General Radan: Wir dulden keine Wasserspiele


Wie berichtet, hatten eine größere Zahl von Jugendlichen vor etwa einem Monat in verschiedenen Städten Irans Wasserschlachten mit Spritzpistolen veranstaltet. General Radan, der auch für seine Folterungen im Kahrisak-Gefängnis berüchtigt ist, bestätigte am Sonntag, den 4. September 2011, dass eine Reihe von Jugendlichen in Teheran, Maschhad, Rascht und anderen Städten wegen der Wasserspiele verhaftet wurden. Er sagte: „Wir dulden keine Wasserspiele.“

Der Generalstaatsanwalt des Landes Mohseni Ezhe‘i (ehemaliger Geheimdienstminister), sagt heute zwar dasselbe, aber mit umgedrehtem Wortlaut:
„Wasserspiele sind kein Verbrechen.“

Und dann folgt auch schon das Kleingedruckte: „Aber wenn jemand unter dem Vorwand von Wasserspielen Handlungen gegen die Scharia, gegen die Sitten und die öffentliche Ordnung vornimmt, ist klar, dass unsere islamische Gesellschaft dies nicht zulässt.“

Und er teilt die Täter auch gleich in zwei Gruppen: Die einen, die nicht gemerkt haben, worum es geht und sich reinlegen ließen – „die werden das dann auch nicht wieder tun“ – und die anderen, die organisiert – und von der langen Hand des Auslands gesteuert – daran teilgenommen hätten. Und mit letzteren werde sich die Justiz befassen.

Also doch verboten.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email