Liebherr und Co. im Iran

Die Firmengruppe Liebherr ist unter anderem auch für ihre Baumaschinen bekannt, manch einer wird schon Kräne mit dieser Aufschrift gesehen haben. Daran ist nichts Verwerfliches. Wer nicht obdachlos sein will, braucht Häuser, und für den Hausbau werden auch Kräne benötigt. Tückisch ist ein solches Geschäft nur mit dem Iran. Denn im Iran verwendet das Regime Kräne dazu, Menschen öffentlich hinzurichten. Amnesty International berichtete von 252 Hinrichtungen im Iran im Jahr 2010, davon nachweislich 14 öffentliche Hinrichtungen mit Kran. In den ersten vier Monaten des Jahres 2011 waren es 13 öffentliche Hinrichtungen mit Kran.
Die Kampagne United Against Nuclear Iran (UANI) ist deshalb an verschiedene betroffene Kranhersteller herangetreten und hat sie gebeten, ihre Lieferungen an den Iran einzustellen. Die japanische Firma Tadano hat sich verantwortungsbewusst gezeigt und jetzt die Einstellung der Lieferungen bekannt gegeben, die Firma Komatsu hat die Kontakte zum Iran schon früher abgebrochen, ebenfalls Terex Corp. und Caterpillar.
Details hierzu finden sich in einem Artikel der Los Angeles Times.
UANI nennt auch die Firma Liebherr als Lieferant für Kräne in den Iran. Ob sich die Verantwortlichen dort ebenfalls zu einem Entschluss durchringen werden wie bei Tadano?
Natürlich wird das die Zahl der Hinrichtungen im Iran nicht verringern, aber niemand kann eine Firma zwingen, mit ihrem Namen die staatliche Terrorpolitik zu unterstützen. Und der Name auf dem Kran ist weithin sichtbar, wie man sieht…

Öffentliche Hinrichtung mit Kran

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