Dschafar Panahi – der Protest hat sich gelohnt


Der iranische Regisseur Dschafar Panahi

Der bekannte iranische Regisseur Dschafar Panahi war kürzlich inhaftiert worden, weil ihm vorgeworfen wurde, er habe vorgehabt, einen Film über die Proteste nach der Wahlfälschung vom Juni 2009 zu drehen.


Dschafar Panahi am Tag seiner Freilassung (Heute, 25.5.2010)

Dschafar Panahi wurde im berüchtigten Teheraner Ewin-Gefängnis eingesperrt, wo ihm Besuche des Anwalts und seiner Familie verweigert wurden. Darauf erklärte er einen Hungerstreik, und brach ihn auch nicht ab, als die Besuche gewährt wurden. Er wies darauf hin, dass es keinen gesetzlichen Grund gebe, ihn bis zur Hauptverhandlung in Haft zu halten. Sein Hungerstreik dauerte eine Woche.

Unterdessen setzten sich Filmschaffende weltweit für seine Freilassung ein. Preisträger von Cannes überreichten ihm ihren Preis, und so wurde ihm eine Öffentlichkeit zuteil, die der Regierung unliebsam war. Dies zeigt, dass Druck von außen im Einzelfall sehr wohl etwas erreichen kann.


Dschafar Panahi zusammen mit seiner Frau am Tag seiner Freilassung

So kam es, dass heute, am 25. Mai 2010, der Staatsanwalt seine Freilassung gegen eine Kaution von 200 Millionen Tuman (133.000 Euro) bewilligte und er auf freien Fuß kam. Er muss jetzt auf seine Gerichtsverhandlung warten.

Nach seiner Freilassung musste Dschafar Panahi wegen der Folgen seines Hungerstreiks ins Krankenhaus gehen.

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