du wirst ein großes Reich zerstören

Schon öfter haben wir darüber berichtet, dass die Wirtschaftspolitik der iranischen Geistlichkeit und der Pasdaran auf Handel abzielt und die landwirtschaftliche wie die industrielle Produktion links liegen lässt.
Der Parlamentsabgeordnete Ahmad Tawakkoli, der zugleich Leiter des Forschungszentrums des iranischen Parlaments ist, hat seine Hand auf diesen wunden Punkt gelegt. Er wies darauf hin, dass in den letzten sechs Jahren der Anteil der Importe an der Lebensmittelversorgung der iranischen Bevölkerung von 35% auf 75% gestiegen ist. Zu Recht weist er darauf hin, dass selbst wirtschaftliche Großmächte wie die USA und die Europäische Union im Bereich der Landwirtschaft spezielle Regeln haben, um ihre eigene Landwirtschaft zu schützen und zu subventionieren, da die Versorgung der eigenen Bevölkerung mit Nahrung auch eine strategische Bedeutung habe. Ein Wirtschaftswissenschaftler namens Freydun Chawand sagte, es sei zwar nichts Verwerfliches, wenn man Dinge importiere, die man brauche und selbst nicht herstellen könne. So exportiere Deutschland Volkswagen (lang ist’s her…) und importiere dafür Kaffee und Bananen. Aber der Iran beziehe 85% seiner Exporteinnahmen einzig aus dem Erdöl, wenn dessen Förderung oder dessen Preis abnehme, sei die Versorgung der Bevölkerung gefährdet.
Auch Ajatollah Haschemi Rafsandschani schlug kürzlich ähnliche Töne an, als er meinte, dass es geradezu furchterregend sei, wenn man sehe, wie die Abhängigkeit von Nahrungsimporten zugenommen habe.
Die Analyse ist richtig, aber schuld war mal wieder keiner…

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