Iran: Der Präsident sitzt auf Nesseln


Der iranische Präsident Ahmadineschad fuhr Anfang dieser Woche nach Urumije (West-Aserbaidschan), um dort eine Rede zu halten. Das Foto oben zeigt einen Ausschnitt der Tribüne, von der er das versammelte Volk begrüßt. Links von ihm zwei Leibwächter, die die Lage vor und hinter ihm sondieren. Rechts von ihm ein weiterer Leibwächter, der die Lage kritisch prüft. Und schließlich noch drei wichtige lokale Geistlichen mit weißem Turban, die vor allem deshalb hier antreten müssen, dass im Falle eines Attentats auch sie mit ihrem Leben bezahlen müssten. Auf diesem Weg hofft Ahmadineschad, für seine Sicherheit zu sorgen.

Hier ein Foto von den Zuschauern von Ahmadineschads Begrüßungsrede. Das Foto stammt von der staatlichen Agentur ISNA. Auffällig ist das grüne Plakat links von Ahmadineschads Foto. Für das persische Publikum handelt es sich dabei nicht um eine Vorführung iranischer Schönschreibkünste, wie ein Ausländer meinen könnte, es ist ein Protestplakat. Was sagt es?

„(Geehrter – nachträglich eingefügt) Präsident der Republik, der behauptet, für Gerechtigkeit zu sein:
Die Wohnungsbaubehörde der (hier wurde noch was überklebt) Militär-Kaserne und der Straßenbauverwaltung
hat das Land des Dorfes Kordlor, das uns armen Hungerleidern gehört, mit Gewalt an sich gerissen.
Wir fordern unser Recht ein.“

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