Sehen und gesehen werden bei den iranischen Revolutionsfeierlichkeiten

Die Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution haben begonnen und ein umfangreiches Propaganda- und Kulturprogramm soll den entsprechenden Rahmen bieten.

In diesem bekannten Festsaal von Teheran für die Auftaktveranstaltung zu den Revolutionsfeiern müssten eigentlich viele hundert Menschen zu sehen sein: Jurymitglieder, Künstler, Politiker, Zuschauer, usw. – in der Regel ausgesuchte Anhänger und Repräsentanten des islamischen Systems. Sie haben in früheren Jahren den Saal bis zum Rand gefüllt. Die Teilnehmer werden jedesmal kostenlos mit Speis und Trank verpflegt und müssen keinen Eintritt zahlen.

Dieses Jahr jedoch haben viele geladene Künstler und Jurymitglieder ihre Beteiligung abgesagt und nur wenige Zuschauer füllen die Sitzreihen. Es scheint, als wäre es dem Ruf eines Künstlers oder Politikers eher abträglich, bei dieser Veranstaltung gesehen zu werden.

Ganz ähnlich sieht es bei den dezentralen Veranstaltungsorten für das Kulturprogramm aus: Dort wo früher die einfachen Menschen in langen Schlangen für kostenlose Filmvorführungen inklusive einem Sandwich und Fahrtkostenerstattung anstanden, ist heutzutage gähnende Leere.

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