Iranische Sittenpolizei kontrolliert Einkäufe

Wie die iranische Webseite www.iran-emrooz.net (Nachricht Nr. 15810) am 15. April 2008 berichtet, ist es auf dem im Zentrum Teherans gelegenen Platz „Meydan-e Haft-e Tir“ zum ersten Mal zu Kontrollen der Einkaufstaschen von Frauen gekommen. Dies hat es in der ganzen Zeit der „islamischen Revolution“ nicht gegeben. Jede Frau, die an diesem Platz aus einem Bekleidungsgeschäft herauskam, musste ihre Einkäufe vorweisen und sich Tadel über angeblich unislamische Kleidungsstücke oder Farben anhören, die in aller Öffentlichkeit vorgezeigt wurden. Da die Zahl der Polizistinnen im Iran noch gering ist, hielten deren männliche Kollegen die Einkäuferinnen so lange am Ort fest, bis die Polizistinnen sich mit ihnen beschäftigen konnten. Einwände von Passanten, wieso sie den Käuferinnen belästigten und nicht die Ladenbesitzer, wiesen die Polizisten mit der Bemerkung ab, dafür sei eine andere Einheit zuständig.
Kommentar: Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Regierung versucht, die Daumenschrauben immer enger anzuziehen, weil dies ihre einzige Hoffnung ist, an der Macht zu bleiben.

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