Iran: Kräftemessen an der Spitze


Ahmadineschad küsst Chamene‘i die Hand, das war zu Beginn der ersten Amtszeit
Wie am 13.12.2010 berichtet, musste der iranische Außenminister Manutschehr Mottaki am selben Tag den Hut nehmen, während er sich zu einem Staatsbesuch im Ausland aufhielt. Mottaki galt als Mann des religiösen Führers Ajatollah Chamene‘i.

links der Geheimdienstminister Heydar Moslehi
Die Tatsache, dass der Ajatollah diese Absetzung unwidersprochen hinnahm, scheint den iranischen „Präsidenten“ Ahmadineschad ermutigt zu haben, eine weitere wichtige Position zu erobern, den Geheimdienst. Bislang war einer der Vizechefs des Geheimdienstministers Heydar Moslehi das Ohr und die rechte Hand von Ahmadineschad. Dieser Vize besorgte die Informationen und Daten aus dem Geheimdienst, die Ahmadineschad und die Pasdaran haben wollten. Heydar Moslehi soll den religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i über diese Informationsflüsse informiert haben und auch versucht haben, den Vize abzusetzen. Als Ahmadineschad die Absetzung des Vize-Geheimdienstchefs ablehnte, reichte Heydar Moslehi seinen Rücktritt mit der Begründung ein, es habe keinen Sinn, wenn er als Chef des Geheimdiensts nicht einmal seine Stellvertreter bestimmen könne. Ahmadineschad nahm den Rücktritt am Sonntag, den 18. April 2011 an und sorgte dafür, dass dieser auch gleich in den staatlichen iranischen Medien veröffentlicht wurde.
Diesmal blieb Ajatollah Chamene‘i aber nicht untätig und forderte die Wiedereinsetzung „seines“ Ministers. Ahmadineschad musste sich anscheinend fügen, und eine der ersten Amtshandlungen des wieder eingesetzten Ministers war die Entlassung des fraglichen Vizes.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email