Iran: Hassan Ghaschgha‘i, Tod im Gouhardascht-Gefängnis


Der 35-jährge Hassan Ghaschgha‘i, der dem iranischen Nomadenstamm der Ghaschgha‘i angehört, wurde vor fünf Jahren in Varamin verhaftet, weil er sich gegen willkürliche Übergriffe der staatlichen Organe gewehrt hatte.
Am Mittwoch, den 11. August 2010, war er aus dem Gerichtssaal ins Gouhardascht-Gefängnis (im Ortsteil Radscha‘i der Stadt Karadsch) zurück verlegt worden.
Die Wärter sperrten ihn dort in eine der als „Sagduni“ berüchtigten Zellen des Trakts Nr. 1 ein. Die Zellen sind dort so klein wie eine Hundehütte, so dass man nicht einmal seine Glieder ausstrecken kann. Hassan Ghaschgha‘i wurde derart brutal gefoltert, dass er an den Folgen gestorben ist.
In solchen Fällen versucht die Gefängnisleitung noch nach dem Tod der Gefangenen, dies zu vertuschen, indem sie behauptet, der Gefangene habe Selbstmord begangen oder sei an einer Überdosis von Drogen gestorben.
Von Hassan Ghaschgha‘i ist im Internet kein Foto zu finden.
Auch seinen Tod haben Ahmadineschad, Chamene‘i und ihre Unterstützer auf dem Gewissen.

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