Die Armee in Ägypten – und im Iran?


Ägyptischer Soldat auf Panzer vor Demonstranten

Die Ereignisse in Ägypten werfen die Frage auf, warum die Massendemonstrationen im Iran nach der Wahlfälschung im Juni 2009 nicht ebenso erfolgreich verliefen wie sie jetzt in Ägypten voranzuschreiten scheinen.
Ein wesentlicher Punkt sowohl beim Sturz Ben Alis in Tunesien wie auch beim jetzigen Aufstand der Ägypter gegen Mubarak besteht darin, dass die Armee sich nicht auf die Seite des Diktators gestellt hat. Vielmehr hat die Armeeführung Ägyptens am 31. Januar 2011 bekannt gegeben, dass sie nicht auf friedlich demonstrierendes Volk schießen werde.
Im Iran war das anders. Schon Monate vor dem Wahlbetrug hat Ahmadineschad aufgerüstet und Sondereinsatzkräfte in den Großstädten aufmarschieren lassen, um zu zeigen, dass die Revolutionswächter für den Tag X gerüstet sind. Und genau das ist der Unterschied. Im Iran gibt es zwar eine Armee, aber genauso, wie Adolf Hitler nach der Machtergreifung die SA und SS ausgebaut hat, um eine ideologisch treue Truppe zu haben, hat Chomeini nach seiner Machtergreifung im Februar 1979 eine bewaffnete Parallelstruktur aufgebaut – die Pasdaran, also die Revolutionswächter. Es sind die Pasdaran und die ihnen unterstellten Bassidschi-Milizen, die gegen das demonstrierende Volk im Iran eingesetzt wurden, nicht die Armee.

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