Fallender Ölpreis reisst Löcher ins Budget (im Iran)

Für erdölexportierende Staaten wie den Iran hat der Preisverfall des Erdöls in den letzten Monaten drastische Folgen. Lag der Preis für ein Fass Erdöl (1 Barrel) vor drei Monaten noch bei 147 Dollar, ist er nunmehr auf 57 Dollar gefallen. Dieser Preissturz trifft nicht alle gleich. Wie der Internationale Währungsfonds in einem Bericht vom Oktober 2008 feststellt, benötigen folgende Staaten folgende Mindestpreise für das Fass Erdöl, wenn ihr Staatshaushalt ausgeglichen sein soll:
Irak 111 Dollar/Fass
Iran 90 Dollar /Fass
Algerien 56 Dollar/Fass
Kuweit 36 Dollar/Fass
Qatar 24 Dollar/Fass
Vereinigte Arabische Emirate 23 Dollar/Fass.
Kein Wunder also, dass die Regierung von Ahmadineschad jüngst versuchte, durch die Einführung einer Mehrwertsteuer die Löcher im Haushalt zu stopfen. Angesichts der niedrigen Erdölpreise ist das Interesse der sogenannten Reformer, bei den nächsten Präsidentenwahlen die Regierung zu übernehmen, spürbar abgekühlt.

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