Iran: Die Menschen denken selber

Bei den Demonstrationen vom Montag, den 15. Juni 2009, gegen die Fälschung der Wahlergebnisse im Iran, ging die Parole, dass man am nächsten Tag auf dem Wali-Asr-Platz in Teheran erneut versammeln wolle. Die in Ahmadineschads Hand stehenden Massenmedien – Radio, Fernsehen – riefen darauf seine Anhänger auf, sich am 16. Juni auf dem Wali-Asr-Platz zu versammeln. Die von Ahmadineschad ausgebooteten Kandidaten – Mir-Hossein Mussawi und Karubi – forderten ihre Anhänger auf, nicht zu demonstrieren. Bei den Demonstrierenden stießen sie dabei auf taube Ohren. Sie erwiesen sich als mündige Bürger und beschlossen, trotzdem auf die Straße zu gehen. Allerdings im nördlicher gelegenen Abschnitt zwischen dem Wanak-Platz und dem Tadschrisch-Platz, um Zusammenstöße mit Ahmadineschads Schlägern zu vermeiden. Auf der Gegendemonstration wurden Flugblätter verteilt, die dazu aufriefen, Ruhe zu bewahren:
Aramesh bar golule piruz mishe – Ruhe siegt über Gewehrkugeln.
Laut Angaben von Augenzeugen sollen am 16. Juni in Teheran 150.000 Menschen gegen die Wahlfälschung auf die Straße gegangen sein.

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