Irans Helfershelfer: Nokia und Siemens vor Gericht


Der inhaftierte iranische Reformer Isa Saharkhiz und sein in den USA lebender Sohn Mehdi Saharkhiz haben mit Hilfe der Anwaltsfirma Moawad & Herischi aus Maryland bei einem Gericht in den USA, dem U.S. Federal Court in Alexandria, Virginia, Klage gegen Nokia Siemens Networks (NSN) und deren Inhaber Siemens AG und Nokia Inc. eingereicht. Sie werfen NSN vor, dem iranischen Regime Technologie zur Ortung von Handys verkauft zu haben, mit deren Hilfe die staatlichen Verfolger das Versteck von Isa Saharkhiz ausfindig machen konnten.
NSN hat in einem ersten Dementi behauptet, dass die Ausrüstung zur Überwachung des Telefonverkehrs, die die Firma geliefert hat, weltweiter Standard sei.
Auf dem Weblog nokiasiemansnetworks wurde eine Stellungnahme von SNS veröffentlicht. Da heißt es, diejenigen, die Technologie missbrauchten, müssten für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen werden. Mit so einer Argumentation kann man selbst noch den Verkauf von Foltergeräten „rechtfertigen“.
Quellen:
Text der iranischen Opposition (englisch)
Zitat von Firmen-Dementi
Nokia Siemens Networks
Anwaltskanzlei Moawad & Herischi
Radio Free Europe

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