Iran: die nächste Drohung hängt in der Luft


Ajatollah Chamene‘i: Das Fest des Tschahar-Schanbeje Suri ist Feueranbetung!

In diesen Tagen hat der Staatsanwalt von Teheran Ja‘far Dowlatabadi verkündet, dass sechs „Unruhestifter“, die an den Protesten vom Aschura-Tag (27. Dezember 2009) teilgenommen hatten, zum Tode verurteilt worden seien. Wenn die Revisionsinstanz das Urteil bestätige, würden die sechs hingerichtet.


Allgemeiner und Revolutionsstaatsanwalt von Teheran, Ja‘far Dowlatabadi

Diese Meldung, die rasch in den staatlichen Medien verbreitet wurde, soll offensichtlich der Einschüchterung der Bevölkerung dienen. Denn morgen Abend, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, wird im Iran traditionell der letzte Mittwoch des iranischen Jahres – der Tschahar-Schanbeje Suri – gefeiert. Dazu werden überall auf öffentlichen Plätzen Scheiterhaufen angelegt, über die die Jugendlichen springen. Es ist ein Brauch, der noch aus vorislamischer Zeit stammt und den selbst Ajatollah Chomeini nicht unterdrücken konnte.
Aber diesmal will das Regime seinen Willen durchziehen. Ajatollah Chamene‘i, der jetzige „Revolutionsführer“, hat bekannt gegeben, dass diese Feier reiner Aberglauben und unislamisch sei. Die Pasdaran, die Bassidschi-Milizen und die Polizei haben eine gemeinsame Kommandozentrale gebildet, um diese Feiern schnell überall unterdrücken zu können. Zu diesem Zweck finden heute auch Manöver in Teheran und in anderen Städten statt.

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