Teheran: Anschläge auf zwei Kernphysiker


Fahrzeug von Doktor Abbasi, der noch fliehen konnte, bevor die Bombe losging

Am Morgen des 29. Novembers 2010 wurden in Teheran zwei separate Mordanschläge auf zwei Physikprofessoren verübt, die beide am iranischen Atomprojekt forschten.
Die Anschläge wurden laut Angaben des Polizeikommandanten für Großteheran Hossein Sadschedinija von Motorradfahrern verübt, die an den Autos mit Magneten eine Bombe platzierten und sich dann schnell aus dem Staub machten.
Doktor Madschid Schahrijari, Physikprofessor an der Beheschti-Universität in Teheran, starb infolge der Explosion, seine Frau und sein Fahrer, die ebenfalls im Auto saßen, wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Doktor Freydun Abbasi, Professor an der Fakultät für Atomtechnik der Beheschti-Universität, bemerkte beim Parken, dass der Motorradfahrer etwas an seinem Fahrzeug befestigt hatte, und verließ zusammen mit seiner Frau das Auto fluchtartig. Dadurch wurden beide von der Explosion nur noch leicht verletzt und mussten nur ambulant behandelt werden.
Vertreter des iranischen Regimes beschuldigten sofort USA und Israel, hinter den Anschlägen zu stecken.
Das Markenzeichen terroristischer Motorradfahrer ist allerdings noch aus Chomeinis Zeiten bekannt und war einige Zeit übliche Praxis des iranischen Regimes, seine Gegner auf diesem Weg zu liquidieren. Es ist noch nicht bekannt, ob die Gerüchte zutreffen, dass die beiden Professoren das Land verlassen wollten.

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