Pinguine und Kinder mit Schlagstock – Tag der Frau im Iran


Die Staatsgewalt hinter Gittern – leider nur optisch…

Der 8. März ist auch in der iranischen Frauenbewegung ein Tag, an dem sie Präsenz zeigt. Dieses Jahr standen die Zeichen allerdings nicht gut. Teheran und die anderen Großstädte standen unter Polizeiaufsicht.
Dieses Jahr hat sich das Regime etwas Neues einfallen lassen, um Frauendemonstrationen zu verhindern. So wurden in Teheran an verschiedenen öffentlichen Plätzen Scharen von „Pinguinen“ gesichtet, also von Frauen im schwarzen Tschador, die den Bassidschi-Milizen angehören und die im staatlichen Auftrag Gewalt gegen demonstrierende Frauen ausüben.
Außerdem wurden an verschiedenen Stellen Kinder zwischen 13 und 15 Jahren gesichtet, die mit Schlagstöcken ausgerüstet wurden, ebenfalls, um demonstrierende Frauen zu verjagen.
Soweit bislang bekannt wurde, gab es an verschiedenen Orten wortlose Protestkundgebungen von einigen hundert Frauen, was angesichts der überall anzutreffenden Polizeikräfte mutig ist, zugleich aber auch zeigt, dass die meisten Frauen zur Zeit Angst haben.

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