Ahmadinejad’s Methode, Probleme zu lösen

Gläubige Schiiten pflegen zu den Gräbern der Imame oder deren Söhne zu pilgern um dort zu beten. Sie bitten um bestimmte Erleichterungen in ihrem Leben und die Vergebung ihrer Sünden.

Auf dem Bild oben ist das Grabmal des Sohnes eines Heiligen Imams zu sehen. Er hat den Namen Abdullah, Sohn von Ali, Sohn von Ghassem, Sohn von Said, Sohn von Imam Hassan. Imam Hassan ist der zweite Heilige Imam der Zwölfer-Schiiten, der größten schiitischen Strömung. Das Grab wird auf einem Lastwagen von Dorf zu Dorf transportiert und so den Menschen näher gebracht.

Seit Ahmadinejad an die Macht gekommen ist, gehen die Leute wieder vermehrt zu solchen Gräbern. Die Regierung unterstützt dieses Phänomen und organisiert dessen Verbreitung, indem sie breit in den Medien darüber berichtet sowie derartige Pilgerzüge ermöglicht und teilweise finanziert. Glaubt man den Medien, werden richtige Wunder an den Grabmälern vollbracht: arme Menschen werden reich, kranke Menschen werden gesund, etc.

Die Regierung hat die Erfahrung gemacht, dass die Menschen, die von ihren Alltagsproblemen erfüllt sind, sich auf diese Weise erleichtern können und betend warten, auf dass sich die Probleme von selbst ergeben. Ahmadinejad hatte versprochen, das Öl unter der Bevölkerung zu verteilen. Anstelle des realen Öls kommen nun die Lastwägen voller Ideologie.

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