Protest gegen die Iran-Geschäfte der Schweizer EGL

Das Netzwerk „Stop the Bomb“ ruft zu einem Protest gegen die Iran-Geschäfte der Schweizer EGL und die Iran-Politik der Schweizer Regierung auf und schreibt:

„Die Schweiz ist heute einer der wichtigsten westlichen Partner des Regimes im Iran. Seit Ende 2009 unterstützt die Schweiz ohne jegliche Forderung nach Gegenleistungen den Beitritt des Iran zur Welthandelsorganisation, um den sich das Regime seit 14 Jahren bemüht. Das Schweizer Außenministerium hat erklärt, sich nur an die UN-Sanktionsbeschlüsse halten zu wollen, nicht aber an die deutlich weitergehenden EU- und US-Sanktionen. 2008 brachte die Schweizer EGL (ein Tochterunternehmen der AXPO-Gruppe, die sich in Kantonsbesitz befindet) mit Unterstützung der Schweizer Außenministerin Calmy-Rey ein Geschäft mit der staatlichen National Iranian Gas Export Company im Wert von ca. 20 Milliarden US-Dollar unter Dach und Fach. Jährlich sollen 5,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus dem Iran geliefert werden. Als Hauptabnehmer ist Italien im Gespräch.

Noch fließt kein iranisches Gas und noch ist Zeit für Interventionen. Bitte protestieren Sie bei der AXPO und der EGL gegen das Milliardengeschäft mit dem iranischen Regime und fordern die Aussetzung des Vertrages! Bitte schreiben Sie dem Schweizer Außenministerium und fordern die Übernahme der EU- und US-Sanktionen gegen das iranische Regime und die Beendigung der Unterstützung der Schweiz für den WTO-Beitritt des Iran.“

Stop the Bomb hat folgende Adressaten für die Proteste angegeben:
EGL AG
Lerzenstrasse 10
8953 Dietikon ZH
Tel. +41 (0)44 749 41 41
Fax +41 (0)44 749 41 50
Email: media.ch@egl.eu

Axpo AG
Zollstrasse 62
Postfach 8021, Zürich
Tel +41 44 278 41 15
Fax +41 44 278 41 12
Mail medien@axpo.ch

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
Bundeshaus
CH-3003 Bern
Tel. +41 31 322 21 11
Fax +41 31 324 90 47
Email: generalsekretaer@eda.admin.ch

Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch auf einen lesenswerten Gastkommentar von Stephan Grigat in der österreichischen Zeitung „Die Presse“ hinweisen. Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Uni Wien und Mitherausgeber von „Iran im Weltsystem“. (Studienverlag 2010).
Sanktionen ohne Geschäftsschädigung
GASTKOMMENTAR VON STEPHAN GRIGAT (Die Presse)
Wer hält dem iranischen Regime weiter die Stange?

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