Bettelbrief der Regierung Ahmadineschad

„Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“ (Bertold Brecht)


Im folgenden die Übersetzung dieses Dokuments:

An den Direktor der Gas- und Erdölraffinerie von Bandar-Abbas

Sehr geehrter Herr Direktor,
anlässlich der dritten geplanten Rundreise des geehrten Herrn Präsidenten der Islamischen Republik Iran in der Provinz Hormozgan (Hormosgan) und der vorgesehenen Begegnung mit der werten Bevölkerung der Provinz sind nicht nur Sie eingeladen, sondern es wird darum gebeten, dass Sie die notwendigen Vorbereitungen treffen, damit sich mindestens 1000 Angestellte der Raffinerie in der Berufskleidung dieser Firma und ausgestattet mit geeigneten Plakaten am Donnerstag (11.3.2010) Punkt 8 Uhr Morgen im Sportstadium „Takhti“ von Bandar-Abbas einfinden.

Ahmad Rasti
Berater des Arbeitsministers und Generaldirektor des Arbeitsministeriums


Ahmadineschad in Bandar-Abbas, die Frauen wollen ihm ihre Bitten brieflich übergeben

Kommentar:
Wenn der Fabrikdirektor ein solches Schreiben erhält und es nicht schafft, 1000 Arbeiter an den genannten Ort zu schicken, ist er seinen Job los. Ähnliche Briefe gehen natürlich auch an Schuldirektoren und andere Institutionen in Bandar-Abbas. Das Besondere in diesem Fall ist nur, dass jemand aus dem Arbeitsministerium den Brief in die Hand gekriegt und kopiert hat, bevor er ihn weiterleitete, so dass man ihn im Internet finden kann.

Diese Zuhörer im Takhti-Sportstadium haben auch ein Anliegen, sie bitten um ein persönliches Gespräch mit dem Präsidenten


Und diese junge Frau hat auch ein Anliegen, aber der staatlichen Agentur ISNA ist später aufgefallen, dass ihre Modevorstellungen nicht ganz den Vorstellungen der Designer mit den Rauschebärten entsprechen, und so fiel es zwischenzeitlich unter den Hammer der Zensur

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