Teheran: Die Mörder bilden den Leichenzug

Am 14. Februar 2011 (25. Bahman nach iranischem Kalender), als die Iraner zum Zeichen der Solidarität mit der Revolution in Ägypten und Tunesien auf die Straße gingen, wurden mindestens zwei Menschen von den Staatsorganen erschossen und allein in Teheran über 1500 Menschen verhaftet. Einer der beiden Toten ist Sane Zhale (Schale), ein Kurde aus Pawe, der an der Kunsthochschule in Teheran studierte. Der iranische Geheimdienst machte mit Hilfe einer Fotomontage aus dem erschossenen Kurden einen Bassidschi präsentierte einen angeblichen Bassidschi-Ausweis des Ermordeten, auf dem dieses montierte Foto zu sehen war. Diese „Beweise“ ließ der Geheimdienst den staatstreuen Medien zukommen, die daraufhin behaupteten, die demonstrierende Menge habe diesen „Bassidschi“ umgebracht. Die Spitzen der Pasdaran und der Bassidschis ließen es sich darauf nicht nehmen, zum Begräbnis des Ermordeten zu erscheinen, um dem oppositionellen Kurden nachträglich zu einer „Karriere“ in diesen Organen zu verhelfen. Die Studenten, die ihren Kollegen als Anhänger Mussawis und Ajatollah Montaseris kannten, protestierten heftig und wurden bei der Trauerfeier von den Staatskräften zusammengeschlagen.


Hier sieht man, wie die Handlanger der Mörder die Leiche des ermordeten Kurden tragen.

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