Erklärung des Rats der Lehrergewerkschaft

Am 2. Mai wird in unserem Land traditionell der Tag des Lehrers begangen. An diesem Tag wurden Dr. Abolhasan Khanali und Ostad Motahari getötet. Darunter leidet unsere Gesellschaft. Beide sind Opfer der Brutalität. Anderswo in der Welt hätten die Lehrer an so einem Tag das Recht, zu demonstrieren, sich zu versammeln und ihre wirtschaftliche und sonstigen Probleme zu benennen. Auch die iranische Verfassung hat uns dieses Recht gegeben. Aber tatsächlich wird ein Lehrer streng bestraft, sollte er es wagen zu demonstrieren.

Unsere erste Forderung lautet daher: Freiheit für alle Lehrerinnen und Lehrer, die im Gefängnis sitzen. In der Schule herrscht ein Klima der Angst, und ein Lehrer kann sich bei seiner Arbeit nicht sicher fühlen. Das muss geändert werden.

(…)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir, die Mitglieder des Zentralrats der Lehrergewerkschaft, treten ab dem 2. Mai für die Dauer von 6 Tagen in den Hungerstreik für unsere Kolleginnen und Kollegen, die zu Unrecht im Gefängnis oder von der Hinrichtung bedroht sind.

Am 2. Mai werden sich die Lehrer und Lehrerinnen von 13:30 Uhr bis 19:30 Uhr am Grab von Dr. Abolhasan Khanali in Teheran und dem Grab von Ostad Motahari in Qom versammeln.

Wir erwarten Unterstützung von der Internationalen Lehrervereinigung (EI), bei der wir Mitglied sind.

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