Folter und Gefängnis im Iran

Rasul Bodaghi
Rasul Bodaghi, politischer Gefangener, Lehrer, Mitglied der iranischen Lehrervereinigung sowie Mitglied der Gruppe „Menschen, die für Menschenrechte im Iran aktiv sind“, wurde zwei Monate nach den letztjährigen Präsidentenwahlen festgenommen und sitzt seitdem im Ewin Gefängnis ein.

Die Nachrichtenagentur Horana berichtet, dass er nun in einem Offenen Brief seine Erlebnisse aufgeschrieben und für das kommende Wochenende einen zweitägigen Hungerstreik angekündigt hat. Der 2. Mai ist im Iran ein Gedenktag für einen Lehrer der unter dem Schah im Verlauf eines Lehrerstreiks umgekommen ist.

Abdul Reza Ghanbari
Abdul Reza Ghanbari ist ein Universitätsprofessor sowie Gymnasiallehrer und wurde sieben Monate nach den Wahlen mitten im Unterricht festgenommen. Einen Monat später wurde er von einem Islamischen Revolutionsgericht zum Tode verurteilt. Er sitzt im Ewin-Gefängnis im Trakt 209. Er ist Autor von fünf Büchern und Herausgeber von zwei Zeitschriften.

Habibollah Golparipur
Habibollah Golparipur, ist Kurde aus Sanandaj. Seit sechs Monaten befindet er sich als Politischer Gefangener im Gefängnis von Mahabad. Lange Zeit erlitt er Folter im Gefängnis von Sanadaj, später wiederholte sich das in Mahabad. Er wurde ebenfalls von einem Islamischen Revolutionsgericht zum Tode verurteilt. Vorgeworfen wurden ihm Partei-Aktivitäten die gegen die Islamische Republik Iran gerichtet waren.

Ghader Mohammad Zade, Mohammad Amin Abdullahi
Die o.g. Personen sind Kurden aus der Stadt Bukan. Sie wurden vor drei Jahren festgenommen und sehr stark gefoltert. Aufgrund der Folter mussten beide bestätigen, was die Folterer verlangten. Ghader wurde vom Islamischen Revolutionsgericht zu 23 Jahren Haft verurteilt und Mohammad wurde zu 18 Jahren Haft verurteilt. Zur Zeit befinden sie sich im Gefängnis der Stadt Urumiye.

Keywan Gudarsi
Keywan Gudarsi hat an der Universität von Belutschistan studiert. Er war aktiv bei der Grünen Bewegung und wurde vor zwei Wochen festgenommen. Er starb unter der Folter. Letzten Donnerstag, um 1 Uhr, wurde seine Leiche vom iranischen Geheimdienst nach Gilan-e-Gharb, in der Provinz Kermanshah, überführt. Den Verwandten, die davon erfahren hatten und frühzeitig in Gilan-e-Gharb warteten, war es nicht möglich, die Leiche zu Gesicht zu bekommen. Sie wurde sofort bei der Ankunft in die Leichenhalle gebracht, zu der die Verwandten keinen Zutritt hatten. Donnerstag vormittag, um 9 Uhr, versammelten sich eintausend Menschen an seinem Grab.

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