Archiv für März 2009

Bilder von Kandova, Provinz Tabris im Iran

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kandovan

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Noruz-Reisende im Iran

In der ersten Woche nach Frühlingsanfang und während der Noruz-Ferien reisen viele IranerInnen nach Schiraz und Umgebung. Sie besichtigen die historischen Stätten und Ausgrabungsorte, wie z.B. das Grabmal von König Kurosh (Kyros II.).

Die Familien ordnen auf dem Boden ein Sofre Haft Sin an und feiern das neue Jahr.


Das rote Buch am Boden ist keineswegs der Koran – sondern das Schahname, ein alter iranischer Heldenepos von Ferdousi, der 940-1020 n.Chr. lebte.

Die Menschen singen ein altes persisches Lied.

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Bilder der turkmenischen Bevölkerung im Iran

Im Iran leben Perser, Azerbeijaner, Kurden, Belutschen, Araber und Turkmenen. Die folgenden Bilder stammen aus der Stadt Bandar Turkaman (wörtlich: Hafen der Turkmenen) , die im Nordosten des Irans gelegen ist.

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Ahmadinejad’s doppelte Niederlage: im Spiel und in der Politik

Am Samstag, den 28.3.2009, fand ein WM-Qualifikationsspiel für die Fußballweltmeisterschaft 2010 zwischen Saudi-Arabien und Iran im Azadi-Stadion von Teheran statt. Die 100.000 Plätze waren ausverkauft. Die iranische Mannschaft hat 1:2 verloren. Sowohl die Menschen hinter den BIldschirmen zuhause als auch das Publikum im Stadion waren über die Leistungen ihrer Mannschaft und insbesondere über deren Trainer Ali Daei enttäuscht.

Die Iraner wissen, dass Ali Daei seine Position als Trainer nur über seine gute Beziehung zum Staatspräsidenten Ahmadinejad erhalten konnte. Ali Daei hat Ahmadinejads Politik im In- und Ausland bei jeder Gelegenheit verteidigt, er hält sich beim Training an islamische Regeln und es werden ihm Beziehungen zum Geheimdienst nachgesagt. Mit Hilfe dieser Beziehungen gelang es Ali Daei auch, ein Unternehmen für Sportbekleidung aufzubauen, wodurch er reich wurde. Nationalspieler, die sich direkt oder indirekt positiv zu den „Reformisten“geäußert hatten, mussten bei diesem Spiel auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Nach dieser Niederlage kamen aus verschiedenen Richtungen der Gesellschaft Proteste, die dazu führten, dass Ali Daei „von seinen Aufgaben entbunden wurde“.

Dieses WM-Qualifikationsspiel war nicht nur ein reines Sportereignis sondern auch ein Ausdruck für die poltische Konkurrenz zweier islamistischer Regierungen. Der Iran als schiitische Regierung und Saudi Arabien als sunnitische Regierung behaupten gleichermaßen Anführer der islamischen Welt zu sein. Um bei diesem Ereignis als Sieger hervorzugehen, werden auf beiden Seiten große Mengen an Kapital investiert.

Ohne es vorher bekannt gegeben zu haben, war Ahmadinejad während des Spiels persönlich im Stadion anwesend. Ihm war versichert worden, dass die iranische Mannschaft bei diesem Heimspiel gewinnen würde. Die Website Baztab berichtete, dass ein paar Minuten nach dem Anstoß Ahmadinejad auf der Tribüne erschien und die Moderation extra unterbrochen wurde, um ihn zu begrüßen. Obwohl mehrmals auf die Anwesenheit des Staatspräsidenten hingewiesen wurde, gab es im Publikum keinerlei Reaktion. In der Halbzeitpause rief der Stadionsprecher das Publikum dazu auf, sich von den Plätzen zu erheben und die iranischen Fahnen in Richtung des Staatspräsidenten zu schwenken. Wiederum gab es keine Reaktion.

Ahmadinejad unternimmt derzeit große Anstrengungen im Rahmen seiner Neu-Kandidatur für die Staatspräsidentschaft, mit dem Ziel, ab Juni 2009 für weitere vier Jahre dieses Amt auszuüben. Das Innenministerium aber auch andere Ministerien wurden in den letzten Jahren Schritt für Schritt militarisiert und mit Vertretern aus der Revolutionswächterorganisation besetzt. Der Religionsführer Chamenei unterstützte die Regierung Ahmadinejead in jeder Rede, wodurch in der Bevölkerung die Vorstellung geschaffen wurde, dass er Rückendeckung von ganz oben hat und dadurch ein zweites Mal Staatspräsident werden könnte. Die Reformisten behaupten dagegen, dass Ahmadinejads Innen- und Außenpolitik den Iran zu Grunde gerichtet hat und dass, wenn nicht bald eine Änderung geschieht, die islamische Revolution in Gefahr gerät. Und so recht scheint Ahmadinejad selbst nicht an eine weitere Legislaturperiode mit ihm an der Spitze zu glauben, wenn er wie jüngst öffentlich äußert: „es ist nicht wichtig ob man zehnmal wiedergewählt wird oder nur einen Monat im Amt ist, wichtig ist, im Interesse des Volkes und der Nation zu handeln.“

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Nourus: Das Volk lässt sich das Fest nicht nehmen

Dreißig Jahre sind seit der Revolution von 1979 vergangen, und die iranische Geistlichkeit wird nicht müde, dieses Ereignis zu feiern. Und wie schon Ajatollah Chomeini vor dreißig Jahren versuchen sie alles „Unislamische“ auszumerzen, wozu auch das traditionelle iranische Neujahrsfest Nourus gehört. Auch dieses Jahr wetterten die Mollas wieder gegen dieses Fest, das am 21. März 2009 begann. Aber es hilft nichts, die Menschen lassen sich ihre Feste nicht von ihnen vorschreiben, auch nicht die alten, gläubigen Menschen. Diese Frauen aus Gilan im Norden des Iran pflegen den alten Brauch, dem Neujahrsfest entgegen zu wandern, um es zu begrüßen.

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Sprösslinge der Freiheit

Die StudentInnen vieler Universitäten im Iran haben in einer abgestimmten Aktion junge Bäume auf dem Universitätsgelände gepflanzt und diese „Sprösslinge der Freiheit“ und „Sprösslinge der Hoffnung“ genannt. Auf den Fotos der Teheraner Aktion unten werden Bilder von StudentInnen gezeigt, die sich derzeit im Gefängnis befinden und deren Freilassung gefordert wird.

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Ausschreitungen in der Stadt Andimeshk, Südiran

Am letzten Mittwoch kam es in der Stadt Andimeshk im Südiran zu Zusammenstößen zwischen zwei verfeindeten Stämmen, die von Mittags bis spät in der Nacht andauerten. Jugendliche beider Seiten hatten die Auseinandersetzung mit Waffen aller Art begonnen. Die offiziellen persischen Nachrichtenagenturen sprechen von bis zu dreitausend Beteiligten.

Die Ordnungsbehörden konnten den Konflikt nicht unter Kontrolle bringen. Es mussten Aufstandsbekämpfungseinheiten aus anderen Städten angefordert werden. Angeblich wurden bislang 11 Personen getötet und 200 Personen verletzt.

Nach letzten Berichten kochte dieSituation hoch, als die Polizei versuchte, gegen die sich bekämpfenden Gruppen vorzugehen. Ein Polizist wurde dabei getötet und weitere zehn Polizisten wurden verletzt. Mehrere Polizeifahrzeuge wurden stark beschädigt.

Die gesamte Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Mindestens 300 Personen sind festgenommen worden. Die Krankenhäuser sind mit verletzten Menschen überfüllt.

Die Bevölkerung der Stadt setzt sich mehrheitlich aus Sunniten mit arabischem Hintergrund zusammen.

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Verfolgung von Baha‘i im Iran

Seit die Islamische Regierung im Iran an die Macht gekommen ist, wurde die Religionsgemeinschaft der Baha‘i ständig unterdrückt, viele ihrer Anhänger sind hingerichtet worden, viele mussten fliehen. Seit letztem Jahr nimmt die Unterdrückung erheblich zu. In den letzten Tagen haben organisierte Unbekannte in der Stadt Semnan, 200 km östlich von Teheran, Morddrohungen und sonstige Parolen an die Hauswände gemalt.

Diese Parolen lauten übersetzt „Baha‘i = Verräter“, „Baha‘i = Gottlose“ und „Baha‘i verpisst euch“.

An anderen Stellen wurde „Tod den Baha‘i“ geschmiert.

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Stellvertretender Staastsanwalt von Isfahan erschossen

Der stellvertrende Staatsanwalt in Isfahan, Ahmadreza Tulahi, ist heute morgen, Montag, den 16. März, auf offener Straße vor dem Gebäude des Islamischen Revolutionsgerichtes erschossen worden.

Gholam Reza Ansari, der Leiter der Judikative in Isfahan, hat in einem Interview bestätigt, dass der Täter aus unmittelbarer Nähe geschossen hat und sein Opfer sofort tot war. Der Täter hat sich im Anschluss an seine Tat der Polizei gestellt und wurde festgenommen. Ferner wurde berichtet, dass der getötete Staatsanwalt in einem früheren Prozess gegen den Täter aufgetreten war.

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Frühling, Sofre Haft Sin, Nouruz-Fest und das Mullah-Regime

Sofre Haft Sin (سفره هفت سین)

Haft Sin sind sieben Elemente, die alle im Persischen mit dem Buchstaben „S“ beginnen, mit denen die Tafel des Nouruz-Festes (persisches Neujahrsfest), zu Frühlingsbeginn (um den 21. März) im Iran dekoriert wird. Sprossen symbolisieren dabei Munterkeit, Pudding aus Weizen symbolisiert Wohltat und Segen, Knoblauch symbolisiert Schutz, Mehlbeeren die Saat des Lebens, Essig steht für Fröhlichkeit, Gewürzsumach symbolisiert den Geschmack des Lebens und Äpfel die Gesundheit.

Das Nouruz-Fest ist laut historischen Aufzeichnungen ungefähr 3000 Jahre alt. Auf Befehl eines Königs mit dem Namen Jamsheed wurde der erste Tag des Frühlings im ganzen Iran gefeiert. In der Folgezeit wurde dieses Fest jedes Jahr vom iranischen Volk gefeiert. Zehn Tage vor Frühlingsanfang wird das ganze Haus sehr gründlich geputzt und die ganze Familie neu eingekleidet.

Bei dem Fest wird traditionellerweise Reis mit Gemüse und Fisch gegessen. Früher war es eine Pflicht, dass Stammesangehörige ihr Oberhaupt besuchen, ihm feierlich gratulieren, seine Hände küssen und es umarmen. Auch heute noch existiert dieses Prinzip in der gesamten iranischen Gesellschaft, unabhängig von der Schichtzugehörigkeit. Die Kinder müssen ihre Eltern besuchen und ihnen zum Nouruz gratulieren oder hochrangige Persönlichkeiten gratulieren ihrem Gouverneur. Es gehört dazu, dass bei dem Besuch ein Strauß Blumen oder frisches Grün übergeben wird.

Offiziell dauert die besondere Zeit bis zum 13. Tag nach Frühlinganfang. In dieser Zeit sind die Menschen unterwegs von einer Ecke des Landes in die andere, um sich gegenseitig zu besuchen. Schulen und Universiäten haben geschlossen. Andere Institutionen staatlicher oder privater Art nehmen bereits nach fünf Tagen ihre normale Arbeit wieder auf. Schon immer war diese Zeit für die Menschen eine Gelegenheit, insbesondere unter fremder Herrschaft, einander auf vielfältige Weise zu besuchen und miteinander zu sprechen.

Schon im ersten Jahr, in dem Chomeini und seine Anhänger den Iran in ihre Gewalt bringen konnten, versuchten sie zu beweisen, dass das Nouruz-Fest unislamisch sei. Ein paar Monate vor dem zweiten Nouruz-Fest wurden die Mullahs in alle Winkel des Irans gesandt, um für das Ramadan-Fest an Stelle des Nouruz-Festes zu werben. Doch die Iranerinnen und Iraner liessen nicht davon ab, ihr Nouruz-Fest weiterhin zu feiern. Seit 30 Jahren versuchen nun religiöse Führer und Rechtsgelehrte im Iran, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, dieses Fest zu unterdrücken. Auch heute noch fällt es der Regierung schwer, die besonders in den drei wichtigsten Tagen stattfindende rege Reisetätigkeit zu kontrollieren.

In der iranischen Literatur hat der Begriff des Frühlungs eine besondere Bedeutung: seit jeher wird der Gegensatz von Winter und Frühling verwendet, um versteckten Protest gegen das herrschende System auzudrücken. Es gab in den letzten zwei Jahrtausenden keinen Dichter im Iran, der nicht über den Frühling geschrieben hat. Frühling war für sie Empörung.

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Teheran, 8. März 2009: Marg bar mardsalari

Die Islamische Republik Iran gehört nicht zu den Staaten, in denen Aktivitäten zum Internationalen Tag der Frau – den 8. März – vom Staat gern gesehen werden. Jahr für Jahr gibt es bei Kundgebungen zu diesem Thema Polizeieinsätze und Festnahmen. Aufgrund dieser Erfahrungen sind viele Gruppen im Iran dazu übergegangen, im privaten Rahmen Veranstaltungen zum Thema Frauenrechte abzuhalten. Aber es gibt auch Ausnahmen.

Dieser junge Mann demonstrierte im Zentrum von Teheran auf der Vali-Asr-Straße am 8. März mit einem T-Shirt, auf dem die Worte „Marg bar Mardsalari“ aufgebracht waren, das heißt zu deutsch: „Tod der Männerherrschaft.“ Und dazu trug er ein Kopftuch!
Wie der Reporter später erfahren hat, wurde der Mann verhaftet. Aber sein Protest bleibt auf den beiden Fotos für alle sichtbar. Man kann davon ausgehen, dass der Mann wusste, dass man ihn verhaften und verprügeln und misshandeln würde. Es gehört viel Mut dazu, diesen Schritt trotzdem zu wagen.

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Mirhossein Mussawi: Neuer Präsidentschaftskandidat

Heute hat Mirhossein Mussawi bekannt gegeben, dass er für die kommenden Präsidentschaftswahlen im Iran kandidieren wird. In diesem Zusammenhang hat Ex-Präsident Chatami seine Kandidatur zurückgezogen und erklärt, seine Anhänger würden alle Mirhossein Mussawi unterstützen.
Wer ist Mirhossein Mussawi?
In den acht Jahren Krieg zwischen Irak und Iran (1980-er Jahre) war Mirhossein Mussawi Ministerpräsident unter Ajatollah Chomeini. Sein Amt wurde nach dem Ende des Krieges abgeschafft und mit den Aufgaben des Präsidenten verschmolzen. Seit seinem Rücktritt bis jetzt hat sich Mirhossein Mussawi nicht mehr an der Öffentlichkeit geäußert und keinerlei Interviews gegeben. Er saß zwar im Rat zur Wahrung der Interessen des Systems (Shoura-ye maslehat-e nezam), spielte politisch aber keine entscheidende Rolle.
Durch seine Erfahrung als Chomeinis Ministerpräsident der Kriegsjahre genießt er auch unter einem Teil der sogenannten Fundamentalisten Unterstützung, ebenso wie ihn die sogenannten Reformisten unterstützen. Aus früheren Äußerungen von Chatami ist bekannt, dass Mirhossein Mussawi wohl schon davor angesprochen worden war, für diese Wahlen zu kandidieren, es damals aber abgelehnt hat.
Die Unterstützer des derzeitigen Präsidenten Ahmadineschad dürften nicht zu den Anhängern von Mirhossein Mussawi gehören.

Kommentar: Die Tatsache, dass Mirhossein Mussawi jetzt kandidiert, dürfte bedeuten, dass er die Unterstützung des religiösen Führers Ajatollah Chameinei erhalten hat, sonst hätte er sich kaum umstimmen lassen. Dass Ajatollah Chamenei auf seine Bedingungen eingegangen ist, dürfte damit zusammenhängen, dass Präsident Ahmadineschad sowohl innen- wie außenpolitisch auf Konfrontationskurs gegangen ist, er – und seine Hintermänner – aber mit dieser Politik in mehrfacher Hinsicht in eine Sackgasse geraten sind. Zum einen hat sich mit der Wahl von Barak Obama in den USA die Chance einer außenpolitischen Veränderung ergeben, die mit einem Konfrontationskurs kaum genutzt werden kann, zum andern ist die Politik des Versprechens und Verteilens, die Ahmadineschad im Inland gegenüber seinen Anhängern und Wählern bislang gefahren ist, aufgrund des Kursverfalls des Erdölpreises nicht mehr finanzierbar. Ein Barrel Öl liegt heute unter 40 Dollar, während es im Jahr 2008 zeitweise für 147 Dollar verkaufte. Da Erdöl das wichtigste Exportprodukt des Irans und die Haupteinnahmequelle des Staatsbudgets ist, kann man sich leicht ausmalen, was das für Ahmadineschads Innenpolitik für Folgen hat.
Aus der Kandidatur von Mirhossein Mussawi kann man möglicherweise den Schluss ziehen, dass der religiöse Führer Ajatollah Chamenei nicht mehr hinter der Kandidatur von Präsident Ahmadineschad steht. Die Pasdaran, der Geheimdienst und die Bassidschis, die sich ein eigenes wirtschaftliches Imperium aufgebaut haben, werden ihre Position allerdings mit Klauen und Zähnen verteidigen, so dass auch ein künftiger Präsident Mussawi keineswegs bedeutet, dass er sich gegen den Gewaltapparat durchsetzen kann.

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Badgir – Kühle in der Wüste


Manch einer mag sich fragen, wie die Menschen es schaffen, in heißen Wüstenstädten wie Yazd zu überleben, und das nicht nur heute, in Zeiten elektrischer Kühleinrichtungen, sondern schon seit Jahrhunderten. In der persischen Architektur gibt es dafür eine Einrichtung, die sich „badgir“ nennt – der Windfänger. Das sind Luftschächte, die vom Hausinneren auf Dach führen und so selbst bei heißen Temperaturen für einen angenehmen Luftzug sorgen.

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Ahmadinejads Moderne


Gerne posaunt die iranische Regierung ihre Erfolge auf dem Gebiet der Raketentechnologie in die Öffentlichkeit, die ja angeblich nur friedlichen Zwecken dient. Genauso wie der Bau von Atomkraftwerken ja auch nur der friedlichen Nutzung zum Zwecke der Versorgung der Bevölkerung dient. Auffällig ist allerdings, dass ein Land, das auf gewaltigen Vorräten von Erdgas ruht, dieses entweder abfackelt oder im besten Fall in Gasflaschen abfüllt, damit die Bevölkerung sich mit Energie versorgen kann. Von Gasleitungen noch nichts gehört, wie es scheint. Das wäre ja dann auch wirklich für die Bevölkerung, und so weit will auch kein Ahmadinejad gehen.

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