Iran: ’soft war‘ statt ’software‘

Nachdem die iranischen Machthaber letztes Jahr feststellen mussten, dass die Bevölkerung von der Bevormundung durch die Mollas die Nase voll hat und die ‚Grüne Welle‘ die Fundamente der Islamischen Republik wegzuspülen droht, versuchen sie jetzt im Stile der berüchtigten chinesischen Kulturrevolution wieder an Land zu gewinnen. Derzeit werden 1000 iranische Geistliche ausgebildet, die an den Schulen in Teheran aktiv werden sollen, um sich dort der ‚vernachlässigten Kinder‘ anzunehmen, also der Kinder, die Gameboy spielen, die zu Hause westliche Filme anschauen und andere verwerfliche Dinge tun. Als „weicher Krieg“ (dschange narm – soft war) wird dieser Plan in den iranischen Medien bezeichnet. Außerdem haben Ajatollah Chamene‘i und Ahmadineschad angekündigt, dass sie 4000 Geistliche einstellen wollen, die als Lehrpersonal an den Universitäten für „islamische Ordnung“ sorgen sollen. Angesichts von ca. 200 Universitäten (staatlichen wie privaten) im Iran bedeutet das 20 islamistische Einpeitscher pro Universität.

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