Archiv für Mai 2008

Schraubenindustrie im Iran vor dem Aus

Ein Privatunternehmer, Ahmad Bonyan, der im Iran Schrauben und Muttern produziert, hat davor gewarnt, dass dieser Industriesektor über kurz oder lang bankrott gehen würde und die Beschäftigten dann auf der Strasse stünden. Viele Unternehmen hätten in den letzten Jahren schließen müssen, weil sie mit der billigen Importware aus China nicht konkurrieren könnten. Der Unternehmer sieht das Problem in der mangelhaften Unterstützung der Industrieproduktion in seiner Branche seitens der iranischen Regierung und den zu bereitwilligen Importen staatlicher Unternehmer aus dem Ausland.

Anmerkung: „Staatliche Unternehmen“ im Iran bedeutet nicht nur Wirtschaftsunternehmen des Staates sondern auch die (Import-)Unternehmen der Revolutionswächter oder Geheimdienste, mit im Vergleich zur Privatwirtschaft besonderen Möglichkeiten was Zollformalitäten angeht bis hin zu eigenen Häfen.

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Planloses Wirtschaften unter Ahmadinejad

Laut der Nachrichtenagentur Asre Iran hat Adel Azar, Mitglied des Budgetausschusses des iranischen Parlaments, der iranischen Regierung planloses Vorgehen und kurzfristiges Handeln vorgeworfen. Er sagte, dass Ahmadinejad und seine Minister der Bevölkerung wirtschaftliche Versprechungen gemacht hätten, die sie jedoch nicht verwirklichen konnten, weil Ahmadinejad willkürlich von inneren Quellen und Banken Geld bezieht und ausgibt. Es existiere keine langfristige Planung. Laut Azar liegt 80% der Wirtschaft in der Hand des Staates. Weil Ahmadinejad Gelder willkürlich verteile, und die Geldmenge in der Gesellschaft sehr hoch sei, entstehe eine enorme Inflation. Azar schätzt die diesjährige Inflation im Iran auf 25%.

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Demonstration, Strassenblockade und Streik von Zuckerarbeitern in Hafttapeh im Iran


Die Gruppe „Human Rights Activists in Iran“ hat berichtet, dass nach verschiedenen Nachrichtenquellen mehr als 2000 Zuckerarbeiter am 15. Tag ihres Streiks in Hafttapeh die Autobahn zwischen Andimeshk und Ahwaz für 45 min blockiert haben. Anschließend haben sie in der Stadt Shush demonstriert und sind zum Gouverneurssitz gezogen.

Auf dieser Demonstration wurden viele Parolen gerufen. Eine wichtige Parolae war: „Die festgenommenen Arbeiter müssen freigelassen werden und sie dürfen nicht vor Gericht gestellt werden“. In den letzten Tagen hatte der Geheimdienst fünf Arbeitervertreter festgenommen und die Regierung will diesen Arbeitern den Prozess machen. Die Namen der Festgenommenen sind Hadi Nikufar, Ali Nejati, Jalil Ahmadi, Ramezan Alipur, Mohammad Heydahi.

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Iranische Grenze: 13-jähriger Hirtensohn erschossen

Wie der Verein der politischen Gefangenen auf seiner Webseite berichtet, wurde der 13-jährige Rostam Schami, Sohn eines Hirten aus Piranschahr (iranisches Kurdistan), in der Woche vor Pfingsten 2008 von den iranischen Sicherheitskräften erschossen. Sein Vater war aufgrund einer Erkrankung nicht mehr in der Lage, die Wohnungsmiete zu bezahlen, so dass sein Sohn im Auftrag des Hausbesitzers aus dem Irak billige Ware über die Grenze schmuggelte. Dabei wurde er von den iranischen Kräften direkt mit einem Kopfschuss getötet.
http://www.kanoon-zendanian.org/DOCuments%20(htm)/080513Javan.htm

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