Wahlbetrug und vier Tote im Iran

Laut der Website Asr-e nou (Neue Ära) sind am Freitag, den 25.4.2008, anläßlich der Parlamentsnachwahlen in der Stadt Ivan (Provinz Eelam, Südwestiran) vier junge Leute getötet und ungefähr 30 Personen verletzt worden. Darjousch Ghambari, Abgeordneter des Parlaments, hat ähnlich in einem Interview gesagt, daß während der Unruhen mindestens 3 Personen getötet und 28 verletzt wurden.

Am frühen Morgen war Ghambari von offizieller Seite telefonisch mitgeteilt worden, dass er die Nachwahlen gewonnen habe. Ersagt, viele Menschen hätten ihn angerufen und ihm gratuliert. Mehr als 5000 seiner Anhänger seien nach dieser Nachricht auf die Strasse gekommen, um seinen Sieg zu feiern.

Kurze Zeit später wurde – wiederum von offizieller Seite – die Nachricht verbreitet, dass doch nicht der eher reformistisch ausgerichtete Kandidaten Ghambari sondern sein konservativer Gegner, Matin, die Wahlen gewonnen habe. Als die Menge von dieser neuen Nachricht erfuhr, begab sie sich zum Regierungsgebäude, um zu protestieren. Dort kam es ohne vorherige Warnung zu den tödlichen Schüssen in die Menge. Ghambari kommentiert, dass es jederzeit möglich gewesen wäre, die Menge mit den vorhandenen Wasserwerfern oder mit Schlagstockeinsätzen zu zerstreuen.

Wenige Stunden nach diesen Vorkommnissen wurde mit einer offiziellen Stellungsnahme aus dem Innenministerium verlautbart, dass nun doch Ghambari die meisten Stimmen erhalten und daher die Wahlen gewonnen habe.

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