Archiv für August 2008

Die Obdachlosen der Supermacht Iran

Ob Russland, USA, Frankreich, England oder China – es gibt genügend Atombombenmächte, die sich gern als Supermacht präsentieren und diesen Anspruch auch mit ihrer Sonderstellung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Schau stellen. Und wer näher hinschaut, kann in all diesen Staaten auch genügend Menschen entdecken, die auf der Strecke geblieben sind: Unter Brücken, auf Parkbänken oder in anderen „Unterkünften“.
Wie wir wissen, strebt auch die iranische Regierung unter Ahmadineschad die Rolle einer Supermacht an. Erste Erfolge kann sie schon vorweisen: Atomanreicherungsanlagen, Langstreckenraketen, der Bau angeblich ziviler Atomkraftwerke, aber bis zum großen Count-Down, dem Schritt der Zündung einer „islamischen Atombombe“ scheinen noch ein paar Jahre zu fehlen.
Das macht aber nichts, denn dank der Wirtschaftspolitik von Präsident Ahmadineschad und seiner Vorgänger ist es der iranischen Regierung zumindest gelungen, die anderen Supermächte in einem Punkt zu erreichen: bei den Obachlosen.

Diese Familie besitzt immerhin eine Klimaanlage und ein modernes Kinderfahrrad und macht deutlich, dass sie nicht zu den Ärmsten gehörte. Aber die Inflation, die Arbeitslosigkeit und die sonst immer nur im Kapitalismus geortete Unmenschlichkeit der besitzenden Schicht sorgen dafür, dass auch diese Familie auf der Straße gelandet ist. Unter einer Brücke, die als Parkplatz dient.

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Kurdische Häftlinge eröffnen landesweiten Hungerstreik

Wie die Webseite asre-nou.net am 5. Schahriwar 1387 (26. August 2008) unter Berufung auf das Kurdische Menschenrechtsnetzwerk www.kurdsnetwork.com berichtet, haben am Montag (25.8.2008) kurdische Häftlinge im ganzen Iran einen unbefristeten Hungerstreik eröffnet. Es wird berichtet, dass sich aus dem Gefängnis von Urumije 40, aus dem Zentralgefängnis von Sanandadsch 13, aus dem Ewin-Gefängnis in Teheran 8 und aus den Gefängnissen in Mahabad und anderen Städten weitere 15 gewaltlose, politische Gefangene an der Aktion beteiligen. Voraussichtlich werden sich noch weitere Gefangene dem Hungerstreik anschließen. Die Forderungen der Gefangenen lauten:
Anerkennung ihres Status als politische Gefangene,
Beendigung der Hinrichtungen, Revision der Todesurteile, keine Folterungen und Misshandlungen mehr.
Zur Zeit sind die folgenden kurdischen Gefangenen zur Hinrichtung verurteilt:
Adnan Hassanpour (Journalist)
Hiwa Butimar (Journalist)
Farzad Kamangar (Menschenrechtsverteidiger)
Anwar Hossein Panahi (Lehrer)
Farhad Wakili (Bürgerrechtler)
Ali Heydariyan (Bürgerrechtler)
Arslan Ouliyai (Bürgerrechtler)
Habibollah Latifi (Student, Bürgerrechtler).
Weitere sieben kurdische Bürgerrechtler wurden zu schweren Haftstrafen verurteilt, von dreizehn weitere Kurden ist nur bekannt, dass sie in Haft sind, über ihr Urteil ist nichts bekannt.
Anmerkung: Es ist beachtlich, dass eine solche Protest-Aktion über eine Reihe von Gefängnissen hinweg koordiniert werden konnte.

Quellen: Kurds Human Rights Network (KHRN)
www.kurdsnetwork.com
http://asre-nou.net/1387/shahrivar/5/m-etesabe-ghaza.html

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Iran: Unterdrückung der Kurden

AI-Index: MDE 13/106/2008 Datum: 01.08.2008
DROHENDE FOLTER UND MISSHANDLUNG Iran
SAMAN RASOULPOUR, 23-jähriger kurdischer Menschenrechtsverteidiger
Der kurdische Menschenrechtler Saman Rasoulpour wurde am 25. Juli 2008 in seiner Wohnung in der Stadt Mahabad (Provinz West-Aserbaidschan) festgenommen. Er ist in Gefahr, gefoltert zu werden. Er ist ein führendes Mitglied der „Menschenrechtsorganisation Kurdistans“ (HROK), die sich für eine bessere Behandlung der kurdischen Minderheit im Iran einsetzt. Die HROK hat ihren Sitz in der Stadt Sanandaj in der Provinz Kurdistan.
Im Zuge der Festnahme konfiszierte die Polizei Gegenstände aus dem Besitz des Menschenrechtsverteidigers. Saman Rasoulpour wird derzeit in einer Hafteinrichtung der Stadt Oroumiye der Provinz West-Aserbaidschan festgehalten. Seit seiner Festnahme durfte er einmal mit seiner Familie telefonieren.
Am 23. Juli 2008 hatte er an einer friedlichen Demonstration teilgenommen, in der die Aufhebung der am 25. Februar dieses Jahres gegen drei kurdische Menschenrechtler verhängten Todes-urteile gefordert wurde. An dieser Kundgebung hatten etwa 200 iranische Kurden teilgenommen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Die „Menschenrechtsorganisation Kurdistans“ (HROK) wurde im April 2005 gegründet und hat 200 Mitglieder. Die iranischen Behörden haben der Organisation jedoch nie den Status einer Nichtregierungsorganisaton zugebilligt. Der HROK-Gründer, Mohammad Sadiq Kabudvand, verbüßt derzeit eine elfjährige Haftstrafe, die in einem unfairen Gerichtsverfahren gegen ihn verhängt worden war. Er war schuldig befunden worden, „mit der Gründung der Menschenrechtsorganisation Kurdistans gegen die Staatssicherheit gehandelt“ zu haben. Außerdem hatte man ihm „Propaganda gegen das System“ vorgeworfen.
Die Volksgruppe der Kurden ist eine von vielen Minderheiten im Iran. Die Kurden leben in der Provinz Kurdistan und in benachbarten Provinzen, die an den Irak und die Türkei angrenzen. Sie sind seit langem weitreichenden Diskriminierungen ausgesetzt. Kurdische Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger, darunter auch Journalisten, sind immer wieder in Gefahr, inhaftiert und gefoltert zu werden.
Eltern ist es untersagt, ihren Kindern bestimmte kurdische Namen zu geben. Zudem werden gegen religiöse Minderheiten, die hauptsächlich oder teilweise kurdischen Ursprungs sind, Maßnahmen eingesetzt, die zu deren Stigmatisierung und Ausgren-zung führen. Kurden werden im Iran im Hinblick auf den Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Wohnraum diskriminiert und in ihren politischen Rechten eingeschränkt. Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Notlage werden sie immer weiter ausgegrenzt.

GOUVERNEUR DER PROVINZ WEST-ASERBAIDSCHAN
His Excellency Dr. Rahim Ghorbani,
PO Box: 775, Oroumiye 57135,
IRAN

Your Excellency

KOPIEN AN:
PRÄSIDENT
His Excellency Mahmoud Ahmadinejad
The Presidency, Palestine Avenue, Azerbaijan Intersection Tehran IRAN

BOTSCHAFT DER ISLAMISCHEN REPUBLIK IRAN
S.E. Herrn Mohammad Mehdi Akhondzadeh Basti
Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin

bitte, nach dem 12. September 2008 keine Appelle mehr verschicken.

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Raketen und Schwimmbäder

Wenn die iranische Regierung in Raketen und Urananreicherung viel Geld investiert, wenn sie die Hisbollah im Libanon finanziert, wenn die iranische Regierung die Hamas in Palästina finanziell unterstützt und wenn sie die Regierungen in Venezuela (Staudammprojekte) oder Bolivien finanziell unterstützt, dann müssen sich Iraner in Naturschwimmbäder werfen und ihren Ärger ertränken.



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Freizeit in der Ausstellung für Urananreicherung im Iran



Die iranische Regierung hat in diesem Jahr in der Stadt Hamedan die erste Austellung über Urananreicherung organisiert. Es wurde viel Werbung dafür gemacht und nahe gelegt, dass Jugendliche ihre Freizeit mit dem Besuch dieser Ausstellung verbringen sollen.

Ein Augenzeuge berichtete, dass es dort ein kostenloses Mitagessen gibt und Obst verteilt wird. Angesichts der Preise von Lebensmitteln kann die Regierung stets mit zahlreichen Besuchern rechnen.

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Eine iranische Rakete mit dem Namen „Botschafter der Hoffnung“ (pers.: Safire Omid)

In diesem Jahr hatte der Iran ein Öleinkommen in Höhevon 81 Mrd. Dollar. Die Regierung investiert jedoch nicht in Ölraffinerien, weswegen jedes Jahr für ca. 5 Mrd. Dollar Benzin importiert werden muss.
15 Mio. Einwohner des Iran leben unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch, Nahrungsmittel werden regelmäßig teurer.


Arme Familien mit 7 bis 9 Köpfen müssen sich ein Zimmer teilen und im Slumgürtel wohnen.


Viele Menschen, selbst die Kinder, müssen aus Armut ihre Nieren verkaufen.


Arme Familien verkaufen ihre Töchter für Sexarbeit, teilweise schon ab dem Alter von 9 Jahren.


Welchen Plan hat die iranische Regierung, wenn sie in solche Raketen Unmengen von Geld investiert? Was sollen sie transportieren und was ist ihr zukünftiges Ziel?

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Tagelöhner in Teheran



Die beiden Bilder zeigen eine Wartestelle für Arbeitslose, die hoffen, wenigstens für diesen Tag eine Arbeit zu finden. So sieht die „Arbeitslosenversicherung“ in der Islamischen Republik Iran aus!

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Teheran: Eine Stadt geht unter

Wer durch eine Großstadt fährt, sieht die Hochhäuser, die Straßen, die Schaufenster, aber kaum jemand denkt an das, was man nicht sieht, was unter der Erde liegt. Selbst die prächtigsten Straßen werden zu Kratern, wenn unter der Asphaltschicht kein entsprechendes Fundament aufgeschüttet wurde und der Boden durch die Abwesenheit einer geordneten Kanalisation laufend von Abwässern unterspült wird.

Was für den einen Fahrer noch glimpflich ausgegangen sein mag,

dürfte für die Insassen dieses Fahrzeugs tödlich geendet haben.
Ihren Tod haben die Unternehmer und die Staatsfunktionäre zu verantworten, die nur daraus auf sind, ihren Anteil an den Petrodollars in die Tasche zu stecken, die aber ihre übernommenen Aufträge nicht korrekt ausführen, weil auch die Kontrolleure korrupt sind.

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Naturschönheit nach dem Geschmack der meisten Iraner und Iranerinnen


Es gibt nicht allzuviele Freizeitmöglichkeiten, die den Iranern zur Auswahl stehen.


Einfach nach Norden an das Kaspische Meer zu fahren, ist heute nicht mehr so beliebt, da die Strände vielfach privatisiert sind und dort, wo man ins Wasser gehen kann, werden Männer und Frauen durch Stoffabsperrungen getrennt.


Sehr beliebt ist jedoch dieses Ausflugsziel im Nordiran, in der Nähe der Stadt Firuzkuh.


Tange Washi ist eine ca. 300 Meter lange und 100 Meter tiefe Schlucht (pers.: Tange), an deren Ende sich ein Wasserfall befindet.


Die Menschen reisen dorthin von weit her, machen Picknick und übernachten in der Umgebung. Frauen und Männer können gemeinsam Spaß haben.

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