Wiedereröffnung des Kahrizak- Gefängnisses unter dem Namen „Sorusch 111″

Dr. Mehdi Khazali, dessen Vater, Ayatollah Khazali, Mitglied im Wächterrat ist, hat in einen offenen Brief an Ayatollah Larijani, dem Leiter der iranischen Judikative, über die Wiedereröffnung des Kahrizak Gefängnisses berichtet. Er hat darin geschrieben, dass alle Gefängnisse im Iran per Gesetz der Judikative unterliegen müssten und dass niemand, egal ob Mann oder Frau, willkürlich festgenommen und im Gefängnis behalten werden dürfe. Er schreibt weiter:

„Ich, habe die Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass nach meinen Informationen das Kahrizak-Gefängnis vom Religiösen Führer geschlossen worden war aber unter dem Namen „Sorusch 111″ wiedereröffnet worden ist. Ein Gefängnis, in dem minimalste Standards missachtet wurden und werden. Unsere Jugendlichen sind in diesem Gefängnis gefoltert, vergewaltigt und getötet worden. Warum muss es unter einem neuen Namen wiedereröffnet werden? War unser Problem ein Name? Herr Ayatollah Larijani, während junge Menschen, die einen Stein geworfen haben, so schnell verurteilt und hingerichtet wurden, schleppen sich die Verfahren derjenigen, die der Folter, der Vergewaltigung und des Mordes beschuldigt werden, dahin und warten auf ihre Bearbeitung. Für mich ist das unglaublich!“

Kahrisak (Kahrizak), ist ein Gefängnis im Süden von Teheran, der noch unter der vorigen Amtszeit von Ahmadineschad vor zwei Jahren als Haftort für politische Gefangene ausgeweitet wurde. Das Gefängnis diente den Sicherheitskräften unter der Führung der Revolutionsgarden zur Inhaftierung von Strafverbrechern. Meist waren dort Drogenabhängige und Drogenhändler untergebracht. Nach den iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 wurden auch verhaftete Demonstranten in den Räumen festgesetzt. Bekannt wurde das Gefängnis Kahrisak durch die Schließung von Revolutionsführer Ayatollah Ali Chamene‘i am 28. Juli 2009. (Wikipedia)

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