Unkontrollierbare Teuerung im Iran

Das iranische Noruz-Fest, bei dem der Frühlungsanfang gefeiert wird, steht bevor. Ein paar Tage vor diesem Fest zieht der Konsum im Iran an, wodurch alles teurer wird. In den letzten Tagen haben der Agrarminister und der Handelsminister versprochen, dieses Jahr gegen die Teuerung anlässlich des Noruz-Festes vorzugehen.

Einige Waren wie z.B. Brot sind im Iran subventioniert. Laut Tabnak, einer Website der Prinzipialisten, die sich für die echten Verteidiger der iranischen Revolution halten, darf ein Laib Brot (Nan-e Sangak) nur zum Festpreis von 50 Toman verkauft werden. Obwohl es unter Strafe steht, werde Brot jedoch an verschiedenen Orten in Teheran zu deutlich höheren Preisen (100, 150 und sogar 200 Toman) verkauft. Angesichts der hohen Preise von Hühnerfleisch (laut Tabnak 2500 T. / Kilo), Schaffleisch (9000 T./Kilo), Orangen (1500 T. / Kilo) seien solche Nahrungsmittel für einfache Arbeiter kaum bezahlbar.

Gegenüber dem Versprechen der Regierung, gegen die Preissteigerung rund um den 20. März vorzugehen, meint Tabnak daher, dass man nicht das Noruz-Festes abwarten könne, um etwas gegen die Teuerung zu unternehmen. Es sei wichtig, sofort mit Maßnahmen zu beginnen.

Kommentar von Ali Schirasi: Eine vierköpfige Familie benötigt jeden Tag mindestens 10 Brote. Für eine Zimmermiete müssen täglich etwa 3000 Toman bezahlt werden. Ein einfacher Arbeiter verdient bei 10 bis 14 Stunden Arbeit pro Tag lediglich ca. 6000 Toman. Deswegen können Arbeiter sich durch ihre Arbeit alleine nicht finanzieren. Nicht wenige müssen daher nach der Arbeit in einem anderen Stadtteil von Teheran betteln gehen.

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