Flashmob in Teheraner Park

Halb Spaß, halb gezieltes Untergraben der Öffentlichen Ordnung muss das Ziel eines Ereignisses gewesen sein, dass am letzten Freitag von 9 bis 12 Uhr im Teheraner Park „Wasser und Feuer“ stattgefunden hat. Über hundert Jugendliche und Kinder beiderlei Geschlechts trafen sich zeitgleich zu einem Wasserfest, bei dem es hoch herging.

Unklar ist, wie die Jugendlichen sich so schnell versammeln konnte, ob sie sich per Internet oder per sms organisiert haben.

Der Parkverantwortliche für mehrere Parks im Norden von Teheran, Behname Atabaki, erklärte dazu in einem Interview, dass die Jugendlichen sich sehr unislamisch benommen hätten. Die jungen Frauen hätten keinen richtigen Hijab getragen. Die Ordnungskräfte hätten mit lauten Durchsagen versucht, das Durcheinander zu beenden, aber nichts half. Am Ende mussten sie das Wasser abdrehen.

Anderen Berichten zufolgen konnten die Ordnungskräfte die Lage nur mit Gewalt unter Kontrolle bringen.

Das gleiche Szenario wiederholte sich am Sonntag. Diesmal reagierten die Sicherheitskräfte sofort und beendeten das Geschehen innerhalb einer Stunde. Viele Jugendliche wurden festgenommen.

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