Madrid: Iranischer Regimekritiker ermordet


Am Donnerstag, den 21. März 2008, wurde in La Moraleja (Alcobendas), Region Madrid, der 82-jährige Iraner Manutschehr Farhangi mit drei Messerstichen in den Bauch ermordet. Manutschehr Farhangi stammt aus einer zoroastrischen Familie im Iran und hatte dort vor der Revolution von 1979 zusammen mit seinen Brüdern eines der größten Pharmaunternehmen des Landes gegründet. Als er in London war, wurde sein Unternehmen geplündert und sein Haus und seine Bibliothek in Teheran in Brand gesetzt. Manutschehr Farhangi ließ sich darauf in Spanien nieder, gründete dort eine renommierte internationale Schule und gehörte dort zu den wohlhabendsten Iranern.
Am Vortag hatte er eine Frau kritisiert, die ein Plakat aufhängte, das für die Islamische Republik Iran Propaganda machte.
Als am 21.3.2008 mittags jemand klingelte und er die Tür öffnete, versetzte ihm eine 28 bis 30-jährige Frau drei Messerstiche und flüchtete. Die Polizei hofft, dass Manutschehrs Sohn, der ihn bei dem Vorfall mit dem Plakat begleitet hatte, anhand der Videoaufnahmen aus Kameras in der Umgebung feststellen kann, ob die Täterin und die Plakatkleberin identisch sind.
Ein Kommentar bezeichnete es als verwunderlich, dass in so einem wohlhabenden Viertel wie La Moraleja ausgerechnet Plakate für die Islamische Republik Iran aufgehängt werden.
Quellen:
http://www.payvand.com/news/08/mar/1262.html

http://www.elpais.com/articulo/espana/policia/investiga/movil/politico/asesinato/millonario/irani/elpepunac/20080321elpepinac_9/Tes

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