden Gebieten im Nordwesten des Landes. Viele Jahre kämpften kurdische Organisationen wie die „Kurdistan Democratic Party of Iran” und „Komala” gegen die iranische Regierung, aber in jüngster Zeit haben sie den bewaffneten Kampf für die Unabhängigkeit der Kurdengebiete eingestellt, und versuchen statt dessen innerhalb der föderalen Strukturen des Landes sich mit friedlichen Mitteln für eine regionale Autonomie einzusetzen. Die erst seit kurzem bestehende PJAK, der iranische Arm der in der Türkei beheimateten „Kurdischen Arbeiterpartei“ (PKK), kämpft indes seit kurzem in der Grenzregion zum Irak gegen die iranischen Behörden.
Quelle:
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/90b6c7484b35f10ec1256aa10077406e/16e4ae8ec305ca7ec12572d4006e9150?OpenDocument

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Klima-Kapriolen im Iran

In der ersten Januarwoche wurde der Iran von heftigen Niederschlägen heimgesucht. Temperaturen bis – 17°C und Schnee im Norden, Regen im Süden und Osten. Nach Angaben von Hossein Bagheri, dem Direktor des staatlichen Instituts für Katastrophen und überraschende Ereignisse (Setad-e Havadeth Va Savaaneh Gheyr-e Muteraqqebe), starben in der ersten Nacht acht Menschen an Erfrierung, 40.000 Menschen in 18 Provinzen blieben im Schnee stecken. Die Pasdaran, Bassidschi (Freiwilligenmiliz) und die Armee mussten eingesetzt werden, um den Steckengebliebenen zu helfen und sie in Schulen, Moscheen und anderen provisorischen Unterkünften unterzubringen.
Zahlreiche Autobahnen und Landstraßen sind nicht mehr befahrbar. In vielen Provinzen herrscht Mangel an Gas. Viele Inlands- und Auslandsflüge wurden gestrichen. Schulen und Behörden sind geschlossen.
Selbst in Wüstenstädten wie Tabas hat es geschneit, für die meisten Bewohner wohl das erste Mal in ihrem Leben.



Man braucht ja die Atombombe, da kann man sich keine Schneeräumfahrzeuge leisten…

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Eine blutige Hochzeit in Zahedan, Iran

Letzte Woche fand in einem Viertel der Stadt Zahedan im Südwestiran eine Hochzeit statt. Weil vor Ort kein Trinkwasser vorhanden war, wurden zwei Männer losgeschickt, um Trinkwasser zu besorgen. Beide hatten keinen Führerschein. Bei einer Verkehrskontrolle wurden sie von der Polizei aufgefordert anzuhalten, aber sie versuchten, mit Vollgas zu entkommen.

Die Polizei schoss auf sie und verletzte dabei den Fahrer. Die Menschen auf der Strasse und auch die Hochzeitsgäste griffen daraufhin die Polizisten an. Das ganze Viertel rebellierte. Ganz schnell erschien eine Spezialeinheit vor Ort, es kam zu einer Schlägerei und Schiesserei. Sechs Personen wurden getötet, darunter ein Polizist, und eine unbekannte Anzahl von Personen wurde verletzt.

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Prostitution unter dem Deckmantel der Scharia

Die iranische Regierung behauptet, ein perfektes islamisches Modell zu sein. Laut iranischen Nachrichtenagenturen wurden in der iranischen Hafenstadt Bandar-Abbas mehr als 20 Container mit schlüpfrigem Inhalt entdeckt. Deklariert als Kinderspielzeug fand man zahllose Utensilien, die im Sexgewerbe Verwendung finden.

Sämtliche Küsten des Irans werden scharf kontrolliert, die Umschlagsplätze der Häfen liegen praktisch ganz in den Händen der Revolutionswächter-Organisation. Die iranischen Medien stellen sich jetzt die berechtigte Frage: Wer hat diese Waren entdeckt? Wer hatte die Möglichkeit, sie in derart großen Mengen zu importieren und die Verteilung zu organisieren? Wer war an diesem Geschäft beteiligt? Wo befinden sich die Bordelle in denen solche Utensilien ihre Verwendung finden?

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Urteile nach der Scharia im Iran

In den letzten Tagen wurden 5 Menschen aus Belutschistan im Südwestiran zu schweren Strafen nach der Scharia verurteilt. Ihnen wurden in einer öffentlichen islamischen Zeremonie jeweils der rechte Arm und das linke Bein abgehackt.

Den 5 Menschen waren Straftaten gegen die Nationale Sicherheit, speziell das Töten von Polizisten, das bewaffnete Blockieren von Strassen und Entführung vorgeworfen worden.

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Reichtum und Natur im Iran. Wohin fliesst das Geld?



In den letzten Tagen gab es heftige Schneefälle und Regen im ganzen Iran mit Temperaturen teils unter -17 °C. Der Nordiran und besonders Teheran wurden lahmgelegt: die Schule fiel aus, Taxis kamen nicht durch, die gesamte Verwaltung funktionierte nicht. Grosse Probleme machte auch die Versorgung der Bevölkerung mit Gas, Öl und Nahrungsmitteln.

In Bandare Turkaman protestierten ärgerliche Menschen, die keinen Zugang zu Gas oder Öl haben, vor Regierungsgebäuden und der Polizeistation und warfen mit Steinen Fensterscheiben ein und zerstörten Polizeiautos. Die Ordnungskräfte reagierten mit Schüssen. Dabei wurde ein junger Mann getötet und eine unbekannte Anzahl von Menschen verletzt.


Dieses Foto itst ein Beispiel für das aktuelle Aussehen von vielen Verkehrsverbindungen im Iran.






Die obigen Bilder stammen von Belutschistan im Südwestiran. Obwohl der Iran ein reiches Land ist, kann man sehen, wie sehr die armen Menschen dort der Natur ausgeliefert sind.

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