Iran: Der Kampf ums Wasser hat begonnen


Urumijeh-See

So, wie der Aralsee schon seit Jahrzehnten austrocknet, ist auch der große Urumije-See im Nordwesten des Irans, in dessen Einzugsbereich schätzungsweise 14 Millionen Menschen leben, von einer zunehmenden Austrocknung betroffen. Die Herrscher des Irans interessieren sich freilich nicht für Ökologie und Arbeitsplätze, ihnen ist das Herrscherrecht auf eine Atombombe und der Zugriff auf die Erdölgelder wichtiger als das Wohlergehen der Bevölkerung.

Das macht die Menschen nicht satt und füllt den See nicht mit Wasser. Die Menschen in Urumijeh und in Tabris, der Hauptstadt von iranisch-Aserbaidschan, gehen deshalb inzwischen einmal pro Woche auf die Straße und protestieren. Zuletzt am Samstag, den 2. September 2011. Die staatlichen Sicherheitskräfte gehen gegen die Demonstranten mit außerordentlicher Brutalität vor. In Tabris wurde laut bisher unbestätigten Berichten sogar ein Jugendlicher direkt von einem „Sicherheits“beamten erschossen, aus Urumijeh werden mindestens 13 Verletzte gemeldet, in vier Fällen hatten die Demonstranten sehr schwere Schussverletzungen erlitten. Wie ein Angestellter des Mottahari-Krankenhauses in Urumijeh mitteilte, seien Beamte in Zivil gekommen und hätten diejenigen Verletzten, die transportfähig gewesen seien, aus dem Krankenhaus geholt und mit unbekanntem Ziel abtransportiert. Die Quelle vermutet, dass die Opfer ins Arefian-Krankenhaus gebracht wurden, dass den Pasdaran untersteht.

Demo in Urumijeh vom 30.08.2011

Polizeikräfte auf dem Weg zur Provinzverwaltung von Urumije

Es heißt weiter, dass in Tabris mehrere Dutzend Verhaftete in ein Gebäude der Bassidschis gebracht wurden.
Kurze Filme auf Youtube aus Tabris und Urumijeh sind zwar zu finden, aber meist schlechter Qualität, weil die Staatsorgane jede Kamera beschlagnahmten, die sie beim Filmen entdeckten.

Aus Tabris 1
Von der Demo in Tabris 2

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