Studentinnenwohnheime im Iran


Auf der Tafel am Eingang steht: „Studentenwohnheim Forugh“

Diese beiden Bilder zeigen die Aussenansicht eines Studentinnenwohnheims der Stadt Hamedan. Jedes einzelne Fenster ist abgedeckt mit blauem Iranit (einem flexiblen Material aus Plastik). Die Abdeckung soll verhindern, dass von außen in die Zimmer der Studentinnen oder von innen heraus geschaut werden kann. Das geschieht angeblich in Übereinstimmung mit islamischen Regeln. Die iranische Regierung versucht nach Möglichkeit alle Studentinnenwohnheime so auszurüsten.

In diesen Wohnheimen werden Studentinnen auf verschiedenste Weise schikaniert: Sie dürfen nur zu bestimmten Zeiten herein- oder herausgehen. Es reicht nicht aus, nur ein Kopftuch zu tragen, vielmehr ist ein Tschador unbedingt erforderlich. Weder einen schönen Schal zu tragen noch Makeuputensilien in der Tasche oder auf dem Zimmer zu haben ist erlaubt. Besuch auf dem Zimmer oder telefonischer Kontakt mit den Eltern ist nicht gestattet. Von Semester zu Semester wird diese Kontrollpolitk härter.

Die Studentinnen fühlen sich wie im Gefängnis.

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