Vor wem fürchten sich die iranischen Reformisten?


Millionendemonstration in Kairo, 1. Februar 2011

Der Sturz des tunesischen Diktators und der Aufstand in Ägypten wird im Iran mit großem Interesse verfolgt. Wie stehen nun die Köpfe der „Grünen Bewegung“, Mirhossein Mussawi und Karubi, zu diesen Ereignissen, was haben die beiden im Iran dazu zu sagen? Während alle Kräfte in Ägypten sich einig sind, die parteilose Jugend ebenso wie die Reformkräfte, dass Präsident Mubarak abtreten muss und das Land verlassen soll, sind dergleichen Worte nicht aus dem Munde von Mussawi oder Karubi zu hören. Sie beschränken sich darauf, den Herrschern nahezulegen, eine Lehre aus den Ereignissen in Ägypten zu ziehen und den Weg des Ausgleichs zu suchen, damit sie nicht so enden wie die arabischen Herrscher. Kein Wort davon, dass Ajatollah Chamene‘i zurücktreten und Ahmadineschads Pasdaran-Regierung die Macht abgeben soll.
Der Grund ist einfach: Diese „Reformer“ wollen das Modell der Islamischen Republik samt ihrer islamistischen Verfassung retten und nicht stürzen. Deswegen suchen sie im Zweifelsfall nicht Unterstützung beim Volk, sondern bei Ihresgleichen.


Freiheitsplatz in Kairo, 1. Februar 2011

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