Die Iranische Studentenbewegung kämpft gegen ein Verbrecherregime.
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Die Studentenbewegung im Iran hat den Machthabern schon immer große Probleme bereitet. Wann immer ein Anhänger von Chamenei oder Ahmadinejad wagte, politische Veranstaltungen an den Universitäten abzuhalten, waren die Sääle entweder leer oder er musste vor vielen Zuhörern mit scharfer Kritik rechnen. Umgekehrt hatten reformistische Politiker bei Studenten eher Zulauf und konnten u.a. im letzten Wahlkampf zur Staatspräsidentenwahl Veranstaltungen vor interessiertem Publikum stattfinden lassen. Der Regierung war klar, dass der organisierte Protest nach den Wahlen zu einem bedeutenden Teil von den organisierten StudentInnen ausging, die wiederum breite Teile der Bevölkerung elektrisierten. Aus diesem Grunde griff die Regierung zwei Tage nach ihrem Wahlbetrug im Juni 2009 und den unmittelbar darauf folgenden Massenprotesten die Studentenwohnheime an. Damals, am 16. Juni berichteten wir wie folgt:

„Der nächtliche Überfall auf Studentenwohnheime im ganzen Iran ist vor dem Hintergrund einer landesweiten Aktion der Regierung Ahmadineschad (Ajatollah Chamenei) zu sehen, mit dem Ziel, die Protestbewegung nach dem Wahlbetrug zu köpfen. Wie schon früher berichtet, gibt es im Iran keine Oppositionsparteien im westlichen Sinne. Die Studentenbewegung ist die einzige Organisation, die Proteste organisieren kann, die dann auf die gesamte Bevölkerung übergreifen können. Deshalb hat Ahmadineschad in der Nacht vom Sonntag (14.6.) auf Montag (15.6.) gegen 2 Uhr nachts Hisbullahis und Sondereinheiten in zahlreiche Studentenwohnheime in Teheran, Isfahan, Schiras, Maschhad, Kermanschah, Babol-Sar, Urumije und Tabris geschickt, wo sie koordiniert mit Streumunition, Messern und Ketten auf die Studenten losgingen und viele Menschen verletzten und verhafteten. Zugleich ruinierten sie die gesamte Einrichtung der Wohnheime, die Küchen usw. Laut neuesten Meldungen sollen bei diesen Angriffen allein in Teheran fünf Studierende ermordet worden sein, zwei davon Studentinnen.“ (zum Artikel vom 16.6.2009)


Der Moment, in dem die Basiji und die Spezialeinheiten die Studentenwohnheime stürmen


Die festgenommenen Studenten werden geschlagen und wie Leichen übereinandergestapelt

Seit gestern, Montag, den 22. Februar 2010, berichteten die Medien in aller Welt von einem neu aufgetauchten Video, der während der Übergriffe auf die Studentenwonheime gedreht wurde und angeblich von einem beteiligten Basiji stammt. Wie der Video seinen Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat, ist uns nicht bekannt. Zu sehen ist, wie Basijis über mehrere Stunden hinweg, unterstützt von Spezialeinheiten, versuchen, die Studentenwohnheime zu stürmen, die wiederum von den Studenten verteidigt werden.

Parallel dazu ist ein Video auf der Website der oppositionellen Studentenbewegung erschienen, der von den Studenten selbst an dem Tag gedreht wurde, der auf den Angriff folgte. Er ist um einiges länger und detaillierter als alles Material, das bislang gezeigt wurde. Hier sieht man, wie jedes einzelne Zimmer in den Wohnheimen zerstört worden ist – teilweise sind die Räume völlig ausgebrannt – und wie am Morgen die Trümmer mit Bulldozern und der Müllabfuhr beseitigt werden.

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