Chomeini in Originalzitaten – die wahren Erben des Ajatollah

Im Iran findet derzeit eine Auseinandersetzung zwischen den Machthabern und den sogenannten Reformern statt. Die Machthaber vertreten die Position, dass die Reformisten, die von sich behaupten, Chomeinis Erbe fortführen zu wollen, in Wirklichkeit sein Werk verraten und ein völlig verfälschtes Bild von Chomeini und seiner Ideologie verbreiten. In Zeitschriften, die den Herrschenden nahestehen, findet man deshalb in letzter Zeit einige Zitate, die nicht in der Bevölkerung ausgebreitet werden, die aber deutlich machen, dass die jetzigen Machthaber nicht zu Unrecht den Anspruch erheben, Chomeinis wahre Erben zu sein. Einer, der diese Denkrichtung öffentlich vor Bassidschis, an Unis etc. vertritt, ist der Pasdar-General Yadollah Jawani (Dschawani). Diese Denkweise steht im Hintergrund der brutalen Niederschlagung der Proteste nach der Wahlfälschung von 2009, sie diente als Basis für die Schulung der Einsatzkräfte gegen Demonstranten, für die Schulung der Folterer in den Gefängnissen… Sie äußert sich auch in der Hinrichtung von fünf Oppositionellen am Sonntag, den 9. Mai 2010.

Ajatollah Chomeini:
1) „Wenn es um 100 Menschen geht und drei davon in Verdacht geraten sind, bringt alle 100 um.“
Quelle: Khuzestani: „Maqale-ye tahrif-e kodam andishe-ha, kodam arzesh-ha, be naql az ketab-e Aqa-ye Mohammad Ja‘fari

2) „Und wenn auch 50.000 Menschen umgebracht werden, die Herrschaft der Geistlichen muss hier errichtet werden.“
Quelle: Zitat aus Bani Sadr: „Ketab-e dars-e tajrobe“, S. 138

3) „Jeder, der den Gesandten Gottes (=Mohammad) verrät, jeder, der die führenden Imame (= die 12 Imame der Schiiten) verrät, muss ermordet werden.“
Quelle: Rede vor einer versammelten Gruppe von Frauen aus Langarud, 2/4/(13)58 iranischer Kalender (entspricht dem Jahr 1979), veröffentlicht in den gesammelten Worten und Schriften Chomeinis: „Sahife-ye nur“, Band 7, Seite 182

4) „Wer sich über einen echten Gläubigen lustig macht, der macht sich über den Islam lustig. Wenn er das mit Absicht getan hat, ist er von seinem Wesen her ein Gegner Gottes und seine Frau ist für ihn haram (er darf sie also nicht berühren), sein Eigentum ist unter den Erben aufzuteilen und er selbst muss getötet werden.“
Quelle: „Sahife-ye nur“, Band 14, Seite 376

5) „Ein wahrer Tag Gottes ist der Tag, an dem der Befehlshaber der Gläubigen (= Ali) – er sei gesegnet – sein Schwert zog und seine Gegner vom Ersten bis zum Letzten niedergemäht hat und alle getötet hat. Wahre Tage Gottes sind die Tage, an denen Gott – der Erhabene und Gelobte – ein Erdbeben schickt, ein Hochwasser schickt, einen Orkan schickt, an denen er das Volk auspeitscht, damit es richtige Menschen werden. Wenn der Befehlshaber der Gläubigen (= Ali) nachlässig gewesen wäre, hätte er sein Schwert nicht gezogen, um 700 Menschen an einem Ort zu töten. In unserer Haft sind die meisten Menschen Verderber (Verderber auf Erden, eine Bezeichnung für die politischen Gegner der Mollas). Wenn wir sie nicht umbringen, bringt jeder von ihnen andere Menschen um, sobald sie in Freiheit kommen. Aus denen werden keine richtigen Menschen!
Ihr Herren Geistlichen, warum sucht ihr nur nach Koranstellen über das Beten und Fasten? Warum lest Ihr immer nur die Koranverse, die von Barmherzigkeit reden? Warum lest Ihr nicht die vor, in denen es ums Töten geht? Der Koran sagt: Bringt (sie) um! Schlagt (sie)! Werft (sie) ins Gefängnis! Warum sucht ihr immer nur den Teil aus, in dem von Barmherzigkeit die Rede ist? Barmherzigkeit ist Gegnerschaft zu Gott!
Mihrab (=die Gebetsnische in der Moschee, in der der Vorbeter steht) ist der Ort des Kampfes, des Kriegs. Der Krieg muss vom Mihrab aus geführt werden. So wie auch die meisten Kriege im Islam von den Mihrabs ausgingen.
Der Prophet hat ein Schwert, um damit Menschen umzubringen. Alle unsere Imame waren Krieger, sie waren alle Krieger, sie zogen das Schwert und brachten Menschen um. Wir wollen einen Nachfolger, der die Hand abschneidet, der das Recht der Vergeltung anwendet, der (die Täter) steinigt. So wie auch der Gesandte Gottes (= Mohammad) Hände abschnitt, das Recht der Vergeltung anwandte und steinigte. So wie er auch die Juden des Stammes Bani Qoreize, massakriert hat, weil sie unzufrieden waren.
Wenn der Gesandte Gottes befohlen hat: Nehmt das und das Viertel ein, brennt das und das Haus ab, löscht die und die Sippe aus! dann hat er ein gerechtes Urteil gefällt!
Das Leben der Menschheit muss mit Hilfe des Rechts der Vergeltung gesichert werden, denn das Leben der Massen beruht auf dem Töten zur Vergeltung. Mit ein paar Jahren Gefängnis ist es nicht getan, legt eure kindischen Gefühle beiseite!“
Quelle: Rede von Chomeini in der Wahdat-Woche zum Geburtstag des Propheten Mohammad im Jahre 1360 iranischer Zeitrechnung (1981/2).

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