Generalstreik in Iranisch-Kurdistan: die Machthaber kriegen die Krise


Die Mutter von Farzad Kamangar protestiert gegen die Hinrichtung ihres Sohns

Wie die Organisation gegen Hinrichtungen in Kurdistan berichtet, waren die Führungsspitzen des iranischen Geheimdienstes und des Innenministeriums am Morgen des 13. Mai 2010 mit einem Sonderflug in einer 17-köpfigen Delegation mit der schönen Bezeichnung „Setad-e Kontrol-e Bohran“ (Stab zur Krisenkontrolle) in der kurdischen Stadt Sanandadsch eingetroffen. Der „Krisenstab“ war de facto der Generalstab, der die Staatskräfte befehligte, um den Generalstreik in Iranisch-Kurdistan zu unterdrücken, und der dafür freie Hand hatte. Für solche Fälle ist es im Iran üblich, sich zuvor von Ajatollah Chamenei eine Erlaubnis einzuholen, um den Schießbefehl ohne Rückfrage erteilen zu können. Verhindern konnten sie den Generalstreik nicht. Am Samstag verließ der „Krisenstab“ Sanandadsch wieder.

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