Eingeständnis einer verantwortlichen Person im Iran

Abbas Ali Alizadeh, stellvertretender Leiter der Judikative, hat in einem Interview mit der Nachrichtenagentur FARS am Samstag, den 15.11.2008, bekannt gegeben, dass einer von acht Iranern eine Akte bei Gericht besitzt. Weiter meinte er, wenn – vorsichtig geschätzt- drei Personen pro Akte beteiligt seien oder – ganz optimistisch – nur von zwei Personen pro Akte ausgegangen werde, damit zu rechnen sei, dass 18 Mio. Iraner Kläger oder Beklagte sind. Das sei für die islamische Revolution eine Katastrophe. Diese Situation werde laut Alizadeh von Armut und Arbeitslosigkeit verursacht. Er bot allen Interessierten an, zum Gericht zu kommen, um zu erfahren, wie viele Familien durch Arbeitslosigkeit zerrissen wurden. Drei Jahrzehnte nach der Islamischen Revolution, nachdem so viele Menschen wegen Drogendelikten hingerichtet und so viele Menschen ins Gefängnis geschickt wurden, stellt er die Frage: „Konnten wir diese Probleme lösen?“ Er betont, dass viele erfahrene Menschen, Soziologen und Wissenschaftler nicht glauben, dass man diese gesellschaftlichen Probleme mit Gewalt, Gewehren, Peitschenhieben und Gefängnis lösen kann.

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