Iran: Bassidsch im Kindergarten


Feier in der Moschee zum Eintritt in die paramilitärische Bassidschi-Organisation

Die Bassidschis, eine paramilitärische Organisation, die die Pasdaran darin unterstützt, Demonstranten zu verprügeln und andere Arbeiten zum Erhalt der Diktatur im Iran zu leisten, scheut sich nicht, selbst Kleinkinder für ihre Tätigkeiten heranzuziehen. Natürlich werden diese Kinder noch nicht mit Knüppeln und Messern ausgerüstet, aber für Spitzeldienste kann man sie ja schon mal gebrauchen. Sie können dann der Bassidschi-Lehrerin sagen, was die anderen Kinder gesagt haben.


Ernst zeigt der Junge seinen Bassidschi-Ausweis. Auf seinem roten Stirnband steht: Ya Ali Asghar – Bei Ali Asghar. Ali Asghar war der jüngste Sohn von Imam Hossein, der nach der schiitischen Legende ebenfalls in Kerbela ums Leben kam.


Auch dieses Kind trägt ein Stirnband mit der Aufschrift „Ya Ali Asghar“. Wie man sieht: Keiner wird zum Verbrecher geboren, es sind die lieben Mitmenschen, die einem dabei hilfreich zur Seite stehen…


Noch kleiner geht’s wohl nicht. Deutlicher kann das Regime nicht beweisen, dass ihm die Menschenrechte völlig egal sind.


Auch die drei Mädchen zeigen stolz ihren Bassidschi-Ausweis. Natürlich tragen ihre Eltern, selbst Bassidschis, einen Hauptteil der Verantwortung, wenn sie die Kinder in so etwas schicken. Indem solche Mitgliedschaften „vererbt“ werden, macht das iranische Regime freilich einen Schritt in ein Kastensystem. Denn Familien, die zu anderen Gruppen gehören, werden sich hüten, auch nur mit irgend jemandem aus dieser Familie in Kontakt zu treten. Es könnte lebensgefährlich sein.

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