Demonstration in der heiligen Stadt Qom (Iran)

In den letzten Tagen fand ein Fußballspiel zwischen der Mannschaft Saba (aus der Stadt Qom) und der Mannschaft Esteghlal (aus Teheran) in Qom statt. Im Anschluss an dieses Spiel kamen die Zuschauer auf die Strasse. Während die vorwiegend jugendlichen Demonstranten ihre Unzufriedenheit zeigten, wurden 48 Busse zerstört.

Qom ist die religiöse Stadt im Iran schlechthin. Viele bekannte Religionsschulen befinden sich in Qom. Ihr Ruf als „iranischer Vatikan“ geht auf das Grabmal von Masume zurück, der Schwester des Imam Rheza, dem 8. schiitischen heiligen Imam. Qom liegt auf halbem Weg zwischen den Großstädten Teheran und Isfahan und wird somit ständig von einem Strom von Touristen und Pilgern besucht. Jedes Jahr sollten von allen Schulen ausgewählte Schüler und Schülerinnen nach Qom geschickt werden.

Damit diese „heilige Stadt“ ihre „Reinheit“ behält, muss sie auf vielfältige Weise kontrolliert werden: durch Polizei und Geheimdienste, in offiziellen oder Zivil-PKWs. Trotz der häufigen Kontrollen entlädt sich der Ärger besonders der Jugendlichen bei solchen Gelegenheiten.

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