Ahmadineschad fordert schärfere Haftbedingungen


Ali-Resa Afshar, Assistent des Innenministers
Der Assistent des iranischen Innenministers für soziale und kulturelle Angelegenheiten, Ali-Resa Afshar, äußerte sich am 18. Juli 2009 wie folgt zur Haftpolitik des Regimes:
„Leider sind unsere gesellschaftlichen Verhältnisse derart, dass Berufsverbrecher überhaupt keine Angst davor haben, ins Gefängnis zu kommen, mit anderen Worten, unsere Gefängnisse sind für die Verbrecher wie ein Hotel.“

Im Gefängnis wie im Hotel…
Mit Hinweis auf Äußerungen des Präsidenten (Ahmadineschad) erklärte er: „Die Gefängnisse müssen so sein, dass Berufsverbrecher nicht den Wunsch verspüren, in diese Räumlichkeiten zurückzukehren. Zum Glück sieht das Gesetz die Schaffung spezieller Räume in den Gefängnissen vor, so dass Personen, die in Verbindung mit der Drogenkriminalität und damit zusammenhängenden Problemen stehen, an ihrem Haftort zu Schwerarbeit angehalten werden.“

So wünscht sich Ahmadineschad das Gefängnis (für die andern natürlich)
Er sagte weiter: „Der Präsident der Republik fordert auch die Schaffung von gesetzlichen Bedingungen, damit der Aufenthalt im Gefängnis für Berufsverbrecher härter wird. Die Schaffung dieser Bedingungen obliegt allerdings der Gefängnisverwaltung.
Quelle: http://news.police.ir/NCMS/FullStory/?Id=94629


Angehörige warten vor Revolutionstribunal
Nach den erneuten Festnahmen im Zusammenhang mit den Massenkundgebungen von gestern, dem 17. Juli 2009, warten die Angehörigen der Festgenommenen vor dem Ewin-Gefängnis, dem Revolutionsgericht und der Polizeiwache 148, um Näheres über das Schicksal der Verhafteten zu erfahren. Die Behörden schicken sie von einer Stelle zur andern und behaupten, dass die gesuchte Person nicht bei ihnen sei. In anderen Fällen fordern sie die Angehörigen auf, diverse Dokumente zusammenzustellen, damit eine Freilassung auf Kaution (z.B. gegen Hinterlegung der Hausurkunde) möglich ist. Wenn die Angehörigen dann mit den verlangten Dokumenten kommen, werden sie nur dumm angemacht, wer ihnen denn gesagt habe, dass sie so was bringen sollten, sie sollten heimgehen, man werde sie dann schon benachrichtigen.

Anmerkung: Wer als Drogendealer oder Berufsverbrecher eingestuft wird, liegt in der Hand des Regimes. Faktum ist, dass die Regierung Ahmadineschad die Unterdrückung in den Gefängnissen noch brutalisieren will.

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