Iran: Rettet die Ladenhüter!

Der stellvertretende Minister für Islamische Aufklärung (Erschad) Bahman Dorri hat jüngst erklärt, dass die iranische Regierung die Buchverlage in der Region Qom, wo wichtige theologische Schulen angesiedelt sind, unterstützen wird. Natürlich keine Schundliteratur, versteht sich. Hilfe dürfen die Verlage erwarten, die „wertvolle Werke in persischer oder arabischer Sprache“ anbieten, namentlich im Bereich der Religion. Auch Buchwerbung und die Einrichtung von Webseiten, mit denen religiöse Bücher beworben werden, soll gefördert werden. Religionsstudenten in Qom sollen Bücherbons erhalten, damit sie die wertvolle Literatur erwerben können.

In den vergangenen zwölf Monaten hat der Staat immerhin 1,1 Millionen solcher Bücher gekauft, was für die notleidenden Verkäufer sicher ein willkommenes Manna war, aber damit hat man sie ja noch nicht unters Volk gebracht. Deshalb sollen die Schulen in der Region Qom großzügig mit Bücherspenden bedacht werden. Auch dürfen sich die Verleger und Autoren religiöser – gemeint ist islamischer – Werke freuen, denn auch Auslandsreisen zu Buchmessen sollen nun mit staatlichen Geldern ermöglicht werden.

Wie man sieht, ist die Regierung bemüht, wenigstens diese Kundschaft bei der Stange zu halten.

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